Eine Klimakonferenz, abgekoppelt von der Welt da draußen

Epoch Times15. Dezember 2019 Aktualisiert: 15. Dezember 2019 14:44
Die Verhandler in Madrid hätten nicht geliefert, NGOs kritisieren die Beschlüsse als "dürftig". Draußen auf der Straße wird der Kampf für das Klima weiter gehen, wie Thunberg bereits ankündigte.

In einem Jahr, in dem Millionen Menschen in aller Welt für den Klimaschutz auf die Straße gegangen sind und das „Time“-Magazin Greta Thunberg zur Persönlichkeit des Jahres kürte, hätten die Verhandler der UN-Klimakonferenz in Madrid ein wichtiges Zeichen setzen können. Das Signal, dass sie verstanden haben und im Kampf gegen die Klimakrise jetzt Tempo machen.

Doch die Delegationen in Madrid haben nicht geliefert, die Beschlüsse, die sie am Sonntag endlich fällten, werden von NGOs als dürftig kritisiert. Den UN-Klimakonferenzen, den sogenannten COPs, wird vorgeworfen, sich zunehmend von den Menschen auf der Straße zu entfernen, die unter Berufung auf die Wissenschaft ehrgeizigeren Klimaschutz verlangen.

Den Delegierten gehe es nur darum, was politisch durchsetzbar ist, sagt die 14-jährige Alexandria Villaseñor, Gründerin der Klimainitiative Earth Uprising. Entscheidend sei aber, was angesichts der dramatisch fortschreitenden Erderwärmung notwendig sei. Insofern sei 2019 ein „weiteres Jahr des Scheiterns“.

Damit folgt Alexandria der Argumentation von Greta Thunberg. Vor dem Plenum in Madrid kritisierte die 16-jährige Ikone der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ am Mittwoch, die Weltklimakonferenzen hätten sich offenbar in eine „Gelegenheit für Länder verwandelt, Schlupflöcher auszuhandeln und die Anhebung ihrer Ambition zu vermeiden“. Die Schwedin appellierte einmal mehr an die internationale Gemeinschaft, auf die Wissenschaft zu hören.

Verhandler seien realitätsfern

Deren Warnungen sind eigentlich kaum zu überhören: Der Weltklimarat IPCC forderte bereits im Oktober 2018 „schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen“, wenn die Welt das im Pariser Klimaabkommen vereinbarte Ziel noch erreichen wolle, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen.

Alden Meyer hält nicht die Jugendlichen von „Fridays for Future“ für realitätsfern, sondern die Verhandler bei der Weltklimakonferenz. „Wir sind hier in einem Fantasieland“, sagt der Wissenschaftlervereinigung Union of Concerned Scientists. Die Regierungen müssten die Augen öffnen dafür, „was in der echten Welt und auf den Straßen passiert“.

Mit einer nicht angemeldeten Kundgebung versuchten Aktivisten am Mittwoch, ihren lautstarken Protest in die COP zu tragen. Sicherheitskräfte drängten sie jedoch vom Konferenzgelände, die Beteiligten wurden vorübergehend von der Konferenz ausgeschlossen.

Der Umweltminister des kleinen Karibik-Inselstaates Grenada, Simon Stiell, kritisierte in Madrid eine „Entkopplung zwischen dem, was draußen gefordert wird und dem was hier angeboten wird“. Die Forderung nach ehrgeizigeren Klimaschutzmaßnahmen sei aber „nicht nur ein Wunsch – es ist eine absolute Notwendigkeit“.

Jeder muss bei sich selbst anfangen

Der Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, meint ebenfalls, dass „die Verhandlungen so entkoppelt sind von dem Rest der Welt“.

Der Koordinator der chilenischen COP-Präsidentschaft, Andrés Landerretche, spielt den Ball jedoch zurück. Die Regierungen setzten lediglich den „Rahmen“ für den Klimaschutz, sagte er am Freitag. Letztlich müsse sich aber jeder selbst fragen: „Was tue ich, um meinen CO2-Fußabdruck zu verringern.“

Kaiser will die Staatenvertreter in Madrid jedoch nicht aus der Verantwortung entlassen. Es gebe berechtigte Sorgen von Jugendlichen und von Bewohnern versinkender Inselstaaten. „Das wird hier überhaupt nicht gespiegelt“, kritisiert der Greenpeace-Geschäftsführer.

Aus Sicht von Kaiser und anderen NGO-Vertretern muss nun darüber nachgedacht werden, ob bei den UN-Klimaverhandlungen „ein jährliches Treffen noch Sinn macht“. Draußen auf der Straße wird der Kampf für das Klima weiter gehen, wie Thunberg bereits ankündigte. (afp)

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Die Anhänger der Theorie des „menschengemachten Klimawandels“ behaupten, dass diese Schlussfolgerung durch wissenschaftlichen Konsens erreicht wurde oder bereits wissenschaftlich abgesichert ist – doch dem ist nicht so. Für einige Umweltschützer gelten Menschen, die diese Schlussfolgerung ablehnen, nicht nur als wissenschaftsfeindlich, sondern auch als Anti-Humanisten. Der Physiker Michael Griffin, ein ehemaliger NASA-Administrator, sagte in einem Interview mit National Public Radio (NPR) im Jahr 2007:

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Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Globalisierung – dass ein Trend zur globalen Erwärmung besteht. Ich bin mir nicht sicher, ob es berechtigt ist zu sagen, dass es ein Problem ist, mit dem wir ringen müssen. Wenn man davon ausgeht, dass es ein Problem ist, geht man davon aus, dass der Zustand des Erdklimas heute das optimale Klima ist, das beste Klima, das wir haben oder jemals hatten, und dass wir Maßnahmen ergreifen müssen, um sicherzustellen, dass es sich nicht ändert.

Vor allem glaube ich nicht, dass es in der Macht der Menschen liegt, dafür zu sorgen, dass sich das Klima nicht ändert, wie die Millionen Jahre Geschichte gezeigt haben, und zweitens möchte ich wohl fragen, welchen Menschen – wo und wann – das Privileg gewährt werden soll, zu entscheiden, dass dieses besondere Klima, das wir heute hier haben, im Moment das beste Klima für alle übrigen Menschen ist. Ich denke, das ist eine ziemlich arrogante Position, die die Leute einnehmen wollen.

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