Die Hundstage kommen: Der alljährliche Heißluftföhn aus der Sahara

Epoch Times22. Juli 2019 Aktualisiert: 22. Juli 2019 19:01
Die heißeste Zeit des Sommers hat seit dem Römischen Reich einen Namen: Die Hundstage. Zwischen dem 23. Juli und dem 23. August ist Hochsommer angesagt - mit Temperaturen von 32 bis 38 Grad. Im Westen und Südwesten kann es noch wärmer werden.

Deutschland steht die nächste Schönwetterperiode bevor: die Hundestage. Der Wetterdienst erwartet verbreitet Temperaturen von 32 bis 38 Grad, im Westen und Südwesten örtlich sogar mehr.

Ähnlich wie bei den Hitzetagen im Juni kommt es zu einer Omega-Wetterlage, diese wird vermutlich etwas länger anhalten als jene im Juli. Zwischen einem Tiefdruckgebiet über dem Ostatlantik und einem Hochdruckgebiet über dem östlichen Mitteleuropa, das relativ unbeweglich auf seiner Position verharrt, wird durch die Luftdruckunterschiede heiße Luft aus Nordafrika und der Sahara nach Norden transportiert.

Die Hundstage sind die heißesten Tage und ganz typisch

Die Hundstage sind die heißesten Tage des Hochsommers zwischen dem 23. Juli bis 23. August. Wissen.de weiß: „Dass es sich Mitte Juli abgekühlt hat und jetzt wieder heiß wird, ist kein Zufall. Denn genau diese Abfolge aus erster hochsommerlicher Hitzeperiode, Abkühlung und zweiter Sommerhitze kommt auffallend häufig vor, wie langjährige Aufzeichnungen zeigen.“

Die Zeitangabe für die Hundstage (lateinisch dies caniculares) entstand im Römischen Reich, 46 v. Chr., der Name ist abgeleitet vom Sternbild Sirius. Nach den Bauernregeln gelten sie als die heißesten Tage des Jahres und sind ganz typisch für unsere Region.

So war laut DWD etwa der WM-Sommer 2006, als in Deutschland zur Fußballweltmeisterschaft wochenlang nichts als Sonnenschein herrschte, auf eine solche Omega-Konstellation zurückzuführen.

Auch der aktuelle nationale deutsche Temperaturrekord entstand bei einer vergleichbaren Wetterlage durch einströmende Saharaluft. Er wurde am 5. Juli und 7. August 2015 mit 40,3 Grad im fränkischen Kitzingen im nördlichen Bayern gemessen. (ks/afp)

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