Facebook: Anti-Impfung-Gruppe mit 120.000 Mitgliedern gelöscht

Von 4. März 2021 Aktualisiert: 4. März 2021 16:20
Am Samstag löschte Facebook eine am 3. Dezember 2020 gegründete Gruppe mit dem Namen „#ichlassemichnichtimpfen“, nachdem diese knapp 120.000 Mitglieder gewonnen hatte. Die Inhalte, so Facebook, verstießen gegen Richtlinien zu „gefährlichen Personen und Organisationen“.

Am 3. Dezember 2020, kurz vor der ersten Zulassung des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer in den USA, wurde auf Facebook die Gruppe „#ichlassemichnichtimpfen“ ins Leben gerufen. Am vergangenen Samstag, 27. Februar, wurde sie gelöscht – nachdem sie auf mehr als 118.000 Mitglieder angewachsen war. Die Begründung von Facebook: Inhalte, die in der Gruppe gepostet wurden, verstießen gegen die Richtlinien des Netzwerks zu „gefährlichen Personen und Organisationen“.

Wie jedes soziale Netzwerk bietet auch Facebook die Möglichkeit, sich über die Corona-Schutzimpfung auszutauschen. Neben kategorischen Impfgegnern unterhalten auch erklärte Befürworter der Corona-Impfung eigene Gruppen – beispielsweise jene mit dem Namen „Ich lasse mich impfen“, die bislang etwas mehr als 10.000 Mitglieder zählt.

Zu den größten Gruppen im diesem Themenbereich gehört „Corona Impfung – Erfahrungswerte Geimpfter – Fragen, Austausch“, in der Menschen, die bereits eine Corona-Impfung erhalten haben, ihre Erfahrungsberichte austauschen.

Die Gruppe „Ich lasse mich nicht impfen“, die 695 Mitglieder zählt, besteht seit dem 5. Januar. Erfahrungsberichte finden sich dort bis dato jedoch kaum, neben teilweise themenfremden Beiträgen finden sich dort häufig auch solche mutmaßlicher Trolle, in denen die ideologischen Überzeugungen von Impfgegnern persifliert werden.

Gruppe der Impfgegner duldete offenbar mutwillige Falschbehauptungen

Dass die Gruppe #ichlassemichnichtimpfen gelöscht wurde, steht offenbar im Zusammenhang mit den Gemeinschaftsstandards von Facebook im Zusammenhang mit dem „Propagieren und Organisieren von Schaden und Verbrechen“.

Darin heißt es, dass „Inhalte, die Störungen bei der Verabreichung des COVID-19-Impfstoffs koordinieren“, oder „Inhalte, die andere dazu aufrufen, sich nicht gegen COVID-19 impfen zu lassen, dies befürworten oder fördern“ auf der Plattform unerwünscht sind.

Darunter fallen offenbar zwar keine sachlichen Informationen über Chancen und Risiken der Corona-Impfstoffe oder Beiträge, in denen gegen eine Impfpflicht eingetreten wird, allerdings geht Facebook in vielen Fällen gegen sachlich unzutreffende Darstellungen über die Impfung vor, die mit dem Ziel propagiert werden, Menschen davon abzuhalten, sich impfen zu lassen.

Berichten zufolge sollen in der Gruppe wiederholt Falschbehauptungen über Wirkungen und Risiken der Corona-Schutzimpfung verbreitet worden sein, die auch häufig in der Anhängerschaft der „Querdenken“-Bewegung oder politischer Parteien wie der AfD oder der FPÖ kolportiert werden. Einen Teil davon hat die Plattform „News Guard“ zusammengefasst.

Chinas KP schürt Misstrauen gegen westliche Impfstoffe

Neben Personen, die ungesicherte oder widerlegte Behauptungen über die Impfung aus ideologischen Überzeugungen oder einem grundsätzlichen Misstrauen gegen öffentliche Institutionen und deren Corona-Politik heraus verbreiten, scheint es auch Akteure zu geben, die aus geopolitischen Gründen versuchen, die Impfkampagnen zu sabotieren.

So schreibt beispielsweise das chinesische KP-Propagandaportal „Global Times“, US-Medien hätten angebliche „Opfer der Pfizer-Impfung“ verschwiegen, um zu verhindern, dass der – angeblich sicherere – chinesische Sinovac-Impfstoff den westlichen neuen mRNA-Präparaten Konkurrenz mache. Regierungsinstitutionen zur Überwachung der Wirkung von Impfstoffen wie das Paul-Ehrlich-Institut konnten jedoch noch keinen Todesfall verifizieren, der kausal durch die im Westen zugelassenen Präparate verursacht worden wäre.

Ehemalige Mitglieder der gelöschten Facebook-Gruppe haben unterdessen eine Ersatzvereinigung für Impfgegner ins Leben gerufen. Diese trifft sich auf der Plattform „Telegram“.



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