Warum Laub nicht einfach in der Bio-Tonne entsorgt werden sollte

Von 24. Oktober 2019 Aktualisiert: 25. Oktober 2019 8:36
Herbstzeit ist Laubzeit. Viele Menschen entsorgen die gefallenen Blätter aus dem Garten schnellstmöglich in der Biotonne. Jedoch bieten Haufen aus Laub vielen Tieren Schutz im Winter- vor allem Igel sind darauf angewiesen.

Während man im goldenen Herbst bei Spaziergängen die bunt verfärbten Blätter bewundern kann, bedeuten sie für Gartenbesitzer oft viel Arbeit. Die Blätter müssen regelmäßig von Rasen, Fußweg und auch Regenrinnen entfernt werden. Teilweise sind die Anlieger vor allem auf öffentlichen Gehwegen dazu sogar gesetzlich verpflichtet.

Auch auf dem privaten Rasen im Garten ist es ratsam die gefallenen Blätter nicht einfach liegenzulassen. Ist der Rasen von durchgehendem Laub bedeckt, bilden sich braune Flächen. Außerdem ist die Zeit bis zum nächsten Frühjahr auch zu kurz, als dass das gefallene Laub kompostiert werden würde.

Der einfachste Weg scheint das Laub in der Biotonne zu entsorgen oder in speziellen Säcken zur Abholung bereitzustellen. Allerdings zerstört man damit eine Schlafmöglichkeit für Igel, Siebenschläfer und andere Tiere über den Winter.

Laub als Schutz im Winter

Wenn man Laub auf einen Haufen zusammenkehrt und an einer geschützten Stelle im Garten platziert, bietet man den heimischen Tieren Schutz für den Winter. Vor allem Igelfamilien nutzen gerne aufgehäuftes Laub für ihren Winterschlaf.

Für eine besonders gute Schlafgelegenheit sollte man das Laub an einem vom direkten Regen geschützten Platz anhäufen. Denn ein durchnässter Laubhaufen kann nur wenig Schutz bieten.

Igel wählen aber nicht nur Laub für ihren Winterschlaf, sondern auch Hohlräume in Hecken oder Gartenhäuschen. Ihr Hauptanliegen ist dabei geschützt und warm gehalten ihren Winterschlaf anzutreten. Wenn das Laub anfängt, sich zu zersetzten, wird dabei zusätzlich natürliche Wärme frei. Wenn man keine Laubbäume hat, aber trotzdem einem Igel einen Schlafplatz im Garten anbieten möchte, kann man auch ein spezielles Igelhäuschen im Garten aufstellen.

Igel sind Nützlinge

Abgesehen davon, dass die stacheligen Vierbeiner niedlich aussehen, sind sie auch sehr nützlich, da sie sich vor allem von Schnecken und Insekten ernähren.

Igel benötigen außer einen Schlafplatz für den Winter grundsätzlich keine zusätzliche Hilfe, auch kein Futter. Vor allem Milch sollte vermieden werden, da die Tiere davon Durchfall bekommen. Sollte man jedoch einen geschwächten Igel, der nach dem ersten unerwarteten Schneefall auf der Suche nach einem Schlafplatz umherirrt, finden, kann man ihn mit speziellen Igelfutter, Katzenfutter aus der Dose, Eiern oder etwas Banane oder Avocado stärken.

Die stacheligen Nützlinge sind durch immer weniger Grünflächen und zunehmenden Autoverkehr in ihrem Bestand bedroht. Umso wichtiger ist es, das Laub im Garten nicht sofort zu entsorgen, sondern es als Schlafplatz für Igel zum Überwintern anzubieten.

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