Warnung vor „sicherem“ Online-Einkauf – So funktioniert der Käuferschutz bei Paypal-Zahlung

Von 7. März 2019 Aktualisiert: 7. März 2019 19:49
Der Markt ist groß - Haustiere, Elektronik, Möbel, Fahrzeuge, Arbeitsstellen - alles wird über das Internet angeboten. Bei der als sicher angegebenen Zahlung über das Online-Bezahlungsystem PayPal ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Käuferschutz greift nicht in jedem Fall.

Tauschen, kaufen und verkaufen. Das Online-Angebot ist vielfältig. Internetplattformen wie Facebook Marketplace oder ebay-kleinanzeigen bieten ihren Kunden eine kostenlose Einstellung ihrer Artikel.  Nicht alle Verkäufer meinen es ehrlich. Auch Anbieter, die den Käufern nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen, nutzen das Portal.

Ihre Anzeigen lassen sich kaum von denen ehrlicher Anbieter unterscheiden. Besonders beliebt bei den Betrügern sind Smartphones, Küchenmaschinen und Marken-Sneakers, so „CHIP“.

Das Geschäft läuft so: Interessierte Käufer wählen den Artikel und nehmen Kontakt zum Anbieter auf. Bei ebay-kleinanzeigen findet man beispielsweise rund 30 Millionen angebotene Artikel. Nachdem alle Einzelheiten und Lieferkonditionen abgesprochen sind, folgen die Zahlungsmodalitäten.

PayPal Käuferschutz, aber richtig

Der Verkäufer bevorzugt eine Zahlung per PayPal, einem Online-Bezahlsystem. Das ist sicher und doch auch im Sinne des Käufers – oder? Bis hierhin unterscheidet sich der Vorgang kaum von seriösen Anbietern.

Dann soll der Käufer jedoch bei der Zahlung die Option „Geld an Freunde oder Familie senden“ wahlen.

 

„CHIP“ warnt vor dieser Zahlungsoption, denn damit schnappt die Fall zu:

Der Verkäufer nimmt das Geld an und macht sich aus dem Staub. Das eBay-Konto ist schnell geschlossen, das PayPal-Konto genauso. Auch die Bankdaten lassen sich nicht mehr nachverfolgen.“

Bei derartiger Zahlung greift der PayPal-Käuferschutz nicht. Dieser gilt nur bei der Zahlungsart „Artikel oder Dienstleistungen bezahlen“.

Fristen für Käufer-Schutz bei PayPal beachten

Wer auf den Trick hereingefallen ist, informiert am besten sofort seine Bank und wendet sich direkt an PayPal.
Bei Paypal wird der Fall unter Konfliktlösungen gemeldet. Hierfür gilt eine Frist von 180 Tagen nach der vorgenommenen Zahlung. Abgeschlossene Zahlungen können nicht storniert werden. Daher fordert der Käufer eine Rückzahlung per E-Mail vom Verkäufer. Die E-Mail -Adresse findet man in seinem PayPal-Account bei „Aktivitäten“ unter der entsprechenden Zahlung. Damit wird Verkäufer und Käufer die Möglichkeit eingeräumt, das Problem zu lösen.
Sollte innerhalb von 20 Tagen keine Lösung erfolgt sein, ist ein Antrag auf Käuferschutz bei PayPal zu stellen. PayPal prüft dann, ob das Geld zurückzuerstatten wurde.

Flexible Fristen zum Beantworten der Fragen zum Käuferschutz

Dabei ist zu beachten, dass PayPal Fragen zum Käuferschutz an den Käufer stellt. Diese mussten bisher innerhalb von 10 Tagen beantwortet werden. Diese Frist hat PayPal durch eine flexible Frist ersetzt. Die Frist kann im Einzelfall also länger oder auch kürzer sein. In jedem Fall sollten die Fragen zum Käuferschutz fristgemäß beantwortet werden, um den Käuferschutz nicht zu verlieren.
Die Internetplattform ebay-kleinanzeigen übernimmt nur eine vermittelnde Rolle, steht bei Fragen jedoch zur Verfügung. Auch hier kann man den Schaden melden.
Internet-Plattformen wie ebay-Kleinanzeigen sind ursprünglich für den persönlichen Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer eingerichtet worden. Immerhin gibt es ebay-kleinanzeigen bereits seit fast 2005. Damals startete es unter dem Namen kijiji.de. Der Anbieter stellt seine Artikel online. Der Käufer meldet sich bei ihm. Beim ersten Kontakt verhandeln die Parteien über den Preis und vereinbaren einen Treffpunkt. Und nach Terminabsprache wird die Ware beim Verkäufer besichtigt.

Erst wenn alles passt, wird das Geld übergeben – am besten persönlich. (sa)

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