Alte Gemüsesorten: Erst in den Garten, dann auf den Teller

Von 13. März 2013 Aktualisiert: 13. März 2013 16:15

Alte Gemüsesorten wie Haferwurzel, Pastinake, Spargelerbse oder Topinambur sollten erst in den Garten und dann auf den Teller. Das propagiert Heide Haßkerl in ihrem Buch: „Alte Gemüsearten neu entdeckt. Schätze aus dem Bauerngarten“. Ihre Begründungen leuchten ein:

Alte Gemüsesorten sind sehr gesund

Alte Gemüsesorten sind durch ihre bioaktiven Pflanzenstoffe wie „köstliche Medizin“. Laut Haßkerl haben sie überdies „einen erheblichen Einfluss auf Seele und Psyche“.

Alte Gemüsesorten erfreuen auch den ungeübten Gärtner

Alte Gemüsesorten könne man kinderleicht anbauen, schreibt Hasskerl. In ihren Bedürfnissen seien sie bescheiden und alte Gemüsesorten überstehen kraftvoll wachsend so manches Wetter. Zudem seien viele alte Gemüsesorten durch ihre hübschen Blätter und Blüten eine Zierde.

Die wahre Vielfalt sind alte Gemüsesorten

Die Vielfalt in den Gemüse-Abteilungen großer Supermärkte täuscht, so Haßknecht. Von den alten Gemüsesorten, die unsere Großeltern noch aßen, findet man hier mit Glück vielleicht Pastinaken und Schwarzwurzeln. Noch vor hundert Jahren gab es über tausend Sorten Bohnen und Tomaten in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Geschmäckern. Anno 1875 zählte man weit über zweitausend Kartoffelsorten. Nur noch 25 Prozent der alten Kulturpflanzensorten sind laut Haßkerl heute erhalten – auf Genbanken von Instituten und Vereinen. Viele alte Gemüsesorten seien heute kaum noch bekannt. Auf Ökomärkten fände man ein paar wenige alte Gemüsesorten wie Mangold oder Topinambur.

Haßkerl nennt Bezugsquellen für den Bezug von Samen alter Gemüsesorten und erklärt zu jeder der alten Gemüsesorten, wie man dann selbst aus seinen Pflanzen Saatgut gewinnt.

Alte Gemüsesorten in Garten und Küche

Alte Gemüsesorten „bestechen durch ein unvergleichliches, ursprüngliches Geschmackspotenzial“, schreibt Haßkerl. Sie stellt in ihrem Buch „Alte Gemüsearten neu entdeckt. Schätze aus dem Bauerngarten“ 23 alte Gemüsesorten vor. Sie erklärt die Herkunft, welche gesunden Inhaltsstoffe alte Gemüsesorten bieten und gibt Tipps zu Anbau und Ernte. In 70 Rezepten werden alte Gemüsesorten lecker verarbeitet. Hier ist ein Rezept aus dem Buch mit Topinambur.

Topinambur-Salat.Topinambur-Salat.Foto: Stocker Verlag

Topinambur-Salat

400 g große Topinambur

5 EL Öl

etwas Salz

Pfeffer, frisch gemahlen

2 EL Sonnenblumenöl

4 EL Kürbiskernöl

4 EL Balsamico-Essig

2 EL Kürbiskerne

1 Tasse Kresse

Die Topinambur-Knollen unter fließendem Wasser mit einer Bürste gut waschen;
danach sehr dünn schälen und in 2-3 mm dünne Scheiben schneiden.
Kürbiskerne trocken in der Pfanne kurz durchrösten und abkühlen lassen.
Öl in einer Pfanne erhitzen und die Topinambur-Scheiben portionsweise darin
an beiden Seiten zwei Minuten braten; danach salzen und pfeffern.
Sonnenblumenöl und Kürbiskernöl mit Balsamico-Essig zu einer Vinaigrette
verrühren.
Die gebratenen Topinambur-Scheiben auf passenden Tellern anrichten und
mit der bereiteten Marinade beträufeln.
Zuletzt den Salat mit den Kürbiskernen und Kresse garnieren.

Info:

Buchcover.Buchcover.Foto: Stocker Verlag

Heide Haßkerl: Alte Gemüsearten neu entdeckt – Schätze aus dem Bauerngarten
Leopold Stocker Verlag, 2. Auflage, 147 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, ISBN 978-3-7020-1142-0, Preis: € 16,90

 

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