Die Erweiterung des Atomkraftwerks ist der erste Reaktor-Neubau in Großbritannien seit rund zwei Jahrzehnten.Foto: Matt Cardy/Getty Images

Grünen-Politikerin mahnt strenge Umweltprüfung für britisches Akw Hinkley Point an

Epoch Times19. März 2017 Aktualisiert: 19. März 2017 19:24
"Der britische Versuch, Errungenschaften in Umweltschutz und Öffentlichkeitsbeteiligung von mehr als zwei Jahrzehnten zurückzudrehen, ist vereitelt", erklärte Kotting-Uhl von den Grünen.

Die Grünen haben eine strenge Umweltprüfung der umstrittenen Erweiterung des Akw Hinkley Point in Großbritannien auch durch deutsche Behörden gefordert. „Die technischen Defizite der Hinkley Point Planung müssen jetzt minutiös auf den Tisch“, erklärte die atompolitische Sprecherin Sylvia Kotting-Uhl am Wochenende. Hintergrund ist die Entscheidung der britischen Behörden, entgegen ursprünglicher Planungen bei dem Vorhaben grenzüberschreitende Umweltprüfungen vorzunehmen.

Dieses Verfahren war auch durch Initiativen von Kotting-Uhl in Gang gekommen. Das zuständige Komitee zumeist europäischer Staaten (Espoo) entschied vor rund einem Jahr, dass Großbritannien auch andere Länder an der Umweltprüfung beteiligen müsse. Deutschland will dies wahrnehmen. Die Bauarbeiten an der Akw-Baustelle Hinkley Point C müssen deswegen womöglich vorübergehend eingestellt werden, wie aus den Unterlagen des Espoo-Komitees hervorgeht.

„Der britische Versuch, Errungenschaften in Umweltschutz und Öffentlichkeitsbeteiligung von mehr als zwei Jahrzehnten zurückzudrehen, ist vereitelt“, erklärte Kotting-Uhl dazu. „Jetzt kommt alles darauf an, dass fundierte Stellungnahmen abgegeben werden. Die Bundesregierung darf die Bundesländer dabei nicht im Regen stehen lassen, sondern muss sich auch selbst beteiligen. Niemand sonst verfügt über ihre Ressourcen und Nuklearberater.“

Die Erweiterung des Atomkraftwerks ist der erste Reaktor-Neubau in Großbritannien seit rund zwei Jahrzehnten. Die britische Regierung gab erst nach einigem Zögern und der Festlegung neuer Auflagen grünes Licht. Gebaut werden sollen die beiden Reaktoren vom französischen Stromkonzern EDF mit Beteiligung des chinesischen Staatsunternehmens CGN.

 

eha/lan



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