Öko-Landwirt­schaft und gesunde Ernährung

Titelbild
Mit Fingerspitzengefühl: Frauen zermahlen mit einer traditionellen Steinmühle Hülsenfrüchte am Stadtrand von Allahabad, Indien. (AP Photo/Rajesh Kumar Singh)
Von 28. Juni 2009

Was wir heute essen, hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit noch in 30 Jahren, sagte der Arzt und Vater der deutschen Ernährungsberater Dr. M.O. Bruker  Mit seiner mehr als 50-jährigen Erfahrung als Chefarzt von mehreren Kliniken,  war Bruker davon überzeugt, dass falsche Ernährung fast alle Zivilisationskrankheiten bedingt, oder mitverursacht, hauptsächlich auch Krebs sowie Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie Rheuma.

Der ökologische Landbau ist eine Chance für mehr Gesundheit.  Virginia Wolfe sagte:  Man kann weder gut denken Noch gut lieben, noch gut schlafen,  wenn man nicht gut gegessen hat.

Die ökologische Landwirtschaft beachtet die natürlichen Kreisläufe zwischen Boden. Wasser, Luft und Pflanze,Tier und Mensch  Ökologisch-biologische Landwirtschaft denkt  und arbeitet ganzheitlich.

Im Zeitalter von McDonald´s entdecken immer mehr Menschen die Slowfood-Bewegung: Essen und Kochen ohne Hektik. Mit Genuß Schlemmen und zwar ökologisch. Spirituelle Erneuerung ist angesagt. Ohne Ökologie und hohe Ethik wird jede Religion  so gehaltlos sein, wie jede Umweltpolitik ohne  ethische Dimension erfolglos. Bäuerinnen und Bauern müssen mit viel Fingerspitzengefühl wieder begreifen, dass Landwirtschaft der Urberuf und dass die Natur ein Ganzes ist.

Die Fruchtbarkeit des Bodens ist das Kapital der Bauern.

Die ökologishe Landwirtschaft hat drei Ziele:  die Pflege der Erde und allen Lebens die Förderung der Umwelt und die Erzeugung gesunder Lebensmittel.

Biobauern ersetzen die Chemie durch Arbeit, Wissen und Vertrauen in die Kräfte der Natur. Statt Chemie einzusetzen lassen Biobauern  die Natur und viele Tiere  für sich arbeiten. Ameisen sind deshalb so interessante Mitarbeiter für mich weil sie in keiner Gewerkschaft organisiert sind, keinen Achtstundentag kennen und auch Sonn- und Feiertags arbeiten, sagte ein Öko-Bauer.

In den obersten 25 cm von einem Hektar Ökoland leben bis zu 30 Tonnen Regenwürmer. In einem Kilogramm fruchtbarer Muttererde leben und arbeiten 250 Millionen Bakterien, 700 Milliarden Strahlenpilze, 400 Milliarden Pilze, 50 Milliarden Algen und 30 Milliarden Protozoen, also einzellige Lebewesen und mehrere Regenwürmer. Fruchtbarer Mutterboden ist durchwurzelt, durchlüftet und bevölkert von mehr Leben als  das menschliche Auge oder Hirn fassen kann. Das hat Franz Alt in seinem Buch „Agrarwende jetzt“ geschrieben.

Rudolf Steiner hat 1924 in seinem „Landwirtschaftlichen Kurs“ die zukunftsfähige Landwirtschaft nicht nur naturwissenschaftlich sondern auch geisteswissenschaftlich begründet. Denn die Lebensprozesse haben nicht nur materielle sondern auch immaterielle Komponenten. Viele Forschungsarbeiten der letzten Jahrzehnte zeigen, dass kosmische Einwirkungen und Kräfte beim Pflanzenbau eine wichtige Rolle spielen. Wer nur an kurzfristigen Gewinnen interessiert ist, kann die biologische Wirtschaftsweise nicht verstehen. Die Rücksichtnahme auf die Bodenfruchtbarkeit bringt langfristig ein Optimum an Gesundheitsgewinn und Dauereinkommen, aber nur selten maximalen kurzfristigen Profit. Wenn Böden natürlich gesund sind, wachsen gesunde Lebensmittel.
„Die jungen Frauen würden alle in die Stadt ziehen und so finden wir Jungbauern keine Frau und müssen, wenn wir eine Familie gründen wollen, auch in die Stadt ziehen“, sagte ein österreichischer Jungbauer.

Der damalige Wiener Landwirtschaftsminister Fischler suchte ein neues Leitbild für eine ganze Bauerngeneration. Bald wurde ihm klar, dass  dies nur der ökologische Landbau sein kann. Da bleiben die Jungen im Dorf oder sie kommen wieder zurück und sie werden auch wieder eine Frau finden.

Henry Ford hat 1922 gesagt: „Wir werden lernen Herr über die Natur zu sein und nicht ihr Knecht.“ Nach diesem Motto haben wir den zweiten Weltkrieg geführt und inzwischen weitere 250 Kriege. Nach diesem Motto haben wir die Atombomben gebaut, die Kernkraftwerke und nach diesem Motto arbeiten die Genmanipulateure. Den dritten Weltkrieg führen wir gegen die Natur also gegen uns selbst. Wir werden die Verlierer dieses ersten weltweiten, wirklich großen Krieges sein, wenn wir nicht lernen die Naturgesetze zu achten. Wir sind Mitspieler im großen Spiel der Schöpfung.

Europäische Chemiekonzerne versprachen bengalischen Bauern Verdreifachung ihrer Obst und Gemüseernte, wenn sie ihre Chemikalien einsetzen würden, was dann auch  für einige Jahre eingetreten ist. Dann  rächte sich jedoch der Einsatz der chemischen Substanzen bitter: Wo einst blühendes Land war, war dann alles öde, leer und unfruchtbar. Der See, in den die Chemikalien dann auch gekommen sind , der einst voller Fische und voller Leben war, war dann  nur noch eine vergiftete Brühe, in dem sich kein Leben mehr regte.  Die bengalischen Bauern bereuten es dann bitter auf die Chemiekonzerne gehört zu haben und haben dann auf ökologischen Landbau umgestellt.

Ökobauern arbeiten nicht mit chemischen Pflanzenbehandlungsstoffen und Kunstdünger. Sie machen die Kulturlandschaft durch Pflanzen, Hecken und Teiche attraktiver. So entstehen auch Unterschlupfplätze für Vögel, Insekten und andere Nützlinge.

Albert Lutz ist Jahrgang 1927 und war noch im Kriegseinsatz 1944/45. Er besaß 20 Jahre lang ein Fliesengeschäft und ist Autor der Bücher „…der werfe den ersten Stein und Der Bart ist ab“.

Erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 23/09



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