Wetterwarnungen gelten weiterhin, vor allem für den Süden

Epoch Times19. Mai 2019 Aktualisiert: 20. Mai 2019 21:47
Mit Gewittern und heftigen Schauern ist Tief „Axel“ über weite Teile Deutschlands gezogen, für einige Bundesländer wurde eine Wetterwarnung ausgedehnt. In Berlin kam es zu Behinderungen im Zugverkehr und an den Airports.

+++ Update +++

Starker Gewitterregen hat in Berlin auf einzelnen Strecken zu Verspätungen und Ausfällen bei Straßen- und S-Bahnen geführt. Betroffen waren nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe mehrere Straßenbahnlinien in den Stadtteilen Köpenick und Schöneweide.

Laut S-Bahn war der Verkehr zwischen Tegel und Schönholz beeinträchtigt. Am Flughafen Tegel wurde die Abfertigung kurz unterbrochen. Auf dem Flughafen Schönefeld kam es wegen des Gewitters zu Verzögerungen.

Vielerorts hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun – in Berlin rief sie zeitweise den Ausnahmezustand aus. Das bedeutet, dass Einsätze nach Wichtigkeit bearbeitet werden, nicht nach dem Eingehen der Notrufe.

Aktuelle Warnungen sind noch vor allem für den Süden aktiv

In Mittelsachsen hat es anscheinend einen Tornado gegeben. Ein Video aus Brand-Erbisdorf zwischen Chemnitz und Dresden zeigte eine sogenannte Funnel-Cloud.

17:15 Uhr: Wetterwarnung ausgedehnt

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern mit Starkregen und Hagel in Deutschland. Betroffen seien Teile der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Hessen, hieß es in einer Warnmeldung vom Montagnachmittag.

Es könne im Laufe des Tages und in der Nacht zu Dienstag örtlich zu Blitzschäden, Überflutungen von Kellern und Straßen und durch Hagelschlag zu Schäden an Gebäuden, Autos und landwirtschaftlichen Kulturen kommen.

Der DWD warnte außerdem vor möglichen Erdrutschen. Speziell für Baden-Württemberg sprach der Wetterdienst aufgrund des anstehenden Dauerregens eine gesonderte Warnung aus.

Demnach seien in diesen Gebieten Überflutungen von Kellern und Straßen sowie Hochwasser in Bächen und Flüssen möglich. Ein Tiefdruckgebiet über Tschechien lenkt von Osten her sehr feuchte und warme Luft nach Deutschland. In den Alpen und im Alpenvorland regnet es bereits mit einer Intensität von 5 bis 10 l/qm in der Stunde.

15:40 Uhr: Warnung für Bden-Württemberg und NRW

„Das Tief an sich bewegt sich in den kommenden Stunden kaum. Es gibt kaum Höhenwinde, daher ziehen auch die Niederschlagsgebiete und Gewitter nicht von der Stelle“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal „wetter.net“ zur heutigen Wetterentwicklung.

Für Baden-Württemberg wurde im Vorfeld die Wetterwarnstufe 3 ausgegeben. „Es könnten 40 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, im Südosten sogar örtlich bis zu 140 Liter (Stufe 4)“, schreibt „Bild„. Es bestehe laut Experten ein großes Hochwasserrisiko.

Diverse Wettermodelle geben ein klares Bild aus: Knapp 200 Liter Regenmenge pro Quadratmeter. Wetterexperte Jung sagt:

Die großen Schneemassen in den Alpen sind noch nicht weg und die schmelzen nun mit ab. Da kommt regional noch einiges als Schmelzwasser dazu!“

„Auch in Nordrhein-Westfalen werden zum Beginn der neuen Woche wieder Gewitter und Starkregen erwartet. Am Montag sei besonders in Westfalen mit Unwettern und viel Regen zu rechnen, teilte der DWD in Essen mit. Zeitweise könnten 25 Liter Regen pro Stunde fallen“, schreibt die „Bild“. Erst zur Wochenmitte tritt vorübergehend eine Wetterberuhigung ein, bevor es dann am kommenden Wochenende von Westen her neue, teils kräftige Regenfälle geben kann.

Starkregengefahr ab Montag

Der Sonntag beginnt im Westen und Südwesten mit Schauern, sonst bleibt es bis auf den Ostseebereich freundlich und trocken. Im Laufe des Tages bilden sich Quellwolken, die Schauer und Gewitter mit sich bringen. Im Westen und Südwesten besteht Starkregengefahr mit lokalen Überschwemmungen.

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Die Temperaturen steigen bis 24 Grad, im Raum Berlin bis 26 Grad. An der Küste und im Südwesten sind eher Werte um 17 Grad zu erwarten.

Zum Montag verstärken sich die dichten Wolken von Tief „Axel“ vor allem südlich von Mosel und Main, ebenso im Nordseebereich. Die Mitte und der Osten Deutschlands bleibt meist niederschlagsfrei, die Temperaturen liegen früh zwischen 13 und 7 Grad.

Ab Montag droht Dauerregen. Südlich der Donau können bis Mittwoch Nacht über 60 mm Regen in 48 Stunden fallen, an den Alpen teilweise 100 und in einigen Staulagen bis über 150 mm.

Am Montag kommt es wiederholt zu Schauern und kräftigen Gewittern, vor allem im Süden und Südosten mit teilweise unwetterartigen Starkregen – bis hin zu lokalen Überschwemmungen. Die geringste Neigung zu Niederschlägen besteht an den Küsten und im äußersten Weste. Die Temperaturen liegen zwischen 17 und 23 Grad, an der Spree bis 25 Grad.

Nachts lockert es zum Dienstag etwas auf, anfangs kann es noch gewittrigen Regen mit Starkregengefahr geben. Westlich des Rheins und im Osten klingen die Niederschläge ab, die Temperaturen liegen erneut zwischen 13 und 7 Grad.

Auch am Dienstag regnet es in weiten Teilen des Landes weiter, die größte Gefahr von Starkregen liegt im Süden. Vereinzelt gibt es Nebel oder Dauerregen mit 20 bis 50 mm Niederschlag in 24 Stunden. Feuchte und warme Luftmassen hängen besonders an den Alpen fest. (ks/cs/dpa)