Philippinen verbieten gentechnisch manipulierte Pflanzen – Ein weiterer Rückschlag für die Gentechnik-Industrie

Epoch Times18. Dezember 2015 Aktualisiert: 18. Dezember 2015 10:49
Der oberste Gerichtshof der Philippinen hat eine dauerhaftes Verbot von Freilandversuchen mit gentechnisch veränderten Auberginen und einen vorübergehenden Stillstand für die Genehmigung von Anträgen für die Anwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen, einschließlich deren Einfuhr, bestimmt.

Der oberste Gerichtshof der Philippinen, hat eine dauerhaftes Verbot von Freilandversuchen mit gentechnisch veränderten Auberginen und einen vorübergehenden Stillstand für die Genehmigung von Anträgen für die Anwendung in geschlossenen Systemen, die Einfuhr, Vertrieb und Verbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen, einschließlich der Einfuhr von gentechnisch veränderten Produkten bestimmt. Das Gericht entschied zu Gunsten von Greenpeace Südostasien, sowie mehreren philippinische Aktivisten, Wissenschaftlern und Politikern und ist ein großer Sieg für die philippinischen Bauern und Aktivisten auf der ganzen Welt.

"Diese Entscheidung stützt sich auf eine Welle von Ländern in Europa, die gentechnisch manipulierte Kulturen zurückgewiesen haben und ist ein schwerer Rückschlag für die Gentechnik-Industrie", sagte Virginia Benosa-Llorin, Administratorin für ökologische Landwirtschaft bei Greenpeace-Philippinen. "Die Philippinen wurden auf der ganzen Welt als ein Modell für Gen-Technische-Ordnungspolitik verwendet, aber jetzt machen wir endlich Fortschritte, um Menschen ein Recht zu geben, die Lebensmittel zu wählen, die sie essen wollen und die Art von Landwirtschaft, die sie fördern möchten."

Das vorübergehende Verbot bleibt bestehen, bis eine neue "Verwaltungsordnung" in Kraft tritt. Es schließt die höchst umstrittene gentechnisch veränderte Sorte „Golden Rice“ ein; ein Versuchsprojekt des Internationalen Reisforschungsinstituts (IRRI), welche, aufgrund der schlechten Leistung bei der Ernte, derzeit wieder in der Forschungs- und Entwicklungsphase ist. 

Die Entscheidung des obersten Landesgerichts setzt einen globalen Präzedenzfall, da es die erste juristische Entscheidung über Gentechnik auf den Philippinen ist, die das Sinnbild der Kalikasan (Umwelt) verwendet – ein legales „Umweltheilmittel“, wie es nur in den Philippinen verwendet wurde. Das Gericht ist auch das erste in der Welt, das ein Vorsorgeprinzip annimmt – was besagt, dass es am besten ist, auf der Seite der Vorsicht zu irren, in Abwesenheit eines wissenschaftlichen Konsens.

"Diese Entscheidung bestätigt die vielen Fälle von genetischer Verschmutzung, die wir und andere hervorgehoben haben, wie auch die einfache Tatsache, dass es keinen wissenschaftlichen Konsens über die Sicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen gibt“, sagte Benosa-Llorin. "Es ist ein großer Sieg für Filipinos, vor allem für die Landwirte, die mit Vorfällen von genetischen Verschmutzungen kämpfen.“ „Gentechnisch veränderte Kulturen fördern ein unwirksames Landwirtschaftsmodell auf der Basis der industriellen Landwirtschaft. Ein System, das nicht den Auswirkungen eines sich rasch verändernden Klimas standhalten kann und versagt zu liefern, was Filipinos brauchen: Nahrungs- und Ernährungssicherheit in Zeiten sprunghafter Wetterlagen", sagte Benosa-Llorin. 

Die Entscheidung des obersten Gerichts wird auch Auswirkungen auf den Handel von gentechnisch veränderten Pflanzen und Produkten haben. Der Gerichtshof bestätigte die Anweisung des Berufungsgerichts vom Mai 2013, dass die Regierung einen sofortigen Aktionsplan erstellen soll, die Feldversuchsstandorte zu rehabilitieren und zu schützen, zur Erhaltung der Umwelt beizutragen, sowie den aktuellen regulatorischen Prozess zur reformieren. Greenpeace Südostasien fordert die philippinische Regierung auf, ökologische Landwirtschaftspolitik, Investitionen und ihre Finanzierung zu unterstützen.

(mh)

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