Die Erde ein kränklicher Planet

Epoch Times25. April 2017 Aktualisiert: 25. April 2017 9:26
Die Menschheit verbraucht 60 Prozent mehr Ressourcen als die Erde bereithält. „Nur wenn es uns gelingt den ökologischen Fußabdruck der Menschheit zu verringern, können auch noch zukünftige Generationen mit einem hohen Wohlstandsniveau rechnen“, so Jörg-Andres Krüger, Leiter Biodiversität beim WWF Deutschland.

Die Menschheit verbraucht jedes Jahr 60 Prozent mehr Ressourcen, als die Erde innerhalb dieses Zeitraums regenerieren und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Setzt sich diese Entwicklung ungebremst fort, sind 2030 zwei komplette Planeten nötig, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Davor warnte die Naturschutzorganisation WWF in Berlin anlässlich des Tags der Erde (Earth Day) am 22. April. Laut dem globalen Zustandsbericht nehmen die ökologischen Reserven der Erde immer weiter ab.

„Nur wenn es uns gelingt den ökologischen Fußabdruck der Menschheit zu verringern, können auch noch zukünftige Generationen mit einem hohen Wohlstandsniveau rechnen. Wir brauchen daher endlich eine neue Definition von Wohlstand und Erfolg, die die Gesundheit von Individuen, der Gesellschaft und der Umwelt einbezieht“, so Jörg-Andres Krüger, Leiter Biodiversität beim WWF Deutschland.

Die Auswirkungen des Raubbaus sind laut WWF bereits heute spürbar: Dürre und extreme Wetterereignisse, Hungersnöte oder Artensterben nehmen immer dramatischere Ausmaße an. So zeigt etwa der Living Planet Index des WWF, der den Zustand der weltweiten biologischen Vielfalt erfasst, steil nach unten. Für die vergangenen vierzig Jahre wurde ein Rückgang von 58 Prozent gemessen. Damit haben sich die über 14.000 untersuchten Tierpopulationen mehr als halbiert.

Auch Deutschland sieht WWF-Mann Krüger als G20-Gastgeber in der Pflicht: „Deutschland und seine Partner müssen mit guten Beispiel vorangehen. Die wohlhabende Industrienation müssen ihre Systeme umstellen. So braucht die Bundesrepublik beispielsweise dringend  eine erfolgreiche Energiewende, eine ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft und ein Finanzsystem, das Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit im Fokus hat.“ Zudem müssten die G7 den Entwicklungs- und Schwellenländern einerseits helfen, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und zugleich deren Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise befördern.

(WWF/mh)

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