Rentenlücke erkennen und beseitigen

Epoch Times21. November 2018 Aktualisiert: 21. November 2018 15:00
Im Alter den Lebensstandard halten - das ist ein Wunsch, den wohl jeder für seine Rentenzeit hat. Doch die gesetzliche Rente wird dafür bei den meisten nicht ausreichen. Im Folgenden eine Anleitung mit der man in fünf einfachen Schritten die mögliche private Rentenlücke berechnen und somit effizient beseitigen kann. Denn nur wenn man weiß, wie viel Geld man im Alter benötigen, kann man auch auf diesen Betrag hin aktiv werden.

Wie viel Geld braucht man im Alter?

Diese Frage stellen sich, in diesem direkten und schonungslosen Wortlaut, wohl die wenigsten. Denn dann muss man sich mit dem Alter auseinandersetzen, und darüber hinaus mit Geld, Steuern, Inflation und dem negativ belasteten Thema Rente. „Der Trick ist, das ganze Thema in fünf einfache Schritte herunter zu brechen“, rät Sven Thieme von der Competent Investment Management GmbH. „Wer Schritt für Schritt die eigene Rentenlücke erkennt und auf etwaige Eurobeträge berechnet, kann schon frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.“ Er hat einen Fünf-Stufen Plan für die Berechnung ausgearbeitet, sowie weitere Zusatztipps:

Die Eingangsfrage sollte man als erstes angehen und so nüchtern betrachtet wie möglich beantworten. Es geht dabei rein um Zahlen, die sich aus monatlichen Ausgaben ergeben. Dabei haben Rentner den Vorteil, dass einige Fixkosten wegfallen, die noch während der Erwerbstätigkeit notwendig waren. Zum Beispiel sind die Fahrtkosten für den Arbeitsweg kein Thema mehr. Einige Versicherungen können wegfallen.

Bei Selbstständigen wird die Umsatzsteuer sinken, wenn nicht gar wegfallen sobald sie keine Rechnungen mehr stellen. „Stellen Sie sich einen Monat in Ihrem Rentenleben vor und zählen Sie alle aufkommenden Ausgaben zusammen“, sagt Sven Thieme und gibt zu bedenken: „Ist das Haus oder die Eigentumswohnung abgezahlt, dann fallen im Alter auch diese Kosten weg.“

Zweitens – Welche Zahlungseingänge kann ich erwarten?

Logischerweise kommen nach den zu erwartenden Ausgaben, bei denen man auch gern einen Puffer für unerwartete Reparaturkosten, krankheitsbedingte Aufwendungen und dergleichen beachten können, die finanziellen Eingänge. Die zu erwartende gesetzliche Rente finden man dabei in der jährlichen Renteninformation der Rentenversicherung. Dazu addiert man in diesem zweiten Schritt die Zahlungseingänge aus der Betriebsrente, mögliche Mieteinnahmen, abgeschlossene Sparverträge und Sparpläne.

„Rechnen Sie in das Einkommen bzw. das fürs Alter verfügbare Vermögen auch bereits gebundene Mittel ein. Dazu können Immobilien oder auch Gold in Form von Barren und Münzen zählen“, gibt Sven Thieme als Tipp. Das Problem dabei ist nur, dass Kurse und Preise sich bei vielen Anlagen schnell ändern können – zum Positiven wie zum Negativen. Ein weiteres Problem ist die Inflation. Schaut man beispielsweise 20 Jahre in die Zukunft, dann hat eine Rente von 2.000 Euro bei 2% bis 2,5% Inflation pro Jahr eine Kaufkraft von heutigen 1.205 bis 1.335 Euro.

Drittens – Steuern beachten, auch wenn es schwierig scheint

Die Rente und andere Einkünfte im Alter sind nicht frei von der Steuerberechnung. Neben reinen Steuern sind auch im Ruhestand noch Sozialabgaben abzuführen. Dabei wirkt das Thema schwierig, weil sich die Steuerbelastung des Rentenkapitals nach Rentenart sowie auch dem Zeitpunkt des Renteneintritts richtet. „Positiv sollten Sie dabei sehen, dass bereits 2018 der Grundfreibetrag für die Summe der verschiedenen Einkünfte bei ca. 9.000 Euro pro Jahr liegen“, gibt Sven Thieme zu bedenken.

Um bereits jetzt voraus zu planen, sollte man also Einkünfte aus privaten Rentenversicherungen, Betriebsrenten und Sparverträgen erst einmal auf deren Summe pro Jahr hin prüfen. Sollte sich ein Überschuss ergeben, dann gelten aktuell als Richtlinie folgende Zahlen: Abgaben für Pflege- und Krankenversicherung von 12% sind von der gesetzlichen Rente abzuziehen. Für betriebliche Renten sollte ein Satz von 19% angewendet werden. So schafft man sich  schon einmal einen Überblick über die Abgaben, die für die Rente zu beachten sind.

Viertens – Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung aufstellen

Bevor es nun daran geht, eine vermeintliche Rentenlücke zu schließen, sollte man prüfen, ob sich eine solche überhaupt ergibt und wie groß sie ist. Dafür geht man die ersten drei genannten Schritte durch und stellt folgende Rechnung auf:

  • Die erwartete gesetzliche Rente
  • + Betriebsrente
  • + Riesterrente
  • + Mieteinnahmen oder andere Einnahmen im Alter
  • + Bereits vorhandene Rücklagen oder Sachwerte
  • – Inflation bis zum Renteneintritt (2-2,5% p. a.)
  • = Zwischensumme
  • – Krankenversicherung und Pflegeversicherung
  • – Steuern (falls nötig)
  • = Monatliche Mittel im Alter

Den zuletzt ermittelten Betrag vergleicht man nun mit dem im ersten Schritt ermittelten Finanzbedarf pro Monat. Ergibt sich aus der Berechnung der monatlichen Mittel minus dem monatlichen Bedarf ein negativer Wert, dann ist dies die Rentenlücke. Bleibt der Betrag positiv, dann muss man sich theoretisch keine Sorgen machen.

Fünftens – Die Rentenlücke mit einer Altersvorsorge schließen

Hat die Berechnung aufgezeigt, dass die Rente sowie die sonstigen, im Alter zu erwartenden Einnahmen nicht für die berechneten Ausgaben ausreichen, dann wird es Zeit für eine Altersvorsorge. „Für viele Menschen kann der Gang zur Bank dabei ernüchternd sein“, meint Sven Thieme von der Competent Investment Management GmbH. „Niedrige Zinsen und unattraktive Sparpläne sorgen immer häufiger dafür, dass sich private Anleger nach anderen Lösungen umsehen.“

Und diese Lösungen bietet, nebst konventionellen Angeboten, die Competent Investment Management GmbH. Die Profis für Altersvorsorge, Inflation und Finanzen erstellen für ihre Kunden eine Ist-Analyse und entwicklen daraus das passende Sparkonzept. Dabei werden Geldanlagen und Versicherungen genauso wie Immobilien und dafür mögliche Förderungen nebst Edelmetallen als Anlage in Betracht gezogen. Letzteres aber nicht als Gold-, Silber- oder Platin-Barren, sondern als Investition in Fonds, die aktuelle Werte abbilden und damit auch mittel- bis kurzfristig eine lukrative Anlage bieten.

Zusatztipps zum Thema

Die oben beschriebene Berechnung ist das A und O bei der Feststellung einer möglichen Rentenlücke im Alter. Wer seine Rente aus- und aufbessern möchte, sollte so früh wie möglich zu Zettel und Stift greifen, um die entsprechenden Zahlen gegenüber zu stellen. Wird dann ein Fehlbetrag für die Haltung des Lebensstandards im Alter festgestellt, gilt es ebenfalls frühzeitig eine passende Maßnahme zu finden, um gegen zu steuern.

Mit ausreichend Vorlauf können langfristige Lösungen wie Lebensversicherungen oder der Ausbau einer historischen Immobilie mit entsprechender Förderung genauso greifen wie später zusätzlich aufgenommene Aktien- und Fondsgeschäfte. Wer als Privatperson im Angebotswust nicht durchzusehen vermag, kann sich professionelle Hilfe holen. „Schon alleine die anfängliche Analyse der Fachleute kann helfen“, gibt der Profi zu bedenken. „Wird dann auch noch ein vielversprechendes Konzept angeboten, welches die Rentenlücke schließt – warum diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen?“

Fazit zu Rentenlücke und Altersvorsorge

Mit immer unsichereren Renten und weiter gen Null sinkenden Zinsen bei gleichbleibender Inflation und Steuerlast ist eine Rentenlücke bei den meisten Menschen abzusehen. Deshalb empfiehlt es sich, so schnell wie möglich eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung für den Ruhestand aufstellen. Spar- und Anlagemöglichkeiten abseits der klassischen Lebensversicherung oder dem Sparbuch können dann die Lösung sein, um zu erwartende Fehlbeträge auszugleichen. Mit professioneller Hilfe kommen natürlich erst einmal Beratungs- und Vermittlungskosten dazu, diese können sich im Laufe der Zeit aber mehrfach rechnen.

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