Wer ist ein erfahrener Social Media Professional?

Von 3. August 2011 Aktualisiert: 3. August 2011 23:29
Das Problem ist, Social Media ist kein konkreter Bereich, es ist eine Taktik, und eine Taktik, die sich je nach Benutzer ändert. Im Endeffekt ist der Status des sogenannten Experten nicht beeindruckend und in den meisten Fällen nicht auf die meisten Nutzer von Social Media anwendbar.

Experte für soziale Medien. Erfahrener Fachmann für soziale Medien. Altgedienter Veteran der digitalen Welt.

Heutzutage kann jeder, der über eine Internetverbindung verfügt, diese Superlative für sich beanspruchen. Diese Begriffe werden sorglos und nur allzu oft gebraucht. Bei LinkedIn logge ich mich ab und zu ein, bei Twitter öfter, als ich zugeben möchte und bei Facebook so oft, dass meine Augen eigentlich blau und weiß bluten müssten … diese Titel werden durch die digitalen Landschaften geschleudert. Hier erkläre ich, warum sie keinen Sinn machen.

Social Media sind keine Einheit

Social Media sind keine Einheit. Social Media dienen der Kontaktpflege, dem Marketing, der Werbung, Veröffentlichung, dem Rundfunk, der Berichterstattung und dem Grafikdesign, alles zu einem Ganzen vermischt. Social Media sind Taktik – sie können Teil von Kommunikationsplänen der Öffentlichkeitsarbeit sein oder eines Plans zur Markenbildung. Sie können zum Aufbau von Beziehungen dienen, zum Austausch von Fotos oder Nachrichten. So könnte ich das weiter aufzählen. Wenn Jemand sich einen Experten nennt, wüsste ich gern, wie er dazu kommt.

Wie in jedem Bereich gibt es Prinzipien wie Buchhaltung, Ausbildung und Gesetze, die man verstehen muss, um als Experte auf einem bestimmten Feld zu gelten. Das Problem ist, dass Social Media kein konkretes Feld darstellt. Es ist eine Taktik, die sich an das Verhalten der Nutzer anpasst.

Die Nutzer melden sich aus den verschiedensten Gründen bei sozialen Medien an. Keiner reicht aus, um ihn oder sie zum Experten für soziale Medien zu machen. Jemand der tweetet, wie kleine Unternehmen Hunderte von Followern auf Twitter bekommen können, ist kein Experte. Diese Personen haben nicht das gleiche im Sinn wie die, die versuchen, dauerhafte Beziehungen auf Twitter aufzubauen.

Im Endeffekt ist der Status des sogenannten Experten nicht beeindruckend und in den meisten Fällen nicht auf die meisten Nutzer von Social Media anwendbar.

Social Media sind zu umfassend

Was genau sind Social Media? Haben Sie jemals von jemandem eine gute prägnante Definition darüber gehört, die Sie zufriedengestellt hat? Ich warte immer noch darauf. Innerhalb von Social Media gibt es so viele Disziplinen, Strategien und Taktiken. Zu behaupten, man sei ein „Experte für soziale Medien“, entspricht ungefähr dem „Experten für Neuigkeiten“. O.k., Sie sind also „Experte für Neuigkeiten“, auf welche Arten von Neuigkeiten sind Sie denn spezialisiert … Politik, Sport, internationale Beziehungen, Lokalnachrichten … Sie verstehen wohl, was ich meine?

Experten für Social Media ernennen sich selbst

Letzten Monat äußerte sich Gary Vaynerchuck, Autor, Investor und ein Guru der sozialen Medien, einer der wenigen, die es tatsächlich sind, bei TechCrunch TV zu diesem Thema: „99,5 Prozent derer, die von sich behaupten, sie seien Experten oder Gurus der sozialen Medien, sind Clowns.“ Er meint, wir durchleben eine Blase sozialer Medien. Ich meine, dass die Menschen begeistert davon sind und jede Möglichkeit zur Selbstdarstellung und Selbstverherrlichung nutzen.

Das Fast Company Magazin hat kürzlich eine Befragung durchgeführt bei 500 Geschäftsführern, die zum „Fast Company’s Innovation Uncensored Event“ im April eingeladen waren: „Welches ist der zurzeit am meisten überbewertete Trend?“

Die Antwort an erster Stelle war: Social Media. Die zweite Frage war: „Welches ist der am meisten unterschätzte Trend?“ Die meistgenannte Antwort hier: Social Media. Jeder erkennt die Macht der sozialen Medien und den Einfluss, den diese Plattformen haben können … Das Problem ist die Frage, wie man das Ganze bewertet. Wie ist der Wert von einem „Gefällt mir“ bei Facebook anzusetzen, einem Retweet bei Twitter oder einem +1 bei Google? Jungunternehmen wie Klout und Wildfire sprießen hervor mit der Absicht, in der Landschaft der sozialen Medien für quantifizierbare Werte zu sorgen.

Einfach gesagt, wenn sich ein drei Jahre altes Jungunternehmen in Silicon Valley immer noch die Köpfe zerbricht, wie man den Einfluss sozialer Medien quantifiziert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie keine Antwort auf diese Frage haben. Und Sie sind höchstwahrscheinlich auch kein Experte. Hören Sie auf anzugeben und fangen Sie an zu lernen. Social Media sind im Begriff, sich weiterzuentwickeln und das sollen Sie auch.

Info:Get Busy Media ist ein Blog und Resource-Center, das kleinen Unternehmen und Jungunternehmen hilf,t ihr Unternehmen zu verbessern. www-getbusymedia.com oder auf Twitter, @GetBusyMedia.

 

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