Mit Hämmern und Messern: Prominenter Hongkonger Protestveranstalter zum zweiten Mal angegriffen

Es war der zweite derartige Angriff auf Jimmy Sham, den Leiter der Civil Human Rights Front, seit die Proteste Mitte Juni in Hongkong eskalierten.

Es war der zweite derartige Angriff auf Jimmy Sham, den Leiter der Civil Human Rights Front, seit die Proteste Mitte Juni in Hongkong eskalierten.

Bis zu fünf maskierte Männer, die schwarz trugen hatten Sham mit Hämmern und Messern mehr als 10 Sekunden lang im Bezirk Mongkok auf der Halbinsel Kowloon angegriffen, sagte die Polizei am späten Mittwoch.

Fotos in den Sozialen Medien zeigten ihn blutbefleckt, wie er auf der Straße lag.

Die Polizei verurteilte die Tat scharf, nannte sie einen geplanten Angriff und versprach zu ermitteln. Sham wurde ins Krankenhaus eingeliefert und befindet sich in stabilem Zustand, sagte ein Regierungssprecher.

Seine Gruppe, die Civil Human Rights Front hatte die millionenschweren Märsche im Juni organisiert und gerade einen weiteren Marsch für Sonntag den 20. Oktober im benachbarten Bezirk Kowloon geplant. Die Behörden haben bisher noch keine Erlaubnis erteilt.

Prodemokratischen Abgeordnete veranstalteten eine Pressekonferenz, in der sie den gewalttätigen Angriff auf Sham verurteilten und die brutalen Handlungen als einen Abschreckungsversuch bezeichneten. Sham sei der inbegriff für friedliche Demonstrationen in Hongkong:

„Wir werden das Gefühl nicht los, dass diese ganze Sache Teil eines Plans ist, um Hongkongs friedliche Protest mit Blut zu beschmieren. Wenn ihr denkt, dass ihr friedlich und sicher seid, ihr seid es nicht. Denkt also zweimal darüber nach, bevor ihr auf die Straße geht.“

Die Abgeordnete Claudia Mo ging dabei von einer politisch motivierten Tat aus, da Sham auch für eine bevorstehende Bezirksratswahl kandidiert, weiter sagte sie:

„Dies ist kein Einzelfall, seit Juli dieses Jahres standen mehr als sieben Abgeordnete, Bezirksratskandidaten unter bösartigen Angriffen und wurden verletzt. Und in keinem dieser Fälle wurde ein Verdächtiger verhaftet. Ich fordere die Polizei nachdrücklich auf, ihre Aufgaben ordnungsgemäß zu erfüllen, damit friedliche Demonstranten durch diesen barbarischen Akt nicht weiter eingeschüchtert werden.“

Seit Monaten demonstrieren die Menschen in Hongkong schon gegen ihre Regierung und den wachsenden Einfluss der kommunistischen Pekinger Führung auf das autonom regierte Territorium. Die sieben Millionen Hongkonger stehen unter Chinas Souveränität, genießen aber – anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik – mehr Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, um die sie jetzt fürchten.

Bisher wurden mehr als 2000 Demonstranten seit beginn der Proteste festgenommen.

 



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