Ein Mann arbeitet an einem Computer.Foto: iStock

Probelauf für den Herbst? Hacker aus China und dem Iran nehmen Teams von Trump und Biden ins Visier

Von 5. Juni 2020 Aktualisiert: 5. Juni 2020 14:20
Wie das Sicherheitsteam von Google erklärt, gab es kürzlich Phishing-Angriffe auf die Wahlkampfteams beider aussichtsreicher US-Präsidentschaftskandidaten. Die Spuren der Hacker ließen sich nach China und in den Iran zurückverfolgen. Die Akteure seien keine Unbekannten.

Das KP-Regime in China und die Mullah-Diktatur im Iran hegen offenbar Ambitionen zur Einmischung in den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf. Wie Sicherheitsmitarbeiter des Google-Konzerns mitteilten, hätten Hacker, deren Spur sich in den Iran oder nach China zurückverfolgen lasse, die Wahlkampagnen von Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden mittels organisierter Phishing-Versuche ins Visier genommen.

Irans Hacker richten Fokus auf Trump, Chinas auf Biden

Wie das Portal TechCrunch berichtet, geht der Chef der Gefahrenanalyse-Einheit des Konzerns, Shane Huntley von „staatlich gesteuerten“ Akteuren aus. Auf Twitter erklärte er jedoch, es sei offenbar zu keiner Kompromittierung gekommen. Beide Kampagnen seien über die Angriffe in Kenntnis gesetzt worden.

Gegenüber TechCrunch erklärte ein Google-Sprecher: „Wir können bestätigen, dass unsere Gefahrenanalyse-Einheit jüngst Phishing-Versuche einer chinesischen Gruppe an persönlichen Mailaccounts der Mitglieder des Wahlkampfteams Biden und einer iranischen Gruppe gegenüber jenen des Wahlkampfteams Trump erkannt haben. Wir haben keinen Hinweis darauf, dass diese Erfolg gehabt hätten.“

Dennoch habe man die US-Bundesbehörden verständigt und die Betroffenen mittels des von der Regierung autorisierten Standard-Warntools über die Vorfälle in Kenntnis gesetzt. Man empfehle den Mitarbeitern der Wahlkampfteams zusätzliche Vorkehrungen, um ihre Arbeitsgeräte und Mailaccounts zu schützen, und biete eigene Lösungen dazu an.

Aus Bidens Wahlkampfteam hieß es dazu, man habe die Warnung zur Kenntnis genommen und sei auf allfällige Vorhaben vorbereitet: „Biden for President nimmt Cybersicherheit ernst, wir werden gegenüber dieser Form von Bedrohung wachsam bleiben und wir werden gewährleisten, dass die Ressourcen der Kampagne sicher sind.“

Akteure sind keine Unbekannten

Auch das Trump-Wahlkampfteam bestätigte, über den erfolglosen Versuch ausländischer Akteure, Zugriff auf die Technologie des Wahlkampfteams zu erlangen, in Kenntnis gesetzt worden zu sein.

Huntley zufolge sei der chinesische Akteur als einer der Kategorie APT31 identifiziert worden. Dabei handele es sich um Akteure mit chinesischem Hintergrund, deren primäre Tätigkeitsbereiche Datenklau und Diebstahl intellektuellen Eigentums darstellen.

Der iranische Akteur wurde der Kategorie APT35 zugeordnet. Diese Art von Hackern betreibe ressourcenintensive Operationen, um strategische nachrichtendienstlich relevante Informationen zu erlangen. Hauptziele seien dabei Einrichtungen der Regierung, des Militärs, der Medien oder der Infrastruktur.

Bereits im Vorjahr hatte die APT35-Gruppe Angaben von Microsoft zufolge versucht, Mitglieder des Wahlkampfteams von Donald Trump ins Visier zu nehmen. Seit dies bekannt wurde, haben sowohl Republikaner als auch Demokraten ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, Richtlinien zum Umgang mit Desinformation entworfen und Sonder-Trainingseinheiten für Führungspersönlichkeiten der Wahlkampfteams abgehalten.


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