„Klimakiller an Bord“: Greenpeace-Aktivisten protestieren in Bremerhaven gegen SUV-Fahrzeuge

Epoch Times7. September 2019 Aktualisiert: 7. September 2019 14:57
Es sei "völlig unverantwortlich, heute noch SUVs herzustellen und zu fahren", sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben in Bremerhaven gegen SUV-Fahrzeuge protestiert. Etwa 35 Aktivisten brachten an einem Transportschiff mit etwa tausend Sportgeländewagen ein Banner mit dem Slogan „Klimakiller an Bord“ an, wie die Organisation am Samstag mitteilte. Ein Greenpeace-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Umweltschützer hätten etwa drei Stunden lang die Laderampe blockiert, bevor die Polizei mit der Räumung begann. Neben dem Schiff lag demnach ein zweites, das mehr als 2.000 SUVs geladen hatte.

Der Protest richtete sich in diesem Fall gegen Lieferungen für BMW und Mercedes. Die SUVs seien durch ihr hohes Gewicht und die großen Motoren deutlich klimaschädlicher als andere Pkw, kritisierte Greenpeace. Die rasant wachsende Zahl an Geländelimousinen befeuere die „Klimakrise“. Es sei „völlig unverantwortlich, heute noch SUVs herzustellen und zu fahren“, sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. Die deutschen Hersteller müssten weg von „übermotorisierten Klimakillern und viel stärker auf leichte E-Autos und Mobilitätsdienstleistungen setzen“.

Greenpeace wies auch auf das Sicherheitsrisiko hin, das die wachsende Zahl an SUVs darstelle. „Wer als Autofahrer einen SUV als Unfallgegner hat, hat ein viermal höheres Risiko zu sterben als bei einem gewöhnlichen Pkw. Bei Fußgängern steigt das Risiko eines tödlichen Unfalls aufgrund der höheren Motorhaube um die Hälfte an.“

Besonders gefährdet seien Kinder, weil sie aus einem SUV schlechter zu sehen seien und bei einer Kollision auf Kopf- und Brusthöhe getroffen würden, erklärte die Organisation.

Erst am Freitagabend war ein SUV im Zentrum von Berlin aus noch ungeklärter Ursache auf einen Gehweg gerast. Dabei wurden vier Menschen getötet und drei weitere schwer verletzt. (afp/sua)

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