Schweine bewegen sich in ihrem Freigehege. Ein Schweinepest-Fall in Deutschland hat katastrophale Auswirkungen.Foto: Roland Weihrauch/dpa/dpa

Landwirte von Schweinepest existenziell bedroht – Bauernverband fordert festen Grenzzaun zu Polen

Epoch Times17. Juli 2020 Aktualisiert: 17. Juli 2020 17:41
Die Schweinepest droht weiterhin sich nach Deutschland auszuweiten. Elektrifizierte oder mit Duftstoffen ausgestattete Zäune stehen mittlerweile auf 248 Kilometern am Grenzverlauf von Sachsen und Brandenburg. Doch diese Provisorien sollen laut Bauernverband nicht ausreichen.

Der Deutsche Bauernverband hält die neuen Zäune zur Abwehr von mit der Afrikanischen Schweinepest infizierten Wildschweinen aus Polen für unzureichend.

„Provisorien reichen nicht“, sagte Werner Schwarz, Vize-Verbandschef und Schweinehalter in Schleswig-Holstein dem „Spiegel“. Eine Rotte, die etwa durch wildernde Hunde unter Druck gerate, überwinde die Hindernisse „im Nu“.

Die elektrifizierten oder mit Duftstoffen ausgestatteten Zäune stehen mittlerweile auf 248 Kilometern am Grenzverlauf von Sachsen und Brandenburg. Diese Woche hatte Mecklenburg-Vorpommern mit dem Zaunbau begonnen. „Der Bundestag muss dringend den geplanten festen Zaun zu Polen bewilligen“, so Schwarz.

Am 3. Juli hatte sich der Bundesrat für einen solchen ausgesprochen. Der Bauernverband habe diesen schon vor gut zwei Jahren diskutiert, als die Seuche sich in Osteuropa ausweitete, sei jedoch wegen der Symbolik eines neuen „Eisernen Vorhangs“ ausgebremst worden.

Ein totes infiziertes Wildschwein wurde zuletzt nur zehn Kilometer von Brandenburg entfernt in Polen entdeckt. Taucht auch nur ein krankes Tier auf deutscher Seite auf, soll ganz Deutschland ein Exportverbot drohen.

„Der Fleischpreis dürfte dann so dramatisch sinken, dass auch die besten Erzeuger aufgeben müssten“, so der Landwirt. Deutsche Schweinehalter sind auf den Absatz im Ausland angewiesen, weil ihre Produktion den Inlandsbedarf zu 120,1 Prozent abdeckt. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion