Alles rund um Antioxidantien

Epoch Times16. Juli 2020 Aktualisiert: 11. August 2020 15:30
Sie sind als Radikalfänger bekannt und sollen vorzeitige Alterung sowie Krankheitsentstehung verhindern. Die Rede ist von Antioxidantien, die in den unterschiedlichsten Lebensmitteln vorkommen und unsere Zellen schützen können.

Was sind Antioxidantien?

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die den Körper als Vitalstoffe vor Oxidation schützen können. Sie kommen insbesondere in Lebensmitteln wie Tomaten, Karotten, Blaubeeren oder Zitrusfrüchten vor und sind für den Körper unverzichtbar. Auch aus diesem Grund sollten Obst und Gemüse viel häufiger auf dem Speiseplan stehen. Im menschlichen Körper finden ununterbrochen Oxidationen statt. Die dabei entstehenden Sauerstoffverbindungen und freie Radikale setzen die Zellen unter oxidativen Stress, wodurch sie altern und krank werden können. Antioxidantien bilden ein körpereigenes Schutzsystem, welches diese Effekte abmildert. Weil sie die Reaktion mit Sauerstoff verhindern, gelten sie als Radikalfänger. Während der Körper einige Antioxidantien selbst herstellen kann, nimmt man andere vorwiegend über der Nahrung auf. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu beachten, dass nur Gerichte, die aus frischen Zutaten gekocht werden antioxidativ wirken können.

Wie helfen Antioxidantien gegen freie Radikale?

Freie Radikale sind instabile Moleküle auf der Suche nach Elektronen. Sie attackieren die Moleküle anderer Zellen und lösen Oxidationen aus. Damit können sie viel Schaden anrichten. Geschädigte Moleküle begeben sich daraufhin selbst auf Elektronenfang. Diese Kettenreaktion zerstört Zellmembranen und Proteine. Vermehren sich freie Radikale ungebremst, so entstehen auf diesem Weg Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes. Wieviel oxidativen Stress der Körper erlebt, hängt von den äußeren Umständen ab. Besonders hohe Oxidation entsteht durch:

  • Genussgifte
  • UV-Strahlen
  • Medikamente
  • Stress
  • exzessiven Sport

Antioxidantien verhindern als Schutznährstoffe, dass Körperzellen mit Sauerstoff reagieren. Zu diesem Zweck binden sie freie Radikale und stellen dadurch das körpereigene Gleichgewicht wieder her.

Worin sind welche Antioxidantien enthalten?

Grundsätzlich gilt im Hinblick auf Antioxidantien: Je bunter das Gericht, desto besser. Neben Gemüse und Obst enthalten insbesondere Gewürze und Kräuter antioxidativ wirkenden Verbindungen. So steckt beispielsweise

  • Polyphenol in dunkler Schokolade, Pfefferminze, Kaffee, Nelke, Kirschen, Beeren, Haselnüssen und grünem Tee.
  • Sulfid in Knoblauch und Zwiebelgemüse.
  • Phytoötsrogen in Soja und Getreide.
  • Selen in Leber, Fisch, Nüssen und Eiern.
  • Vitamin C in Zitrusfrüchten, Ananas, Kiwis, Mangos, Heidelbeeren, Brokkoli, Kohl und Petersilie.
  • Vitamin E in Pflanzenölen, Haferflocken, Vollkorn, Heidelbeeren, Eiern, Nüssen und Samen.
  • Betacarotin in Spinat, Karotten, Grünkohl, Aprikosen, Rucola, Fenchel, Roter Bete und Süßkartoffel.
  • Zink in Sesam, Haferflocken, Kürbiskernen, Quinoa, Mohn, Rindfleisch, Käse und Cashewnüssen.
  • Glutathion in Hefe, Fleisch, Blumenkohl, Kartoffeln, Spargel, Kürbis, Brokkoli und Wassermelone.

Die Liste erschöpft sich damit nicht. Grundsätzlich gilt: Je natürlicher die Ernährung, desto höher der antioxidative Wert. Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten dagegen kaum antioxidative Substanzen.

Wie viele Antioxidantien braucht man?

Was die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen betrifft, orientiert man sich am besten an den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Als empfohlen gelten demzufolge pro Tag beispielsweise

  • 95 bis 110 Milligramm Vitamin C.
  • 12- bis 14-Milligramm-Äquivalent Vitamin E.
  • 0,8- bis 1,0-Milligramm-Äquivalent Betacarotin.
  • 60 bis 70 Zentigramm Selen.
  • sieben bis zehn Milligramm Zink.

Von Antioxidantien als künstlich hergestelltes Nahrungsergänzungsmittel rät die Verbraucherzentrale eindringlich ab. In Form von Pillen, Brausetabletten und Tropfen werden entsprechende Supplemente in isolierter Form angeboten, können bei hoher Dosierung allerdings zu negativen Effekten führen. Auch ihre Gegenspieler, die Oxidantien, erfüllen im Körper einen Zweck – so beispielsweise Wasserstoffperoxid, der den Blutfluss erleichtert. In großen Mengen können eingenommene Antioxidantien ihre Gegenspieler vollständig neutralisieren und den Körper dadurch schwächen.

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