Monsanto patentiert Gemüse – der Konzern siegt über die Natur

Epoch Times13. Juli 2015 Aktualisiert: 13. Juli 2015 19:15
Monsanto hat am 21. April 2015 das Patent auf Brokkoli erhalten, obwohl diese Sorte nicht genetisch verändert wurde, sondern eine normale Züchtung ist.

Laut EU-Patentkonvention kann eine herkömmliche Züchtung überhaupt nicht patentiert werden – doch das europäische Patentamt hat es erteilt. Auch nach deutschem Patentrecht gilt: "Patente auf Pflanzen und Tiere (als Erzeugnisse) sind ausgeschlossen".

Das heißt, ein Gärtner macht sich künftig strafbar, wenn er diese Sorte anbaut und als eigenes Saatgut verwendet. Beispielsweise dann, wenn die Pflanze im Vorjahr Blüten und Samen gebildet hat und er diese nutzt.

Das Urteil ist ein Präzedenzfall. Hunderte ähnliche Patentanträge warten und werden nun ähnlich entschieden, beispielsweise auf Tomaten, Kartoffeln, Hopfen, Soja, Paprika … das Patentamt verdient an jedem Patent mit.

Mittlerweile haben die zehn größten Saatgutkonzerne weltweit einen Marktanteil von 75 Prozent. Die bekanntesten sind Monsanto, Dupont und Bayer CropScience, die ihrerseits wieder kleinere Saatgutkonzerne übernehmen. Monsanto wollte beispielweise Syngenta kaufen, Syngenta ist Weltmarktführer bei klassischen Pflanzenschutzmitteln.

Die großen Konzerne für Saatgut konzentrieren sich auf die Entwicklung einiger weniger Sorten, die sie global vermarkten. Durch diese Strategie, nur wenige Sorten zu vermarkten, hat sich die Vielfalt der angebauten Pflanzen während des 20. Jahrhundert bereits um 75 Prozent verringert.

2012 wurde erreicht, dass Bauern alte Saatgut-Sorten auch dann vermarkten dürfen, wenn die dazugehörigen Gemüsepflanzen nicht amtlich zugelassen sind. Das geltende EU-Recht stehe dem nicht im Wege, urteilte damals der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (Rechtssache C 59/11). Es bleibt zu hoffen, dass dieses Urteil nicht gekippt wird. (ks)

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