Vogelhaus und gutes Futter

Epoch Times29. November 2008 Aktualisiert: 29. November 2008 23:37

In der kalten Jahreszeit haben viele Menschen, insbesondere Kinder, den Wunsch, unseren heimischen Vögeln mit Futter zu helfen. Der Naturschutzbund Hamburg (NABU) gibt Tipps, wie man bei der Winterfütterung der heimischen Vögel Fehler vermeidet und zugleich mit Freude die Vögel beobachten kann.

„Grundsätzlich empfehlen wir für die Fütterung ein so genanntes Futtersilo, weil darin das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt ist“, erklärt der Biologe Stephan Zirpel, Geschäftsführer des NABU Hamburg. „Außerdem wird im Silo im Gegensatz zu den offenen Futterhäuschen die Verunreinigung durch Vogelkot verhindert.“ Mit speziellem Vogelfutter für wildlebende, Körner fressende Gartenvögel aus dem Handel können gezielt Buchfink, Dompfaff und Spatz an das Silo gelockt werden. Weichfutterfressern wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle kann man eine Zeit lang mit Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Zeit erleichtern. In kleinen Holzgestellen lassen sich Äpfel feststecken. Für Meisen schließlich sind die bekannten Meisenknödel oder Meisenringe sowie Gitterbehälter mit Erdnüssen das richtige Angebot.

Körnermischungen aus dem Ausland schleppen fremde Pflanzen ein

„Besonderes Augenmerk sollte auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden“, betont Zirpel. „Billige Futtermischungen sind oft mit Samen der Allergie auslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt.“ Eine Ganzjahresfütterung helfe im Übrigen nur wenigen häufigen Arten und nur den Altvögeln, da selbst die Jungen der Körnerfresser eiweißreiches Lebendfutter, also Insekten und Würmer, benötigen. Nur damit können die Jungen gesund heranwachsen.

Für Naturschutz bedarf es mehr

„Wer übrigens glaubt, dass die Vogelfütterung ein Beispiel für angewandten Naturschutz ist, der irrt“, so der Naturschützer. Mit Ausnahme des Haussperlings erreicht die Vogelfütterung selten bedrohte Vögel. An den Futterhäuschen in Städten und Dörfern fänden sich für gewöhnlich 10 bis 15 Vogelarten ein, vor allem Meisen, Finken, Rotkehlchen und Amseln. Diese Arten weisen meist stabile Bestände auf und sind in der Regel nicht gefährdet. „Vorrangig für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Erhaltung von vielfältigen, naturnahen Lebensräumen“, klärt Zirpel auf. „Oftmals mangelt es unseren gefiederten Freunden an Brutmöglichkeiten, natürlichen Nahrungsquellen und Verstecken. Nistkästen am Haus, auf dem Balkon oder im Garten bieten beispielsweise Mauersegler, Blau- und Kohlmeise, Hausrotschwanz und anderen Vögeln ganz schnell eine zusätzliche Brutmöglichkeit.“

Nistkästen jetzt schon aufhängen

Die Kästen sollten nach Ansicht des NABU schon jetzt im Winter aufgehängt werden, denn viele Vögel beginnen früh mit ihrer Suche nach einem geeigneten Brutplatz, andere suchen die Kästen zum Übernachten auf.

Heimische Sträucher

Im Garten lassen sich darüber hinaus Hecken und Gebüsche aus heimischen Sträuchern wie Weißdorn, Roter Hartriegel und andere anlegen. Darin finden unsere Singvögel zum einen Unterschlupf und Schutz vor Räubern, zum anderen können sie sich im Herbst an dem reichhaltigen Beerenangebot laben.

Weitergehende Tipps und Informationen zur Vogelfütterung finden Sie im Internet unter www.NABU-Hamburg.de sowie – samt einer breiten Auswahl an Nistkästen – im NABU-Infozentrum in der Osterstraße 58 in Hamburg-Eimsbüttel.  (NABU/hs)

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