Nachverfolgung über die Landesgrenzen hinaus: Deutschlands Corona-App soll im Juni fertig sein

Epoch Times27. Mai 2020 Aktualisiert: 27. Mai 2020 9:44
Die Corona-App soll noch im Juni fertig werden. Die Anwendung wird auch über die Grenzen Deutschlands hinaus Kontakte aufspüren. Damit soll die Corona-Pandemie eingedämmt werden.

Deutschland will die Corona-App bis Mitte Juni – vor dem Start der ersten Sommerferien – auf den Markt bringen. Die Anwendung soll Kontakte nachverfolgen und somit zur Eindämmung der Pandemie dienen.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagte ein Sprecher des Walldorfer Softwareanbieters SAP gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Inzwischen sei man bei der Halbzeit angelangt.

Seit Ende April arbeiten die Deutsche Telekom und SAP gemeinsam an einer Lösung für die deutsche Corona-Warn-App. Die Initiativen davor waren an Streitigkeiten über Speichervarianten gescheitert. Ursprünglich sollte die App in Deutschland bereits im April verfügbar sein.

Kontakte werden über Landesgrenzen hinweg verfolgt

Die App soll Kontakte – von an COVID-19-Erkrankten – auch über die Landesgrenzen hinweg verfolgen und die Betroffenen über Quarantäne-Maßnahmen informieren.

„Mit der neuen App können Bürger helfen, Infektionsketten schneller und effektiver zu unterbrechen“, schrieb T-Systems-Chef Adel Al-Saleh auf LinkedIn.

Bei der Entwicklung der Corona-App ist die Telekom für die Prozesse rund um Netzwerk- und Mobilfunktechnologie sowie den Betrieb verantwortlich, SAP stellt über eine Plattform die erforderliche Software-Technologie zur Verfügung.

Die Corona-Warn-App wird als Open Source geführt, gaben die beiden Unternehmen bekannt. Damit soll die Transparenz gewahrt werden.

Auf GitHub sind bereits Informationen zur App-Architektur verfügbar. „Wir sind sehr zufrieden mit den fruchtbaren Diskussionen auf der Plattform und nehmen sie sehr ernst“, so Al-Saleh. Inzwischen können SAP und Telekom bei der App-Entwicklung auch auf die dafür nötigen und inzwischen von den Handy-Betriebssystemriesen Google und Apple veröffentlichten Schnittstellen zurückgreifen.

Die Corona-Warn-App gibt es laut einer Zählung der Anwaltskanzlei Linklaters bereits in 40 Ländern wie beispielsweise Südkorea, Australien und Zypern. (so/dpa)

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