Was tun? – Mitarbeiter schwindeln, wenn es um das Thema Kurzkrankheit und Spesenabrechnungen geht.

Epoch Times22. Oktober 2018 Aktualisiert: 22. Oktober 2018 16:40
Unternehmen, die Außendienstmitarbeiter beschäftigen und Handwerksbetriebe kennen die Problematik zu gut:

Unternehmen, die Außendienstmitarbeiter beschäftigen und Handwerksbetriebe kennen die Problematik zu gut: Der Außendienstler reicht auffällige Quittungen ein und rechnet hohe Spesen ab. Handwerksbetriebe haben die Problematik eher im Krankenstand ihrer Mitarbeiter. Die Krankheitstage sind kurz genug, damit kein Krankenschein erforderlich wird, dafür aber reichlich und gut verteilt. Schnell kommt der Gedanke auf, dass die Angestellten während der Arbeitszeit dazuverdienen oder dass die Außendienstmitarbeiter und Angestellte auf Geschäftsreisen Vergnüglichkeiten auf Kosten der Firma buchen. Aber was kann dagegen getan werden? Die Beauftragung eines Detektivs kann helfen, wie dieser Artikel zeigt.

Welche Betrugsfälle sind denkbar und gängig?

Grundsätzlich sollte ein Arbeitgeber nicht hingehen und gleich jeden Mitarbeiter verdächtigen, der einen Tag krank ist oder der eine höhere Spesenquittung eingereicht hat. So etwas darf immer mal passieren, es sollte nur nicht zu häufig vorkommen. Aufzuhorchen gilt es eher bei folgenden Fällen:

  • Häufige Kurzkrankheiten – diese Angestellten sind in jeder Firma anzutreffen. Sie machen zwischendurch immer wieder einen Tag krank, gerne passend vor oder nach dem Wochenende. Manchmal bleiben die Mitarbeiter auch zwei Tage zu Hause – genau so lange, wie sie keinen Krankenschein vorlegen müssen.

  • Kurzkrankheiten und Krankenschein – kommen die kurzen Fehltage häufiger vor und schließt sich zwischendurch immer mal ein Krankenschein von einer oder zwei Wochen an, sollte auch aufgehorcht werden.

  • Außendienst – passen die Abrechnungen nicht zu den angegebenen Fahrten? Werden häufiger Hotelübernachtungen genutzt und somit ein weiterer Abwesenheitstag genutzt, obwohl die Strecke die gleichtätige Heimkehr erlaubt?

  • Dienstwagen – auch rund um den Dienstwagen gibt es Betrugstücken. Und zwar dann, wenn der Dienstwagen ausschließlich für Dienstfahrten vorgesehen ist und der Mitarbeiter ihn nicht für private Zwecke nutzen darf.

Im ersten Schritt sollte ein Unternehmer stets hingehen und den Arbeitnehmer freundlich, doch bestimmt, auf die Sachlage ansprechen. Schon so mancher Unternehmer durfte mit Erschrecken feststellen, dass sein Mitarbeiter krank fehlte, weil er vom Partner verlassen wurde und die Großeltern aufgrund eines Schlaganfalls aktuell nicht aufs Kind aufpassen können. Die Vorgehensweise war zwar trotzdem falsch, doch reagiert jeder Chef in solchen Fällen anders, als bei der Erhärtung seines Betrugsverdachts.

Besonders häufig kommt das nebenher Arbeiten natürlich in Handwerksbetrieben vor. Die Mitarbeiter führen ihre Schwarzarbeit nun während der eigentlichen Arbeitszeit aus und erhalten doppelt Geld. Doch auch in anderen Betrieben ist dieses Szenario nicht unmöglich.

Was können Detekteien tun?

Seriöse Detekteien, wie z.B. die Lentz Gruppe® die u.a. auch als Detektei in Bonn hier und deutschlandweit operativ tätig ist haben jahrzentelange Erfahrung und wissen, wie welche Beweise zu sichern sind und was verboten und was erlaubt ist. Schon aus diesem Grund können sie die Betrugsfälle im Arbeitsrecht wesentlich schneller, effektiver und nachhaltiger aufklären und beweisen. Zugleich haben sie die notwendigen Mittel und verfügen über das Wissen, was genau dem Mandanten in der jeweiligen Situation vor dem Arbeitsgericht wirklich hilft!

  • Recherche – bevor es an eine womögliche Beobachtung geht, recherchiert ein Detektiv den verdächtigen Arbeitnehmer. Gerade blaumachende Handwerker, die während der Arbeitszeit schwarzarbeiten, lassen sich online mit Geschick ausfindig machen. Zumeist schalten sie nämlich in den Kleinanzeigen und auf Portalen eine Anzeige, auf die sich ein Detektiv natürlich melden kann. Aber auch Außendienstler oder Angestellte mit Dienstwagen, die mit diesem privat prahlen, lassen sich über die sozialen Netzwerke oft mit erschreckender Leichtigkeit finden.

  • Beschattung – um den Verdacht zu belegen, gibt es natürlich mehrere Wege. Einer davon ist die Beobachtung. Ein Team von Detektiven beobachtet den Mitarbeiter und prüft, ob seine Angaben stimmen oder nicht. Dies funktioniert besonders gut bei kranken Mitarbeitern, deren Krankheit infrage gestellt wird, oder Mitarbeitern im Außendienst deren tatsächliche Arbeitsleistung fraglich ist.

  • Überregionale Optionen – müssen Angestellte auf Dienstreisen oder im Außendienst überwacht werden, damit die Spesenquittungen kontrolliert werden können, haben Detekteien die Möglichkeit, unauffällig auch diese Angaben gesetzeskonform zu prüfen.

Natürlich müssen sich auch Detekteien an die geltenden Gesetze halten. In den meisten Fällen bedeutet das ausreichende Beweise zu sichern, damit der Auftraggeber rechtliche Schritte gegen den Mitarbeiter einleiten kann. Wird Schwarzarbeit aufgedeckt, kann der Detektiv natürlich selbst Anzeige erstellen.

In vielen anderen Fällen können Detektive sogar beschuldigte Mitarbeiter entlasten und somit zu einer für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung beitragen.

Was sollte bei der Wahl einer Detektei beachtet werden?

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Sofern ein Unternehmer die Detektei rein aus beruflichen Gründen beauftragt, kann er die Kosten für die Beauftragung vollständig von der Steuer absetzen. Die Detekteirechnung gilt nun als gewöhnliche Betriebsausgabe. Dennoch sollte geschaut werden, welche Detektei die richtige für das Unternehmen ist:

  • Beratungsgespräch – das sollte möglichst individuell und als Erstberatung anonym und ohne Verpflichtung am Telefon stattfinden, denn es hilft Unternehmern bei der Feststellung, ob ihnen die kompetenz der Detektei zusagt. Es muss ein Vertrauensverhältnis bestehen, anderenfalls ist eine gute Zusammenarbeit nicht möglich.

  • Erklärung – die Detektei sollte erklären, wie in dem speziellen Fall vorgegangen wird und mit welcher Zeitspanne ungefähr zu rechnen ist. Hier gilt, dass wahre Worte die Seriosität belegen.

  • Seriosität – vor der Beauftragung darf ruhig nachgefragt werden, auf welchem Weg die Beschattung eines kranken Mitarbeiters stattfindet. Wird, salopp gesagt, behauptet, dass ein Detektiv mit einem GPS-Sender am Fahrzeug des Mitarbeiters observiert, heißt es: Sich freundlich verabschieden. Durch solche Verhaltensweisen kommt auch der Mandant unter Umständen in Teufels Küche, nämlich dann, wenn er ein solches – eindeutig strafbares – Verhalten billigend in Kauf genommen hat! Detektive müssen die Privatsphäre des Einzelnen akzeptieren und dürfen keine lückenlosen Bewegungsprofile mittels GPS erstellen.

  • Zertifizierung eine Zertifizierung durch den TÜV u.a. seriöser Zertifizierer nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN SPEC 33452 ist praktisch unverzichtbar.

Übrigens ist es sinnvoll, sich vorab schon mit dem eigenen Anwalt zu besprechen und von ihm zu erfragen, welche Beweise er sich für ein Mandat wünscht. Oftmals bieten Detekteien auch an, gleich mit dem Anwalt zusammenzuarbeiten. Diese Vorgehensweise verkürzt natürlich die Zeit bis zum eigentlichen Handeln.

Fazit – Detektive sind teils notwendig

Passt der offene Lebensstil eines Angestellten offenkundig nicht zu seinem Gehalt und fehlt er dazu auch noch regelmäßig, darf sich ein Unternehmer ruhig die Frage stellen, ob da keine Schwarzarbeit auf seine eigenen Kosten vorliegt. Aber auch bei fragwürdigen Spesenabrechnungen oder der vermuteten privaten Nutzung hochwertiger Dienstwagen ist die Beauftragung eines entsprechenden Detektivs sinnvoll. Die Kosten für die Beauftragung kann ein Unternehmer ohnehin absetzen, und wenn er das Fehlverhalten seines Mitarbeiters aufdeckt, spart er sich zusätzlich die Lohnfortzahlung.

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