Wie eine eigene, in sich ruhende Welt, die alte Minderleins Mühle zwischen Nürnberg und Erlangen. (Rosengarten)

Heimische Beeren im Trend

Von 14. Mai 2008 Aktualisiert: 14. Mai 2008 23:44
Die Firma Rosengarten in Franken produziert leckere Naschereien.

Mitten auf der Grenze zwischen Ober- und Mittelfranken und abgeschieden vom städtischen Treiben liegt die Minderleins Mühle. In Neunkirchen am Brand, genau zwischen Erlangen und Nürnberg. Sie ist noch heute ein Familienbetrieb. Die Mühle selber wurde im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und ist seit 1767 im Besitz der Unternehmerfamilie Hubmann.

Sehr viel später, als man nach neuen innovativen Ideen suchte, die sich mit der Tradition verbinden ließen, hat man angefangen Müslis zu mischen. Zuerst von Hand und mit einfachsten Mitteln in einem Nebenraum der Mühle.

1996 wurde die schon bestehende Naturkostmarke Rosengarten übernommen. „Die gab es bereits“, erzählt Stefanie Haupt, die im Vertrieb tätig ist. „Die haben damals im kleinen Bereich Energiekugeln und ein paar Dinkelprodukte gefertigt.“ Danach kam es immer weiter zum Ausbau. Die Müslis waren das Steckenpferd und nach und nach gesellten sich die Schokoladenprodukte hinzu – die schokolierten Früchte und Nüsse, die Gebäckteilchen, die Saisonprodukte, der glutenfreie Bereich. „Das hat sich sukzessive ausgebaut“, erzählt Haupt. „Wir haben jetzt im Hauptstandort 140 Leute, 160 je nachdem, ob Saison ist und im Zweitwerk 80 Mitarbeiter beschäftigt.“

Feine Müsliprodukte sind Steckenpferd

Die Firma Rosengarten ist bekannt für ihre Müslispezialitäten. Auf der diesjährigen Bio-Fach stellte sie wieder zwei neue Linien vor, die man aber seither noch nicht in allen Naturkostläden bekommen konnte, weil die Firma die hohe Nachfrage kaum bedienen kann. „Das sind so die Feinschmeckermüslis, für den Trend, weil Cranberry im Moment sehr angesagt ist“, sagt Haupt und erklärt dann auch gleich, warum gerade Cranberry so im Trend liegt. „Es kommen verschiedene Dinge immer mal wieder auf, die dann besonders gefragt sind und gerade Cranberrys sollen sehr vitaminreich, sehr gesund sein. Sie fangen die freien Radikale.“ Das stärkt die Abwehrkräfte, beugt vor gegen Entzündungen. Außerdem sind die Früchte gefriergetrocknet und behalten so das eigentümliche Aroma. Die Säure bleibt erhalten und die Vitamine. Wenn man die Milch auf das Müsli gibt, saugen die Früchte die Flüssigkeit auf und sehen wie frisch geerntet aus. „Bei Trockenfrüchten“, erzählt Haupt, „ist es meist nur noch süß, man kann nicht wirklich herausschmecken, welche Frucht das ist. Bei dem Verfahren gefriergetrocknet schmeckt man wirklich noch so diesen eigenen Fruchtgeschmack raus“.

Für die Crunchies von Rosengarten wird der Teig gebacken und durch Gitternetze gepresst und es entstehen die großen Flockenbrocken. „So wird Crunchy gemacht“, sagt Haupt. „Bei uns ist noch das besondere am Nusscrunchy, dass wir die Nüsse schon direkt mitbacken, d.h. die werden auch geröstet und das gibt einen ganz schönen Röstgeschmack.“ Angeboten werden Crunchies als Basismüsli und mit Waldbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren – oder eben mit Nuss.

Die Rohstoffe werden neben Deutschland auch aus dem Europäischen Ausland bezogen, der Ingwer beispielsweise aus China. „Das sind natürlich nur geprüfte zertifizierte Naturkosthersteller und sehr sehr strenge Prüfungen“, sagt Haupt.

Rosengarten, der zum größten Verarbeiter ökologischer Schokolade wurde, nennt sich selbst ein Hersteller „mit einer tiefen Wertschöpfungskette“. Der Firmenchef Andreas Hubmann hat dazu ein ganzes Kontrollsystem aufgebaut. Die angelieferten Rohstoffe kommen zuerst in Quarantäne und man lässt Analysen in Laboren durchführen, bevor sie verarbeitet werden. Die Minibaumkuchenspitzen und eine ganze Reihe an schokolierten Früchten hat die Firma schon lange im Sortiment. Der Ingwer in Zartbitter ist neu, die Sauerkirschen in Joghurtschokolade sind neu und ebenfalls Ceschew-Kerne in Johghurtschokolade. Der Renner sind nach wie vor die Apfelscheiben in Schokolade. „Die sind immer am schnellsten weg“, lacht Stefanie Haupt.

Text erschienen in Epoch Times Deutschland Nr. 20 (14.Mai – 20.Mai 2008)

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