Windkraftanlagen.Foto: iStock

Umfrage: Bundesbürger begegnen konkreten Maßnahmen zur Energiewende skeptisch

Epoch Times25. Februar 2019 Aktualisiert: 25. Februar 2019 10:36
Trotz einer grundsätzlichen Befürwortung einer Energiewende stehen viele Deutsche konkreten Maßnahmen in ihrer Nachbarschaft eher skeptisch gegenüber. Nur ein Viertel der Bürger würde eine Windkraftanlage in der Nachbarschaft uneingeschränkt akzeptieren.

Trotz einer grundsätzlichen Befürwortung einer Energiewende stehen viele Deutsche konkreten Maßnahmen in ihrer Nachbarschaft eher skeptisch gegenüber. So würde nur ein Viertel (24 Prozent) der Bürger eine Windkraftanlage in der Nachbarschaft ohne Einschränkungen akzeptieren, wie eine am Montag veröffentlichte Forsa-Umfrage für das Trendbarometer der Fernsehsender RTL und n-TV ergab. Dagegen würde dies demnach 43 Prozent der Befragten stören, 27 Prozent würden sogar aktiv protestieren.

Bei neuen Stromleitungen sieht das Bild ähnlich aus. In ihrer Nachbarschaft würden diese nur 30 Prozent der Bürger akzeptieren. Dagegen würden sich 43 Prozent an den Leitungen stören und 19 Prozent dagegen protestieren.

Der angestrebte Kohleausstieg stößt dagegen auf Zustimmung. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) ist sogar der Ansicht, dass der vorgeschlagene Ausstieg im Jahr 2038 zu spät kommt. Nur 14 Prozent der Befragten meinen, dies sei zu früh.

„Die aktuellen Befunde bestätigen die seit vielen Jahren zu beobachtende Kluft zwischen dem hohen Stellenwert des Umwelt- und Klimaschutzes im Bewusstsein der Menschen und ihrem tatsächlichen Verhalten“, erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner. Der Ausbau erneuerbarer Energien werde zwar im Prinzip für wichtig gehalten, „doch die dazu notwendigen Maßnahmen stoßen auf erheblichen Widerstand“.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die Umfrage von Dienstag bis Freitag vergangener Woche 2008 Bundesbürger. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion