Solarenergie-Preis der Grünen Energie geht zum ersten Mal nach Asien

Von 11. September 2011 Aktualisiert: 11. September 2011 15:54

Im Rahmen der 26. Europäischen Photovoltaik Solarenergie Konferenz und Ausstellung ging der Solarindustrie-Preis der Grünen Energie, der von der Angel Business Communications LTD verliehen wird, in diesem Jahr nach Taiwan. Am vergangenen Dienstag wurde der Energiesolarpreis damit zum ersten Mal an ein Unternehmen im asiatischen Raum verliehen.

2000 Unternehmen und Forschungsinstitutionen bewarben sich um den begehrten Preis. Darunter auch die Nasa und die Daimler Crysler AG, die auf dem gleichen Forschungsgebiet tätig sind. Ausgezeichnet als „Excellent Organisation“ wurde jedoch die als Nichtregierungsorganisation gegründete taiwanische Forschungsgesellschaft „Industrial Technology Research Institute“ (ITRI).

Ihre energiesparende solarbetriebene Antennentechnologie ist derzeit am effizientesten und damit führend. „Am Anfang ging es uns darum, das Problem zu lösen, dass die Antennen auf den Dächern mit den Solarzellentafeln um den vorhandenen Platz konkurrierten“, so Dr. Chen Wen Wu, Vizepräsident und Generaldirektor von ITRI auf der Pressekonferenz am 6. September in Hamburg. „Mit unserer Entwicklung ist es möglich, die Antennen in Solarzellentafeln zu integrieren, so Solarenergie zu gewinnen und gleichzeitigt, die Leistungsfähigkeit und die Signalstärke der Antennen zu verstärken“. Gleichzeitig würde 54 Prozent des Energieverbrauchs für die Antennen gespart.

Laut Chen Wen Wu wird diese Technologie zukünftig auch in anderen Bereichen einsetzbar sein. Mit deren innovativer Technologie könne man zukünftig beispielsweise an Fenstern Strahlung blockieren, um Elektrosmog einzudämmen.

Die Forschung an dem Solarprojekt wurde erst vor kurzem erfolgreich beendet und das Produkt ist daher noch nicht auf dem Markt. Zunächst wolle man die neue Antennentechnologie in Taiwan einführen, so Chen Wen Wu. Noch gebe es wegen der hohen Kosten verhältnismäßig wenig Solarenergie in Taiwan, jedoch sei die Solarenergie angesichts des Reaktorunglücks in Fukushima ein heißes Thema. „Wir arbeiten daran, die Solarenergie effizienter zu machen“.

Geeignet sei die Technologie für alle sonnigen Regionen unterhalb des 23. Breitengrades. Eine Lösung für Länder mit nicht ausreichender Sonneneinstrahlung zu finden, sei die Aufgabe der Solarindustrie.

Stimmung auf der Photovoltaik-Messe eher verhalten

Die Stimmung auf der Photovoltaik-Kongressmesse EU PVSEC 201, die gleichzeitig in den Hamburger Messehallen stattfand, war eher verhalten. Die Messe war in diesem Jahr nur mäßig besucht, was sich bereits durch die geringe Anzahl der Aussteller-Anmeldungen abzeichnete. An den Ständen ging es ruhig zu.

Nachdem der Markt in den letzten drei Jahren stark boomte und die Nachfrage an Solarenergie in den europäischen Ländern, insbesondere Deutschland und Nordamerika zugenommen hat, ist nun ein starker Rückgang zu verzeichnen. Die Hersteller führen das auf die „Wirtschaftskrise in Europa“ zurück und munkeln bereits, dass viele kleinere Unternehmen oder solche die zu schnell gewachsen sind, das sehr wahrscheinlich nicht überleben werden.

Insbesondere Hersteller aus China und Taiwan mit Vertretungen im Westen haben ihren größten Absatz in Deutschland und Europa. Der Markt in ihren eigenen Ländern sei noch sehr klein, da sich der Endverbraucher die Solarenergie noch nicht leisten könne.

 

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