„Landraub“ – Die globale Jagd nach Ackerland – Ein Doku-Film von Kurt Langbein und Christian Brüser

Epoch Times8. Oktober 2015 Aktualisiert: 8. Oktober 2015 23:46
"Kurt Langbeins „Landraub“ ist eine aufrüttelnde Dokumentation über den Zusammenhang zwischen westlichem Lebensstil und dem Preis, den Menschen in anderen Teilen der Erde dafür zahlen müssen." (National Geographic)

Synopsis

„Kaufen sie Land. Es wird keines mehr gemacht“ – Mark Twain 

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden. Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört. 

LANDRAUB portraitiert die Investoren und ihre Opfer. Ihr Selbstbild könnte unterschiedlicher nicht sein. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen. LANDRAUB erzählt in großen Bildern von den Folgen. Die Böden werden für GPS- gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen sieben mal mehr – 23 Energieeinheiten. 

LANDRAUB zeigt die Dimensionen. Eine Fläche halb so große wie Europa wurde bereits aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert. 

LANDRAUB erzählt, was das mit uns zu tun hat. Es sind Programme der EU, die zu Mega-Plantagen für die Biosprit-Erzeugung und zur Zuckerproduktion führen. Und es sind Entwicklungshilfe-Gelder aus Österreich, mit denen Super-Reiche ihre Investitionen absichern. 

LANDRAUB wühlt auf, macht nachdenklich und animiert zum aktiven Tun. Der Widerstand gegen „Landgrabbing“ wird kräftiger und lauter. 

Genehmigt durch "Landraub": Athiopien
Genehmigt durch "Landraub": Athiopien

Regie – Statement von Kurt Langbein

Landraub ist nahe bei den Menschen. Landraub mischt sich ein. Doch Landraub verurteilt nicht, sondern folgt den Gedankenwelten der Protagonisten und sucht die Bilder, welche die Konsequenzen des Handelns zeigen.
Da sind die Investoren. Die Vertreter des großen Geldes erzählen von ihrer Entdeckung der Landnahme als Geldanlage. Ihre Gedankengebäude sind nachvollziehbar und wirken nicht zynisch, ja sogar logisch. Ihre Ländereien sind phantastisch geordnet, riesengroß und perfekt organisiert. 

Da sind die Kleinbauern, Flüchtlinge und die Landarbeiter. Sie erzählen von Vertreibung, Hunger, Konkurrenzkampf und Zerstörung ihrer Heimat. Ihre Lebenswelt ist karg und elend. Der Film folgt beiden Welten, montiert sie selten polemisch, sondern lässt Assoziationsketten und Gedanken wachsen. Sind die Welten, die wir da sehen, so unvereinbar wie es aussieht? 

Die großen Themen des Filmes – Ursache für die Verknappung, die Logik des Geldes und die Weichenstellung zwischen bäuerlicher Landwirtschaft und Agrarindustrie – werden in Filmessays erzählt. Sie beginnen jeweils mit einer wie zufälligen Entfernung von einer konkreten Begebenheit – etwa mit einem Helicam- Flug nach oben – und lassen mit nach Musik geschnittenen Montagen von „großen“ Luftbildern und Close-ups vom Boden die Emotionen und nach und nach auch die Assoziationen und Gedanken durch das Thema schweifen. 

Landraub soll betroffen machen. Es sind die Rahmenbedingungen aus unseren Ländern, die das große Geld auf die Äcker lockt – und diese Rahmen können wir gestalten.

(Quelle: www.landraub.com)

Genehmigt durch "Landraub": Sierra LeoneGenehmigt durch "Landraub": Sierra Leone
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