Datenschutz im Online-Casino: Betrüger lassen sich erkennen

Epoch Times2. August 2020 Aktualisiert: 11. August 2020 15:19
Das Internet bietet unzählige Möglichkeiten – und ebenso viele Gefahren, insbesondere für sensible, persönliche Daten. Wer bei seiner Freizeitgestaltung auf der sicheren Seite seien möchte, dem empfiehlt sich ein Blick in Nutzungsbedingungen und AGBs. Das gilt im Allgemeinen aber auch im Speziellen für Online-Casinos.

Wenn die Welt zusehends schrumpft, werden die Möglichkeiten immer größer. Das Smartphone in der Hosentasche kann alles, weiß alles und verbindet alles. Leider aber auch die falschen, denn das Internet ist weit mehr als Google, Facebook, Amazon und Wikipedia.

Es heißt, jede vierte E-Mail die jeden Tag durch das Internet „geistert“ hat einen unseriösen oder betrügerischen Hintergrund. Neben „klassischen Erpressungen“ – Wenn du nicht zahlst, verschlüsseln wir deine Daten oder veröffentlichen Manuskript XY – haben es Betrüger immer öfter auf wertvolle Daten abgesehen. Besonders beliebt, da einfach zu Geld zu machen, sind Kreditkarten- oder Kontodaten. Noch bequemer ist es natürlich, wenn Internetnutzer das Geld „freiwillig“ an dubiose Anbieter überweisen. Zum Beispiel über angebliche Online-Casinos.

(Daten-)Sicherheit im Online-Casino

Während in Monaco oder Las Vegas gut ausgebildete Sicherheitsleute dafür sorgen, dass niemand schummelt, muss ein Casino online unzählige Regelungen berücksichtigen, sei es für den Daten- oder Käuferschutz. Da im Internet Landesgrenzen zur Nebensache verschwimmen, lohnt sich nicht nur ein Blick auf die angebotenen Spiele und Boni, sondern auch auf die dahinter stehende Rechtsordnung. Nicht jedes in Deutschland betriebene Casino fußt auch auf deutschem Recht.

Empfehlenswert ist es zudem auf die verschiedenen Zahlungsmethoden zu schauen. Neben den Klassikern Überweisung oder Kreditkarte bieten immer mehr Casinos Zahlung via PayPal oder sogar mit Bitcoin an – wobei jede Methode wiederum eigenen Sicherheitsrichtlinien und gegebenenfalls bestimmten Bedingungen unterliegen. Letztere sind jedoch zu umfangreich, als dass man sie in zwei Absätzen zusammenfassen könnte.

Auch die Datenschutzbestimmungen vieler Online-Casinos füllen mehrere A4-Seiten. Ebenso umfangreich sind jedoch die Risiken, die sich im Internet verbergen: egal ob unseriöse Anbieter, nahezu perfekte Kopien bekannter Webseiten oder die leichtsinnige Ein- und Weitergabe von Daten. Während Regulierungsbehörden den ersten beiden entgegenwirken können, hilft ein aufmerksames Auge und ein gesunder Menschenverstand zu entscheiden, wo welche Daten benötigt werden und was man besser nicht weitergibt.

Wer online Geld (v)erspielen möchte, muss – nach dem gründlichen Studium der AGBs eines Online-Casinos – seine Zahlungsdaten angeben. Wer darüber hinaus gezwungen ist, Wohnort und Adresse anzugeben sollte stutzig werden. Ein seriöses Online-Casino wird seinen Kunden kaum Postkarten schicken.

Unseriöse Anbieter lassen sich erkennen

Wenn einige Angebote aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen – in Deutschland und Österreich ist die Regulierung des Glücksspiels Ländersache – nicht überall verfügbar sind, obliegt es dem Spieler auf die jeweils gültigen Regelungen zu achten und keine „ausländischen“ Angebote wahrzunehmen. Grundsätzlich gilt: Sollte ein neues Casino weder eine deutsche noch eine europäische Lizenz (zum Beispiel Malta) haben, ist es in Deutschland illegal!

Auch in den Datenschutzbedingungen gibt es Hinweise auf (un)seriöse Anbieter. In jedem Fall sollten AGBs, Datenschutz, Spiel-, Boni- und Auszahlungsbedingungen auf der Webseite des gewählten Casinos einfach zu finden sein. Der europäische Datenschutz verlangt zudem die Festlegung eines Datenschutzbeauftragten. Ebenfalls klar erkennbar sollte der Kontakt zum Betreiber sein – und dieser gut erreichbar sein. Mangelnder Kundenservice deutet wiederum auf Angebote, von den man die Finger lassen sollte.

Wer zudem nur „Weitergabe der Daten an Dritte“ schreibt, ohne diese alle – einzeln und namentlich – zu nennen, gibt Grund für einen prüfenden zweiten Blick. Sollten dabei weiter Unstimmigkeiten in der Spielauswahl, den Ein- und Auszahlungsbedingungen oder den verwendeten Algorithmen auftauchen, ist Vorsicht geboten. Seriöse Online-Casinos lassen sich freiwillig regelmäßig prüfen, um den hohen Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Entsprechende Prüfsiegel belegen die Kontrollen.

Letztendlich ist die Wahl des persönlichen Lieblingscasinos jedem selbst überlassen – egal ob am Strip in Las Vegas oder im Hosentaschenformat auf dem Handy. Zu Bedenken ist jedoch, dass auch der kleinste Bankvorteil ein Vorteil zugunsten des Casinos ist und jeder Spieler zu jeder Zeit verantwortungsvoll spielen sollte. Wenn Sie glauben, dass Sie oder Bekannte ein Problem mit dem Glücksspiel haben und womöglich illusorischen Gewinnen nachjagen, anstatt die Erfahrung  zu genießen, dann sollten Sie Hilfe suchen und annehmen.

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