„Todeskult der oberen Mittelschicht“: Kritik begleitet Aktionswoche von Extinction Rebellion

Von 7. Oktober 2019 Aktualisiert: 7. Oktober 2019 17:09
Die Aktionswoche der öko-extremistischen Bewegung „Extinction Rebellion“ findet nicht nur in Berlin, sondern auch in zahlreichen weiteren Städten auf mehreren Kontinenten statt. Unterdessen hat ein Blog aus dem Ruhrgebiet ein Video des Gründers der Bewegung vom Februar des Jahres veröffentlicht, in dem sich dieser offen dazu bekennt, die bestehenden freiheitlichen Ordnungen des Westens beseitigen zu wollen.

Der verstörende Auftritt einer jungen Besucherin bei einer Veranstaltung der demokratischen US-Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez am Donnerstagabend (3.10.), die in einem Akzent, der an die 2006 erschienene Filmsatire „Borat“ erinnert, forderte, man solle „Russland bombardieren“ und „Babys essen“, um die „Klimakatastrophe“ noch abzuwenden, hat sich als Spoof der LaRouche-Bewegung entpuppt.

Die sehr passive Reaktion der Kongressabgeordneten und ihre spätere Beteuerung, sie habe die Frau für psychisch beeinträchtigt gehalten, könnten Skeptiker der „Klimaschutz“-Bewegung, die dieser ein immenses totalitäres Potenzial attestieren, dennoch eher bestärkt als beruhigt haben.

Immerhin ist im Vorfeld der „Woche der Disruption“, die vor allem in westlichen Ländern von der radikal-ökologischen „Aktivisten“-Gruppe „Extinction Rebellion“ (XR) ausgerufen wurde, auch ein Video ihres Gründers Roger Hallam aufgetaucht, der auf einer Veranstaltung von „Amnesty International“ im Februar Auskunft über die Strategie seiner Bewegung gab. Das Blog „Ruhrbarone“ hat die Aufnahme dokumentiert und die wesentlichen Aussagen Hallams analysiert, der die Mission seiner Bewegung nach eigenen Angaben für „größer als die Demokratie“ hält.

Selbst bekannte Grün-Fundamentalistin warnt vor „Extinction Rebellion“

Diese werde vielmehr „irrelevant“, wenn eine Gesellschaft so „unmoralisch“ handele wie die gegenwärtige, erklärte er dem „Spiegel“ gegenüber. Dort erklärte er „als struktureller Soziologe, nicht als Revolutionär“, dass es „bald eine Revolution“ geben werde. Im Februar vor Amnesty International erklärte er, dass es in diesem Prozess sogar Tote geben könne:

Wir werden die Regierungen zum Handeln zwingen. Und wenn sie nicht handeln, dann werden wir sie stürzen und eine Demokratie erschaffen, die tauglicher für den Zweck ist. Und ja, manche könnten in diesem Prozess sterben.“

Sogar die linksextreme Ex-Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth warnt in einem Facebook-Beitrag vor „Extinction Rebellion“, die nach ihrer Einschätzung keine „gewaltfreie Klimabewegung“ sei, sondern eine „religiöse-gewaltfreie esoterische Sekte, welche an die Apokalypse der baldigen ‚Auslöschung der Menschheit‘ glaubt und ‚Selbstaufopferung‘ empfiehlt“.

XR schüre „Emotionen, die den Verstand vernebeln“, etwa wenn sie behaupten, sie seien „die letzte Generation der Menschheit vor der Auslöschung“. Was Ditfurth Hallam besonders übelnimmt, ist auch eine Querfrontstrategie, die er mit den Worten beschreibe:

„Anders als klassische linke Bewegungen schließen wir niemanden aus, auch jemand, der ein bisschen sexistisch oder rassistisch denkt, kann bei uns mitmachen.“

„Selbsthassende Bourgeoisie, die eigene Defizite auf die Gesellschaft projiziert“

Im britischen Magazin „Spiked“ bezeichnet Redakteur Brendan O’Neill XR als „Todeskult der oberen Mittelschicht“ und fordert dazu auf, dafür zu sorgen, dass „Lächerlichkeit ihn tötet“. O’Neill hat mit seiner Kamera einen Aufmarsch der Gruppe am Londoner King’s Cross eingefangen und schildert, wie sie unter Absingen von Hymnen auf die „Wissenschaft“ Endzeitpredigten abhielt. Dabei hätten die Aktivisten zum vollständigen Ende des Fleischkonsums aufgefordert und Flugblätter verteilt, die damit werben, die „Wahrheit“ zu kennen.

„Das ist eine Bewegung von Millennials, die von Wissenschaft sprechen mögen, aber von schierem Irrationalismus getrieben sind“, diagnostiziert O’Neill, „von Angst, moralischem Zusammenbruch und Menschenhass. Das ist die heruntergekommene, selbsthassende Bourgeoisie, die zusammenkommt, um ihre eigenen psychosozialen Defizite auf die Gesellschaft insgesamt zu projizieren.“

Die Flugblätterverteilaktionen sollen nun auch andere dazu bewegen, sich „zwei Wochen frei zu nehmen“, um sich dem Protest gegen die „Klima- und Ökologiekrise“ anzuschließen. Dass dies weder jemand von den arbeitenden Menschen oder den Armen in London noch in Neu-Delhi, Mumbai und Kapstadt – wo ebenfalls Proteste geplant sind – bewerkstelligen könne oder wolle, liege auf der Hand. Die Proteste, so O’Neill, fänden aber gar nicht zu Gunsten dieser Leute statt, sondern richteten sich vielmehr gegen sie:

„Extinction Rebellion ist eine reaktionäre, regressive und elitistische Bewegung, die Menschen in aller Welt die befremdlichste Form von Austerität aufzwingen will. Eine der großen Ironien ‚progressive‘ Politik von heute ist es, dass Linke von Protofaschismus reden, sobald die Tory-Regierung eine Bibliothek in Wolverhampton schließt, aber schon bei nächster Gelegenheit diesem Öko-Todeskult zujubelt, wenn dieser ein Ende des wirtschaftlichen Wachstums fordert – ohne daran zu denken, was für einen verheerenden, verelendenden und im wahrsten Sinne des Wortes tödlichen Effekt dieser Kurs auf die arbeitenden und um ihre Existenz kämpfenden Menschen in aller Welt hat.“

„Wieder mit 38 an Cholera sterben“

Während man davon ausgehen könne, dass „progressive“ Bewegungen schon ihrem Namen nach eigentlich einen Fortschritt verfechten müssten, der die Menschheit voranbringt und ein besseres Leben für alle schaffe, wolle Extinction Rebellion das exakte Gegenteil. XR wolle die Menschheit zurück in die Steinzeit zwingen und die wichtigste Entwicklung der Menschheitsgeschichte rückgängig machen – die industrielle Revolution.

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Die vermeintliche Idylle wäre tatsächlich eine „alte, erbarmungslose Welt, in der wir alle ‚lokal gegessen‘ haben, nie verreist sind, zum Zeitvertreib um den Maibaum tanzten und mit 38 an Cholera starben“.

Während große Teile von Politik und Medien XR als Stimme der Vernunft und der Zukunft feierten, seien sie tatsächlich eine Bedrohung für Menschenverstand, Rationalität, Wahrheit und Fortschritt, meint O’Neill:

„Ihre Voraussagen, dass uns das Höllenfeuer verschlingen wird, wenn wir bis 2025 nicht die CO2-Emissionen reduzieren, sind völliger Humbug. Sie lügen, schüren Angst und stören den Alltag hart arbeitender Menschen. Wenn Ihr diese Woche diese Sekte trefft, wenn sie ihre todbringende Propaganda auf den Straßen eurer Stadt verbreitet, geigt ihnen mal eure Meinung.“