Warum Kartoffeln so viel mehr sind als nur hässliche Knollen

Von 12. Juli 2015 Aktualisiert: 12. Juli 2015 19:40
Viele glauben Kartoffeln seien einfach nur voller Kohlenhydrate. Doch diese machen nur 15 Prozent aus. Kartoffeln sind in Wirklichkeit wichtige Eiweiß-Lieferanten - sind in der Lage den Körper zu entwässern und ihr Saft ist ein wirksames Heilmittel.

Kartoffeln werden unterschätzt. Zusammen mit einem Ei decken sie 100 % des Proteinhaushaltes ab. Durch ihren hohen Wassergehalt, rund 80%, helfen sie beim entwässern des Körpers, weisen im Gegensatz zu falschen Behauptungen nur wenig Kalorien auf. Sie enthalten 15% Kohlenhydrate und etwa drei Prozent Eiweiß. Dazu kommen die wichtigen Inhaltsstoffe Kalium, Magnesium sowie Eisen, Vitamin C, Thiamin und Niacin.

Dieses knollige Nachtschattengewächs „Solanum tuberosum“ galt schon bei den Inkas als Heilpflanze. Dieses Volk nutzte den Saft der Kartoffel im Monat September um bei einem Ritual den ganze Stamm vor Krankheiten zu schützen.

Auch heute weiß man um die heilende Wirkung von Kartoffeln-Presssäfte gegen Sodbrennen. Als homöopathisches Heilmittel ist Solanum tuberosum schon längst bekannt.

Weltweit gibt es mehrere Tausend Kartoffelsorten, hier in Deutschland sind es ungefähr noch 120. Sie enthalten wichtige Inhaltsstoffe wie Kalium und Magnesium, Eisen, Vitamin C, Thiamin und Niacin.

Gute Erde – gute Kartoffelernte

Mittlerweile gehören Kartoffeln auch zu den Sorten, die gerne in privaten Kleingärten angebaut werden. Damit aber eine Kartoffel voller gesunder vitaler Nährstoffe ist und auch dementsprechend schmeckt, ist es wichtig, dass die Weißblütige Kartoffelpflanze gesund ist. Dementsprechend braucht sie einen guten Nährboden, sprich einen lebendigen Boden. Durch gezielte Kompostdüngung mit Heilpflanzenpräparaten bekommt jeder einen fruchtbaren Boden mit einer gesunden Humusschicht hin, was die beste Voraussetzung für eine gesunde Kartoffelpflanze ist. Das Beet muss sehr gut vorbereitet werden denn die Kartoffel hat‘s gerne gemütlich. Wer es ganz konsequent betreibt, nutzt vorher den Anbau von Lupinen, die die Erde erwärmt, lockert und mit reichlich natürlichem Stickstoff versorgt.

Nach der Ernte sollte man die Kartoffeln im Dunklen lagern. Denn bei Licht, oder auch bei unreifen Kartoffeln bildet sich das giftige Solanin, ein Alkaloid, dass auch durch das Kochen, braten und frittieren nicht abgebaut wird. Die Dosis von 200 mg Solanin, bei der erste Vergiftungserscheinungen bei erwachsenen Menschen auftreten können, entspricht einem Genuss von drei bis sieben Kilogramm ungeschälter roher Kartoffeln. Aus diesem Grunde sollte man Kartoffelschalen, grüne Kartoffeln und Kartoffelkeime nicht für die Ernährung oder Fütterung verwenden. Kartoffelschalen und ergrünte Kartoffeln enthalten gegenüber geschälten normalen Kartoffeln ein Mehrfaches an Alkaloiden. Grüne Knollen und Keimlinge enthalten neben Solanin auch Chaconin und Leptine. Da Untersuchungen zur Wirkung dieser Stoffe auf den Organismus von Kleinkindern und geschwächten Personen nicht bekannt sind, sollte man diesen Personenkreis vom Verzehr auch kleiner Mengen ergrünter Kartoffeln abhalten.

Kartoffeln in der alltäglichen Küche

Die Knollen werden unter anderem nach ihren Kocheigenschaften unterschieden: mehlig oder festkochend. Die mehligen Sorten sind ideal für Kartoffelpuffer, da sie sich leicht reiben lassen. Auch für Kartoffelpüree und Knödel eignen sich diese Sorten am besten. Für den beliebten Kartoffelsalat, sowie auch Bratkartoffeln sollte man lieber zu den Festkochenden greifen. Für die schlichten Salz- oder Pellkartoffeln sind auch die festeren Sorten zu empfehlen.

Für die begehrten Pommes Frites sollten möglichst nur die ganz Naturbelassenen verarbeitete werden. Nur Kartoffeln mit hohem Stärkegehalt eignen sich hierfür.

Rezeptvorschlag:

Kartoffelgratin mit Möhren

– 8 Kartoffel und 250 g Möhren

– 200 g Schlagsahne und 100 ml Milch

– 250 g Käse zum Reiben, zwei Eier

– Muskatnuss, Pfeffer, Salz, 1 Knoblauchzehe

– Butter zum Fetten der Form

Flache Auflaufform mit einer geschälten Knoblauchzehe ausreiben und mit Butter einfetten. Kartoffeln und Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Beides abwechselnd in der Auflaufform schichten. Milch, Sahne, Gewürze, Eier verrühren und über die Möhren-Kartoffelschichten gießen. Käse grob reiben und darüber streuen. Im Backofen bei 180° etwa 45 Minuten garen. Am besten probieren, ob die Kartoffelscheiben weich genug sind. Mit einem üppigen Salat ist dies ein komplettes Essen vier Personen.

Demeter: Fakten und Facetten. Gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau.

Besuchen Sie ruhig einen Demeter- Bauernhof. Adressen mit Höfen in Ihrer Nähe bekommen Sie unter der

Telefonnummer: 06155/ 84 69 50

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