Wie wird ausrangiertes Autozubehör richtig entsorgt?

Epoch Times29. April 2019 Aktualisiert: 29. April 2019 10:40
Autozubehör richtig entsorgen ist ganz einfach, denn die Tonne für den Hausmüll ist nur einige Meter entfernt? Falsch gedacht, denn in die Hausmülltonne gehört Autozubehör grundsätzlich nicht. Egal, ob es sich dabei um kaputte Reifen oder Reste von Motoröl handelt: Sammelstellen für Problemstoffe bzw. zentrale Betriebshöfe bieten eine fachgerechte Entsorgungsmöglichkeit und verlangen hierfür trotz des großen Schutzeffektes für die Umwelt wenig Geld.

Fröhlich am Auto herumschrauben und alte, nicht mehr benötigte Teile einfach im Hausmüll entsorgen – das ist die Devise von vielen Bundesbürgern, meist sogar ohne schlechtes Gewissen. Die Auswahl in Sachen Autozubehör ist heutzutage groß geworden, sodass die schnelle Entsorgungsmöglichkeit wie gerufen kommt. Doch das ist genau der falsche Weg, denn je nachdem, was vom Auto entsorgt wird, kann es auch nachträglich noch großen Schaden an der Umwelt anrichten. Deshalb haben die Kommunen sogenannte Sammelstellen für Problemstoffe errichtet, wo entweder kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr eine fachgerechte Entsorgung stattfinden kann. Beispielsweise ist folgendes Autozubehör auch aufgrund seiner gesundheitsschädlichen Eigenschaften dort sicher aufgehoben:

  • Motoröl
  • Bremsflüssigkeit
  • Kühlflüssigkeit

Motoröl ist wegen seiner Zusammensetzung sehr gesundheitsschädlich. Positiv ist allerdings, dass der Verkäufer des Öls verpflichtet ist, das Altöl anschließend auch wieder zurückzunehmen. Auch Bremsflüssigkeit birgt gesundheitliche Gefahren, diese kann deshalb im Originalbehälter gesammelt und anschließend alternativ bei einer Autowerkstatt abgegeben werden.

Karosserieteile und Katalysatoren nicht in die Mülltonne stopfen

Zu den Dingen im Bereich des Autozubehörs, die mit das größte Gefahrenpotenzial besitzen, gehören Autobatterien. Deshalb ist der Erwerb von Fahrzeugbatterien mit der Kassierung eines Pfands verbunden, welches nach der Rückgabe vom Händler wieder ausbezahlt wird. Auf den erwähnten Recyclinghöfen können Autobatterien in geringer Zahl oft kostenlos entsorgt werden. Ähnlich verhält es sich mit alten Teilen der Autokarosserie. Da diese nicht in die Kategorie des Hausmülls fallen, können sie alternativ auch im Container eines Autoverwerters entsorgt werden. Dieser freut sich in der Regel auch über die Abgabe alter Katalysatoren, da hier wertvolle Edelmetalle enthalten sind:

  1. Platin
  2. Palladium
  3. Rhodium

Auch der Rußfilter darf nicht in die Hausmülltonne geschmissen werden. Stattdessen sollte entweder in einer Werkstatt, bei einem Autoverwerter oder bei der kommunalen Sammelstelle eine Abgabe erfolgen.

Reiniger, Polituren und Reifen umweltgerecht entsorgen

Ähnlich, wie das beim Motoröl oder der Bremsflüssigkeit der Fall ist, gehören auch Polituren und Reinigungsmittel nicht in den Hausmüll, da es sich bei beiden um Problemstoffe handelt, die der Umwelt Schaden zufügen können. Eine Ausnahme gilt allerdings für Flaschen, die bis auf den letzten Tropfen entleert worden sind – dann können diese in der gelben Tonne oder dem gelben Sack entsorgt werden. Abgesehen davon, dass in dieselbe Kategorie der Problemstoffe ebenfalls sämtliche Lacke respektive Lacksprays fallen, müssen auch bei der Reifenentsorgung entsprechende Zusatzmaßnahmen ergriffen werden. Reifen sind entweder beim Händler oder beim Recyclinghof abzugeben. Die Vorteile:

  • Pro Reifen werden nur Kleinstbeträge von maximal fünf Euro erhoben, für Stammkunden ist es zum Teil sogar kostenlos
  • Noch vorhandenes Reifendichtmittel kann gleich mit entsorgt werden

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Hausmüll nur in den seltensten Fällen der richtige Ort für die Entsorgung von Autozubehör ist. Im Zweifelsfall verschafft eine Nachfrage beim Händler Gewissheit über die adäquate Entsorgungsmethode.

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