Bücher.Foto: iStock

Unternehmen müssen im Zuge der digitalen Globalisierung multilingual aufgestellt sein

Epoch Times15. Oktober 2020 Aktualisiert: 15. Oktober 2020 16:42
Technische Entwicklungen führen dazu, dass uns unser Planet immer kleiner erscheint. Große Distanzen, für die in früheren Zeiten monatelange Reisen unternommen werden mussten, können heutzutage innerhalb weniger Stunden mit dem Flugzeug oder der Hochgeschwindigkeitsbahn bewältigt werden.

Doch dank der aktuelle Kommunikationsmöglichkeiten ist das oftmals gar nicht mehr nötig: Mittels geeigneter Videokonferenz-Software erscheint der Geschäftspartner aus Amerika oder Asien nur wenige Meter entfernt zu sein. Das einzige Hindernis bei der erfolgreichen Anbahnung und Abwicklung von internationalen Geschäften stellt jedoch oftmals immer noch die Sprache dar.

Deutsch ist keine Weltsprache

Obwohl wir es uns selbst oft und gerne einreden: Deutsch gehört nicht gerade zu den Sprachen, die im internationalen Business sehr weit verbreitet sind. Anders als beispielsweise Mandarin (Chinesisch), Französisch, Russisch, Spanisch und Arabisch ist es auch bei den Vereinten Nationen keine offizielle Amtssprache.

Die häufigste Muttersprache ist mit Abstand Chinesisch. Fast eine Milliarde Menschen lernt diese Sprache als Erstsprache im Kindesalter. Insgesamt gibt es etwa weitere 100.000 Menschen, die diese Sprache ebenfalls beherrschen.

Als Weltsprache Nummer eins in der Diplomatie und bei Wirtschaftsbeziehungen gilt aber immer noch Englisch. Obwohl nur knapp 400 Millionen Menschen diese Sprache als Muttersprache erlernt haben, sprechen insgesamt knapp 1,5 Milliarden Englisch, weil sie es in der Schule oder im Berufsleben erlernt haben.

Im Vergleich dazu sehen die Zahlen bei der Sprache Deutsch bescheiden aus. Etwa 105 Millionen Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Liechtenstein lernen die Sprache kurz nach ihrer Geburt. Rund 80 Millionen weitere Menschen erlernen Deutsch ebenfalls im Laufe ihres Lebens.

Internationale Geschäfte erfordern Professionalität

Wer im heutigen Geschäftsleben international erfolgreich sein will, muss sich dafür auch entsprechend aufstellen. Das bedeutet nicht, dass für Geschäfte im asiatischen Raum automatisch Japanisch, Koreanisch oder Chinesisch erlernt werden muss. Aber zumindest sollte eine gewisse Vertrautheit mit allgemeinen Floskeln und mit den Gepflogenheiten der Bewohner vorherrschen, um Fettnäpfchen zu vermeiden.

Entscheidend sind nicht nur die eigenen Kenntnisse, sondern vor allem ein Team mit unterschiedlichen Profis, die im Bedarfsfall weiterhelfen können, damit ein lukratives Geschäft zustande kommen kann. Dazu zählt unter anderem auch ein professionelles Übersetzungsbüro, das seinen Klienten erstklassige Übersetzungen von Fachtexten und Unterstützung bei der internationalen Kommunikation bietet.

Wer vorhat, mit einem oder mehreren Unternehmen aus einem bestimmten Land eine regelmäßige Geschäftsverbindung ins Leben zu rufen, sollte darüber nachdenken, Mitarbeiter aus den jeweiligen Ländern einzustellen. Auch wenn es viele nicht zugeben möchten oder rational erklären können: Die Ähnlichkeit sorgt dafür, dass die Bereitschaft, Geschäfte zu tätigen, erheblich steigt.

Darüber hinaus stellt die Multikulturalität eine Bereicherung für jedes Unternehmen dar. Eine hohe Diversität in der Belegschaft sorgt laut Studien beispielsweise für eine erhöhte Innovationsfähigkeit. Wer Vielfalt fördert, bekommt als Gegenleistung also viele neue Ideen und Sichtweisen. Das ist gerade in Zeiten der digitalen Globalisierung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Erstaunlich, dass trotzdem immer noch so viele Unternehmen in unseren Breitengraden darauf verzichten: Eine Studie von Ernst & Young hat ergeben, dass zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland noch keine Anstrengungen in diese Richtung unternommen haben.

Auch wenn es in letzter Zeit sehr modern geworden ist, dass der Globalisierung von führenden Politikern eine Absage erteilt wird: Die Praxis sieht ganz anders aus. Der globale Handel nimmt stetig zu und deutsche Unternehmen haben die Entscheidung selbst in der Hand, ob sie sich jetzt dafür mit einem multilingualen Hochleistungsteam professionell aufstellen oder lieber weiter kleine Brötchen mit ausschließlich deutschsprachigen Geschäftspartnern backen möchten.


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion