Optimal Stromanbieter vergleichen mit dem Tarifwecker

Epoch Times25. November 2017 Aktualisiert: 25. November 2017 0:08
Der Strommarkt ist in Bewegung. Es lohnt sich, die Stromanbieter regelmäßig zu beobachten, denn regelmäßig gibt es neue, günstige Angebote und neue Stromtarife.

Viele Strompreisrechner im Internet bieten praktische Preisvergleiche an. Mit Hilfe eines speziellen Tools, das automatisch passende Tarife erkennt, verpasst keiner mehr die günstige Gelegenheit zum Wechseln.

Die Wünsche der meisten deutschen Stromkunden sprechen für sich: 65 Prozent möchten gerne jedes Jahr Stromkosten sparen. Nach einem Stromanbieterwechsel können die Kunden in der Regel nur im ersten Jahr sparen, so dass im neuen Jahr erneut ein Vergleich ansteht – und vermutlich ein erneuter Wechsel. Um genau dieses Problem zu umgehen, gibt es den Tarifwecker von stromvergleich.de.

Dieser Tarifwecker funktioniert wie ein kostenloser Erinnerungs- und Wechsel-Service. Dabei sind zwei sogenannte Weck-Optionen im Angebot. Mit der ersten All-inclusive-Option kann automatisch gemäß den eigenen Vorlieben der Wechsel zum günstigeren Anbieter erfolgen. Zwei Wochen vor einem Wechsel bekommen die Kunden eine Nachricht per Mail oder Telefon, um die aktuellen persönlichen Daten zu prüfen.

Mit der zweiten „Weck-Option“ sendet das Programm rechtzeitig vor Ende der Kündigungsfrist eine Erinnerungsmail mit dem Link der aktuell durchgeführten Suchergebnisse. Hier kann jeder Kunde aktiv selbst entscheiden, ob überhaupt ein Wechsel stattfindet.

Stromanbieter wechseln leicht gemacht

Strom ist und bleibt ein teures Gut, so dass Fachleute zur Beobachtung des Marktes und zum regelmäßigen Wechsel raten. Egal, ob günstiger herkömmlicher Strom oder Ökostrom – um einen sinnvollen Wechsel zum aktuell genutzten Tarif zu vollziehen, sind diese Schritte nötig:

  1. Zuerst muss der aktuelle Jahresverbrauch klar sein. Dieser ist auf der letzten monatlichen oder jährlichen Stromabrechnung zusammengefasst. Mit Hilfe der Online-Strompreisrechner geht der Preisvergleich unkompliziert vonstatten. Die Angabe der eigenen Verbrauchswerte pro Jahr, die Anzahl der Personen im Haushalt und die genaue Postleitzahl sind die Basis zum optimalen Vergleich.

  2. Steht nach genauem Vergleich der günstigere Anbieter fest, ist der neue Stromvertrag zu unterzeichnen. Dazu muss der Wechselwillige den Namen des noch bestehenden Stromlieferanten, die Kundennummer (steht auf der Jahresabrechnung) und die derzeitige Zählernummer (Aufkleber am Stromzähler) eingeben.

  3. Die Kündigung des Stromvertrages beim alten Betreiber übernimmt – mit Hilfe einer Vollmacht – dann der neue Stromanbieter. Es folgt eine Abschlussrechnung und eine Kündigungsbestätigung.

Der Wechsel des Stromanbieters ist so in weniger als einer Stunde möglich. Für die Verbraucher, die eine Mindestvertragslaufzeit haben, kann der Startpunkt für den neuen Anbieter zeitlich etwas in die Ferne rücken.

Noch mehr Strom zu sparen, funktioniert so

Selbst wenn der günstigste Tarif für den eigenen Anspruch und Bedarf gefunden wurde, besteht die Möglichkeit noch mehr Geld zu sparen, indem im Haushalt ein wacher Blick auf den Verbrauch fällt. Jeder Stromkunde ist gut beraten, sich zum Beispiel bei Verbraucherzentralen über die Möglichkeiten des Energiesparens zu informieren (vgl. verbraucherzentrale-energieberatung.de).

Fast ein Drittel aller Energiekosten im Haushalt stammen aus dem Stromverbrauch. Die Stromkosten entwickeln sich für viele zu einer zweiten Miete. Nach neuesten Erhebungen hat sich der Strompreis seit Anfang 2000 für Privathaushalte bereits mehr als verdoppelt.

Jeder Mieter oder Wohnungsbesitzer kann seinen eigenen Stromverbrauch reduzieren. Nur mit einer regelmäßigen Kontrolle kann der Verbraucher beurteilen, ob der Konsum allein oder die Preise des Anbieters die Stromrechnung in die Höhe treiben. Wer auf ein paar Faktoren achtet, kann deutlich Kosten und Energie einsparen:

  • Energieeffiziente Geräte helfen, Stromkosten zu senken. Durch den bewussten Umgang mit Elektrogeräten kann jeder dazu beitragen. Die Kategorisierung von Energieeffizienzklassen auf Elektrogeräten mit Kennzeichnung durch das EU-Energielabel zeigt bereits beim Neukauf an, wie viel Energie das Gerät künftig braucht. Eine kleine Siegelkunde gibt es unter umweltbundesamt.de.

  • Öfter mal den Stecker ziehen … Was viele nicht wissen: Im Leerlauf oder im Stand-By-Modus verbrauchen viele Elektrogeräte weiter Strom. Dies können Verbraucher vermeiden, indem sie den Gerätestecker ziehen oder eine abschaltbare Steckerleiste verwenden.

  • Haushaltsgeräte sparsam einsetzen. Ein Küchenherd, eine Waschmaschine und ein Kühlschrank befindet sich in jedem Haushalt. Mit jedem dieser Geräte lässt sich bei bedachtem Einsatz bares Geld sparen.

Herd: Generell ist ein Keramikfeld etwa zehn Prozent sparsamer als ein Gussplattenherd, weil beim Vorwärmen weniger Energie verloren geht. Noch energiesparender ist ein Induktionsherd. TIPP: Mit dem Wasserkocher und nicht auf dem Herd Teewasser kochen!
Kühlschrank: Die Kühlschranktür möglichst kurz öffnen, Speisen erst abkühlen lassen vor dem Reinstellen und regelmäßig das Gefrierfach abtauen, denn eine dicke Eisschicht frisst zusätzlich Energie.

Waschmaschine: Hier besteht die größte Möglichkeit zu sparen in der Temperaturwahl. Normal verschmutzte Wäsche wird in der Regel bei 30 Grad Waschtemperatur sauber. In der Regel wäscht eine ausreichend gefüllte Maschine günstiger als eine halbleere. Die passende Füllmenge ist stromsparender als ein Sparprogramm.

Sparen bei Ökostrom?

Die Entwicklung auf dem deutschen Strommarkt bringt künftig finanzielle Veränderungen mit sich: So kommen beispielsweise Offshore-Windkraftanlagen bald ohne öffentlichen Subventionen aus. Das bedeutet, dass Strom günstiger werden könnte.

Die Entscheidung zu grünem Strom zu wechseln, ist natürlich nicht nur eine Frage des Geldes, sondern der Einstellung. Viele Verbraucher sind bereit, etwas mehr Geld für Ökostrom auszugeben. Ökologisch produzierter Strom muss allerdings nicht automatisch teurer sein als herkömmlich produzierter.

Und: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Unter Umständen wird Atomstrom oder aus Kohle-Kraftwerken produzierter Strom als „grüner“ Strom angeboten. Die RECS-Zertifikate („Renewable Energy Certificate System“) werden an Erzeuger weiter gegeben, die Energie aus regenerativen Quellen produzieren. Allerdings können sie diese Zertifikate an Stromversorger weiter verkaufen.

Dies kann jeder Interessent vermeiden, indem er zu einem reinem Ökostrom-Anbieter wechselt oder nur Strom mit anerkanntem Ökostromsiegel kauft. Reine Ökostrom-Anbieter bieten ausschließlich Strom von regenerativen Energiequellen an (Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Sonnenenergie und Geothermie). Hier lohnt sich ein Stromvergleich. Mit ökologischem Gewissen und der persönlichen Bereitschaft, Energie im eigenen Haushalt zu sparen, kann jeder Stromkosten sparen – ob Ökostrom oder nicht. (mz)

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