Die fernöstliche Kunst eine Speise appetitlich anzurichten

Von 2. Oktober 2008 Aktualisiert: 2. Oktober 2008 9:44

Viel wird gesagt über die Vorzüge der asiatischen Küche für die Gesundheit, das Wohlbefinden. Besonders geringe Garzeiten werden oft betont. Was nicht so in den Vordergrund rückt, ist die Liebe zum Detail und zum Essen. Der Genuss und die sinnliche Befriedigung durch die Mahlzeiten wird in ganz Asien zelebriert und sogar ausgesprochen ernst genommen. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum die meisten Genussmenschen aus Asien schlank und rank sind? Abgesehen davon, dass viele Speisen wonnige Geschmacksexplosionen auslösen, wird der optischen Präsentation des Essens besonderer Wert beigemessen. Es lohnt sich, dies selbst einmal auszuprobieren, am besten mit einfachen Methoden, für die Sie keine Vorkenntnisse oder Spezialmesser brauchen.

Die Schönheit der Nahrung, der Natur – und die Anerkennung dafür

Die Art und Weise, wie in Japan Obst als Nachspeise in appetitliche Happen geschnitten wird, um die natürlichen Formen und die Ästhetik der Frucht hervorzuheben. Eine dampfende Nudelsuppe mit frisch geschnittenen, grünen Ringen von Frühlingszwiebel anzurichten, ist eine Liebeserklärung an die natürlichen Zutaten der Mahlzeit. Genau die richtige Mischung der Texturen, Farben und Geschmacksnoten hinzubekommen ist der Knackpunkt dieser Küchen. Knusprig und zart, scharf und mild zu kombinieren. Die thailändischen und vietnamesischen Küchen sind bekannt dafür, die Präsentation des Essens als Kunst zu betreiben. Aus Rettichscheiben werden stilvolle Ornamente oder sogar Tiere geschnitzt, und Gemüse und Obst verwandeln sich unter der Hand des Kochs in duftige Blüten, während einfache, kleine Limetten-Fächer aus einem Fischklößchen einen Hingucker zaubern.
Für sich und seine Familie eine schöne Speise zu servieren ist eine Handlung des Respekts gegenüber der Nahrung und den Essenden – zum Schluss natürlich auch sich selbst gegenüber.

Simpel aber wirkungsvoll, probieren Sie: Karotten-Kringel und fruchtige Schmetterlinge.

Für Karotten-Kringel brauchen Sie:

  • 1 Sparschäler
  • 1 Möhre
  • Eiswürfel
  • Behälter mit Leitungswasser
  • Zahnstocher

Schälen Sie eine Karotte sauber mit dem Sparschäler, benutzen Sie diesen dann, um zarte Streifen von der Karotte zu schneiden. Die Streifen dürfen nicht zu dick werden, sondern nur die Stärke von Papier haben. Wickeln Sie die Streifen um Ihren Finger, fixieren Sie sie vorsichtig mit einem Zahnstocher. Geben Sie Eiswürfel in den Behälter mit Leitungswasser und den Karottenring nun dazu. Wenn Sie die Karotten-Kringel dekorieren wollen, entfernen Sie die Zahnstocher, der Streifen Karotte ist kein Streifen mehr, sondern eine Locke, die sich kringelt und sich zusammen mit Blattpetersilie oder einzeln ganz elegant auf jedem Teller macht. Genauso können Sie auch Gurke verarbeiten.

Für fruchtige Schmetterlinge brauchen Sie:

  • 1 Sparschäler
  • 1 Obstmesser
  • 1 Kiwi

Befreien Sie die Kiwi von der Schale und schneiden Sie sie in Scheiben. Schneiden Sie nun aus einer Scheibe eine stilisierte Schmetterlingsform aus. Die strahlenförmige Maserung der Frucht und das natürliche Muster der Kerne lassen den Schmetterling zur Wirkung kommen. Diese Schmetterlinge werden sogar von kleinen und großen Vitaminverächtern geknabbert.

Text erschienen in Epoch Times Deutschland Nr. 42/08

 

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