Zwei Frauen genießen oberhalb von Rüdesheim bei sonnigem Wetter den Ausblick auf den Rhein und die Stadt Bingen.Foto: Christoph Schmidt/dpa

Meteorologen: Sehr sonniger, trockener und warmer April

Epoch Times30. April 2018 Aktualisiert: 30. April 2018 17:09
Die Durchschnittstemperatur im April lag bei 12,4 Grad. Der Rekord von 2009 ist damit Geschichte. Auch sonst tanzte dieser Monat aus der Reihe: Es war sehr trocken.

Es war der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Mit bis zu 12,4 Grad lag der Temperaturdurchschnitt dieses Monats um vier beziehungsweise fünf Grad über dem langjährigen Mittel, wie der Deutsche Wetterdienst am Montag nach Auswertung seiner rund 2000 Messstationen in Offenbach mitteilte.

Bisher hatte es 2009 den wärmsten April gegeben, damals lag die Durchschnittstemperatur bei 11,8 Grad. Die Meteorologen vergleichen die Durchschnittstemperatur eines Monats mit „international gültigen Referenzperioden“. Verglichen mit dem Zeitraum 1961 bis 1990 war der April 2018 um fünf Grad wärmer. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung vier Grad.

Dabei begann der Monat frostig und ging stürmisch zu Ende. An Ostern fielen vor allem in Norddeutschland die Niederschläge noch als Schnee vom Himmel. Kurz vor dem 1. Mai fegte ein heftiges Unwetter mit Hagel, Starkregen, Sturmböen und Blitzen über den Südwesten hinweg.

Der April war auch besonders sonnig und viel zu trocken

Dazwischen aber hielten Hochdruckgebiete über Mitteleuropa und Skandinavien die Tiefausläufer meist von Deutschland fern. Hoch „Norbert“ brachte dem ganzen Bundesgebiet ab der Monatsmitte ein einwöchiges Sommer-Feeling: Ohlsbach, südöstlich von Offenburg, verzeichnete am 22. April mit einer Tageshöchsttemperatur von 30,4 Grad den ersten richtig heißen Tag des Jahres.

Der April war nicht nur ungewöhnlich warm – er war auch besonders sonnig und viel zu trocken. Mit rund 35 Litern pro Quadratmeter lag der Niederschlag weit unter dem Mittelwert von 58 Litern pro Quadratmeter.

Besonders trocken war der April in der Hallertau, dem Gäuboden und in der Bodenseeregion – mit jeweils etwa zehn Litern pro Quadratmeter. Im hessischen Odenwald fielen dagegen gebietsweise 120 Liter und mehr. Den Wasserrekord hält Aachen-Ohlsbach, wo am 29. April nach einem kräftigen Gewitter 63,3 Liter vom Himmel fielen.

Überschnittliche Sonnenscheindauer

Neben Wärme und Trockenheit war der April 2018 auch in einem dritten Punkt überdurchschnittlich: bei der Sonnenscheindauer. Insgesamt schien die Sonne mehr als 225 Stunden. Das Soll für einen durchschnittlichen April liegt bei 152 Stunden. Besonders begünstigt war der Süden mit teilweise mehr als 270 Stunden.

 

Jetzt macht der gefühlte Sommer erstmal Pause. Ein Tief bringt kräftigen Südwestwind, die Luft ist frisch, die Temperaturen fallen auf acht bis zwei Grad. Beim Maibaum-Aufstellen sind lange Hosen und Jacke angesagt.

Die Nacht zum Mittwoch wird für Hobbygärtner spannend: Es droht leichter Bodenfrost. Aber keine Sorge: Laut DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn sind am Wochenende schon wieder verbreitet 20 Grad und mehr zu erwarten. (dpa)



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