Follower — Währung des Arbeitsmarktes und politische Einflussgröße

Epoch Times8. November 2018 Aktualisiert: 8. November 2018 16:52
Bereits seit Jahren nimmt die Bedeutung der sozialen Medien zu. Aus einer Idee des Zeitvertreibs entwickelten sie sich zu einem großen Berufsfeld, auf dem viel Geld verdient werden kann.

Besonders wichtig dafür ist eine große Zielgruppe, die mit den eigenen Beiträgen in Kontakt kommt. Doch worauf basiert diese Form des Verdiensts, die unsere Arbeitswelt in den kommenden Jahren immer mehr bestimmen könnte?

Werbewirksame Möglichkeiten

Tatsächlich sind die Zielgruppen interessant, da sie zum Ziel großer Werbekampagnen werden können. Dies liegt zunächst an der thematischen Selektion der Nutzer. Ein Blogger, der sich etwa dem Thema des Sports verschrieben hat, zieht im Laufe von Monaten und Jahren andere Nutzer an, die sich für genau dieses Thema interessieren. Damit ist ein Kontaktpunkt geschaffen, den in der Folge auch das Marketing im eigenen Sinne nutzen kann. Schließlich bietet sich die Gelegenheit, die eigene Werbung ganz genau auf diesen Schnittpunkt zuzuschneiden.

Darüber hinaus mangelt es bei den verschiedenen Plattformen im World Wide Web nicht an Tools für die genaue Analyse der Kurse. So ist es unter dem Strich möglich, sehr viele verschiedene Daten zu den Nutzern zu sammeln, auf welche die Angebote letztlich zugeschnitten werden können.

Ein langer Anlauf

So attraktiv es scheint, mit dieser Form der Selbstdarstellung Geld verdienen zu können, so schwer ist der Weg dorthin. Vielen erfolgreichen Influencern gelingt es erst im Laufe der Jahre, eine nennenswerte Zielgruppe aufzubauen. Was sich später mit ansehnlichen Summen auszahlt, ist die lange Vorarbeit. Wer sich das Ziel setzt, mehr Instagram Likes für das eigene Profil zu sammeln, kann diese auch käuflich erwerben. Auch Instagram Follower lassen sich auf diese Weise schneller generieren. Diese künstliche Vergrößerung der Zielgruppe kann eine Kettenreaktion in Gang setzen, die im Sinne des Schwarmeffekts schließlich mehr reale Nutzer zum eigenen Profil hinzieht.

Subtil oder offensichtlich?

Längst spielen nicht mehr nur finanzielle Argumente im Bezug auf die Zielgruppen in den Sozialen Medien eine Rolle. Zum ersten Mal wurde am Präsidentschaftswahlkampf 2016 in den USA deutlich, welchen Einfluss das Internet auf den Ausgang politischer Entscheidungen haben kann. Die beiden Kontrahenten bemühten sich sehr früh, um auch im digitalen Raum eine große Basis aufbauen zu können. Diese diente in der Folge als Grundlage, um die eigenen Anliegen durchzubringen. Da dabei offensichtlich auf sogenannte Bots aktiv waren und die Geschicke beeinflussten, wurden schnell Rufe nach neuen Regelungen und Gesetzen auf diesem Bereich laut. Doch bis zu diesem Zeitpunkt ist es keinem Staat gelungen, hier durch die Legislative neue Impulse zu setzen, um einen solchen Einfluss zumindest in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu verhindern.

Nicht nur der Kampf um neue Kunden wird in Zukunft also immer mehr in den sozialen Medien ausgetragen werden. Es liegt auf der Hand, dass die Plattformen in der Folge auch für politische Prozesse eine große Rolle spielen. Genau aus dem Grund ist es von großer Bedeutung, zu einem geordneten Umgang mit diesen neuen Möglichkeiten zu finden. So legitim es für Wahlkämpfer sein sollte, sich dieser Möglichkeit zu bedienen, so klar müssen die Regeln sein, welche den Umgang mit den neuen digitalen Möglichkeiten genau festsetzen.

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