Recep Tayyip Erdogan.Foto: Adem Altan/afp/Getty Images / iStock

Erdogan präsentiert türkische E-Autos

Epoch Times30. Dezember 2019 Aktualisiert: 30. Dezember 2019 18:02
500 Kilometer Reichweite und in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen – das wollen die E-Autos des neu gegründeten türkischen Herstellers TOGG bringen.

Was zur Stunde Null passiert, weiß auch in der Türkei niemand – denn als der Countdown zur Vorstellung des ersten türkischen E-Autos auf Null sprang, geschah … Nichts. Erst mit Tesla-typischer Verspätung betrat der türkische Präsident Erdogan die Bühne, auf der er insgesamt zwei neu entwickelte türkische Autos vorstellen und drei weitere Modelle ankündigen wollte.

„Wir sind heute Zeugen eines historischen Tages, an dem ein 60 Jahre alter türkischer Traum wahr wird“, sagte Erdogan bei der feierlichen Enthüllung der Prototypen. Die Türkei sei nicht nur ein Markt für neue Technologien geworden, sondern auch ein Land, in dem Innovationen „entwickelt, produziert und exportiert“ würden. Dabei hat die Türkei bereits einen bedeutenden Automobilsektor, jedoch keine eigene Automarke. „TOGG“ soll das nun ändern.

Hinter dem Namen „TOGG“ („Türkiye’nin Otomobili Girişim Grubu“, türkische Automobil-Initiative) verbirgt sich ein Zusammenschluss aus fünf türkischen Industrieunternehmen, die ab 2022 in der südlich von Istanbul gelegenen Stadt Bursa jährlich 175.000 Autos produzieren möchten. Sofern Gott will, betonte Erdogan.

Zwei E-Autos, die keinen Millimeter weit fahren

Dieser Einwand scheint berechtigt, denn – ganz im Gegensatz zur Präsentation von Teslas Cybertruck – bewegte sich keines der vorgestellten Modelle, eine Limousine und ein Crossover-SUV, einen Millimeter aus eigener Kraft. Die Räder der silbernen Limousine waren sogar durch kleine Bremsklötze blockiert. Im Livestream konnte leicht der Anschein entstehen, dass das Auto, zum Beispiel durch fehlende Komponenten wie Bremsen oder Motoren, jederzeit wegrollen könnte.

Später veröffentlichte der Hersteller ein Video, dass eines der Modelle, den SUV ohne Bremsklötze, auf der Straße zeigt. Ob dieses Video echt ist oder nur animiert wurde, ist bislang offen. In einer Pressemitteilung teilte der Hersteller zudem mit, dass, wenn die Autos einmal fahren (so Gott will), die Reichweite 500 Kilometer betragen soll und der Akku in nur 30 Minuten zu 80 Prozent geladen werden kann.

Wie die „Welt“ berichtet, will Erdogan persönlich „zu den ersten Kunden gehören.“ So habe die türkische Regierung bereits versprochen, in den nächsten 15 Jahren insgesamt 30.000 Fahrzeuge abzunehmen. „Insgesamt sind fünf verschiedene Varianten geplant, die von insgesamt 4000 Mitarbeitern in der Türkei gebaut werden sollen“, so die Welt weiter. Das Investitionsvolumen beträgt 22 Milliarden Lira (3,3 Milliarden Euro). (ts/mit Material von afp)

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