Südkorea: Regierung ruft Notstand wegen riesigen Waldbrandes aus

Epoch Times5. April 2019 Aktualisiert: 5. April 2019 12:27
Wegen eines ungewöhnlich heftigen Waldbrandes mit mindestens einem Todesopfer hat Südkoreas Regierung am Freitag den nationalen Notstand ausgerufen. Zehntausende Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, 4000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Wegen eines ungewöhnlich heftigen Waldbrandes mit mindestens einem Todesopfer hat Südkoreas Regierung am Freitag den nationalen Notstand ausgerufen. Staatschef Moon Jae In wies die Behörden an, alle nötigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Brandes zu ergreifen. Das Feuer war nach Behördenangaben am Donnerstagabend an einer Straße der nordöstlichen Stadt Goseong unweit der Grenze zu Nordkorea ausgebrochen. Ein Mensch sei gestorben, elf weitere hätten Verletzungen erlitten.

Angefacht durch heftigen Wind hatte sich das Feuer in der Bergregion schnell ausgebreitet und 400 Häuser sowie 500 Hektar Land niedergebrannt. Auf Bildern im südkoreanischen Fernsehen und in sozialen Online-Netzwerken waren Häuser vor einer Feuerwand und dichte Rauchwolken zu sehen. Knapp 4000 Anwohner wurden in Sicherheit gebracht.

Die Feuerwehr kämpfte mit rund 10.000 Einsatzkräften und mehr als 870 Einsatzfahrzeugen gegen den Großbrand. Die Armee beteiligte sich mit 32 Hubschraubern, eigenen Löschfahrzeugen sowie 16.500 Soldaten an dem Einsatz.

„Zum Glück wurde das größte Feuer unter Kontrolle gebracht“, sagte Provinzgouverneur Choi Moon Soon dem örtlichen Radiosender YTN. Präsident Moon ordnete an, Kontakt mit den nordkoreanischen Behörden aufzunehmen, sollten die Flammen die nur etwa 45 Kilometer entfernte Grenze zu dem Nachbarland zu überwinden drohen.

Mit der Ausrufung des nationalen Notstands können die von dem Brand betroffenen Gegenden besondere Unterstützung wie Ausrüstung und Hilfsgüter erhalten und Zugangsverbote für gefährliche Gebiete verhängen. Zuletzt hatte die südkoreanische Regierung 2007 den nationalen Notstand verhängt, als aus einem havarierten Schiff vor der Westküste des Landes tausende Tonnen Öl ins Meer gelaufen waren. (afp)

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