Verluste bei Kryptowährungen: Sind diese in Zeiten von Corona noch sicher?

Epoch Times23. März 2020 Aktualisiert: 23. März 2020 9:06
Wie viele andere Assets auch, mussten zahlreiche Kryptowährungen aufgrund der Corona-Krise herbe Verluste hinnehmen. Somit stellt sich die Frage, ob es in Zeiten der Pandemie sinnvoll ist, Kryptowährungen im Portfolio zu haben.

Wie im Wesentlichen nicht anders zu erwarten war, haben die großen Kryptowährungen aufgrund der Corona-Krise kürzlich noch einmal deutlich im Wert nachgegeben. Sie reihen sich damit ein in die lange Liste der Assets, die vor der sich zuspitzenden Pandemiesituation kapitulieren mussten. Konkret notiert der Bitcoin derzeit bei einem Wert von etwa 5375 €, nachdem er vor gut einer Woche noch über 7000 € wert war. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei Ethereum und Ripple. Somit stellt sich die Frage, wie es mit den Kryptowährungen weitergehen wird, und ob es sich lohnt, diese weiterhin im Portfolio zu halten.

Entwicklung der Kurse von Bitcoin, Ethereum und Ripple

Zu den bekanntesten Kryptowährungen zählen der Bitcoin, Ethereum und Ripple. Alle drei mussten kürzlich aufgrund der Corona-Krise herbe Verluste verkraften. Bildquelle: WorldSpectrum / pixabay.com

In Zeiten niedriger Zinsen auf der Bank sind immer mehr Menschen auf der Suche nach alternativen Anlageformen, zu denen neben Aktien, Fonds und beispielsweise Rohstoffen auch Kryptowährungen wie der sagenumwobene Bitcoin gehören. Aufgrund der sich ausweitenden Corona-Krise in Deutschland gaben kürzlich jedoch nahezu sämtliche zur Verfügung stehende Assets der immensen wirtschaftlichen Drucksituation nach.

Konkret begann der Bitcoin am 5. März 2020 seine neuerliche Talfahrt, nachdem er an diesem Tag noch bei ca. 8472 € notiert hatte. Was folgte war ein kleiner Rutsch auf etwa 7359 € am 10. März, gefolgt von einem weiteren großen Einbruch einen Tag später, der den Bitcoin auf 4769 € absinken ließ.

Derzeit notiert die bekannteste aller Kryptowährungen bei 5405 €. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Ethereum und Ripple, die nahezu zu denselben Zeitpunkten einbrachen. Ethereum notiert aktuell bei rund 117 €, während der Ripple-Kurs bei ca. 0,143 steht.

Assets werden auf längere Sicht unter dem Abgabedruck leiden

Dies hat zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen, die sich jetzt in ihrer Annahme bestätigt fühlen, dass Kryptowährungen anlagetechnisch nichts taugen. Doch entspricht dies wirklich der Realität?

Häufig liegt dem Ganzen lediglich ein Missverständnis zugrunde. Es gibt im Internet zahlreiche Seiten wie beispielsweise www.kryptopedia.org auf denen sich Einsteiger in Sachen Kryptowährungen zunächst einmal umfassend einlesen können. In modernen Lexika wird initial deren Funktionsweise erörtert, verbunden mit den Vorteilen, die diese zu bieten haben. Dazu gehören zum Beispiel schnelle und sichere Transaktionen und die Ausklammerung von Mittelsmännern.

Fakt ist wie erwähnt, dass nicht nur die Kryptowährungen einbrachen, sondern der Abgabedruck praktisch sämtliche Assets betrifft. Realistisch betrachtet ist es je nach Fortdauer der Corona-Krise nicht auszuschließen, dass es zu einem drastischen Schuldenschnitt und gegebenenfalls zu einer Währungsreform kommen wird, gerade wenn Staatspleiten bevorstehen, die selbst durch die EZB nicht mehr abgewendet werden können.

Warum sich Kryptowährungen im Portfolio lohnen können

Gerade dann, wenn es soweit kommt, gibt es prinzipiell nur wenige Möglichkeiten, das eigene Vermögen die Krise überstehen zu lassen. Eine davon ist ein Investment in Edelmetalle und die zweite könnte der „alternative Hafen“ der Kryptowährungen sein – insbesondere, wenn Immobilienpreise stark sinken und auch die Nachfrage nach Sachwerten immens abnimmt.

Ein weiterer, diese These stützender, Faktor ist die Tatsache, dass der Handel mit Kryptowährungen grundsätzlich nur schwerlich komplett einschränkbar wäre. Grund hierfür ist die Existenz etlicher dezentralisierter Handelsplattformen, die dies nicht betreffen würde.

Zwar besitzen Kryptowährungen naturgemäß eine hohe Volatilität, allerdings wurden sie in den Jahren nach der Finanzkrise von 2007-2009 gerade als Antwort auf eine unsichere Zukunft entworfen. Des Weiteren ist es unwahrscheinlich, dass es z.B. zu einem Verbot des Besitzes von Kryptowährungen kommt oder dazu, dass die gesamte Blockchain gehackt wird. Eine gewisse Sicherheit bieten Kryptos somit, doch wo die Reise hingeht, kann nur die Zukunft zeigen.

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