Das Ökomobil der TU Chemnitz "Sax 2" auf der Rennstrecke des Shell Eco-marathon in Nogaro. Das 3,10 Meter lange Brennstoffzellen-Fahrzeug besitzt eine futuristische Karosserie, an der die Luft mit einem äußerst geringen Widerstand entlangströmt. Das Ökomobil wiegt nur 45 Kilogramm. Erreicht wird dies durch Einsatz eines Kohlefaserverbundes. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem Elektromotor, der seine Energie aus einer Brennstoffzelle erhält. Als Kraftstoff nutzt das System Wasserstoff. Gelenkt wird mit einer speziellen Hinterradlenkung, welche die im „Ecocar“ liegende Fahrerin mit einem Joystick bedient. Mit Knöpfen und Hebeln wird beschleunigt und gebremst. „Sax 2“ erreicht maximal 45 Kilometer pro Stunde. Mehr als 60.000 Euro stecken in der „Sax 2“-Entwicklung - finanziert von Sponsoren und Projektpartnern. Dem Team Fortis Saxonia gehören derzeit 30 Chemnitzer und Mittweidaer Studenten und Absolventen an. (Fortis Saxonia, Friedemann Lätsch)

Shell Eco-marathon 2007: Mit einem Liter Treibstoff 2.552 Kilometer

Epoch Times20. Mai 2007 Aktualisiert: 20. Mai 2007 23:08

Der Shell Eco-marathon wurde 1985 ins Leben gerufen und ist eines der ungewöhnlichsten Rennen der Welt. Das Team, das mit umgerechnet einem Liter Super-Benzin am weitesten kommt, gewinnt. Die Geschwindigkeit ist zweitrangig, was zählt, ist die Sparsamkeit. Dabei ist es jedem Team überlassen, wie es sein Fahrzeug antreibt: Benzin, Diesel, Flüssiggas oder alternative Energien wie Wasserstoff, Bio- Kraftstoffe und Solar – alles ist erlaubt.

Beim diesjährigen Marathon am 13. Mai im französischen Nogaro kamen zwei der insgesamt acht Teams aus Deutschland unter die Top Ten. Das Team „Fortis Saxonia“ der Technischen Universität Chemnitz mit seinem Ökomobil „Sax 2“ belegte Platz fünf von 262 Teams aus zwanzig Ländern. Es fuhr umgerechnet 2.552 Kilometer mit einem Liter Treibstoff.

Nur ein Team aus Deutschland konnte „Sax 2“ noch überbieten: Mit 2.716 Kilometern landete der „Schluckspecht“ aus Offenburg auf Platz drei. Besser waren zwei Teams aus Nantes mit 2.797 Kilometern und aus St. Joseph La Joliverie mit 3.039 Kilometern.

Bereits nach dem dritten von vier Wertungsläufen hatten die Chemnitzer ihr Ziel von 2.500 Kilometern pro einem Liter Treibstoff um 52 Kilometer überboten. „Am Anfang haben wir mehrere Sicherheitsläufe mit den im vergangen Jahr erprobten Fahrzeugkomponenten gemacht. Durch das gute Ergebnis des dritten Laufes experimentieren wir im letzen Lauf mit der Technik“, berichtet Teammanager Paul Büschel. „Im vierten Lauf kamen wir jedoch nur auf 2.416 Kilometer. Außerdem machten uns die Hitze und der Wind zu schaffen.“ Der Rektor der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, ist über dieses Ergebnis sehr erfreut: „Ich gratuliere unserem Team und bin froh, dass es seine ehrgeizigen Ziele erreicht hat. Die TU Chemnitz nahm als einzige deutsche Universität am Rennen um das sparsamste Auto der Welt teil und zeigte einmal mehr, wie wichtig uns die Energieproblematik im Automobil ist.“ (TU Chemnitz/jel)


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