Hilferuf einer Schulleiterin in Berlin-Neukölln: „Wir sind arabisiert“

Gescheiterte Integration und Fehlbelegungsabgabe haben die Bevölkerungsstruktur zunehmend homogenisiert. Eine Schulleiterin spricht von "Arabisierung".

Zwölf Jahre, nachdem die „Rütlischule“ in Berlin-Neukölln bundesweit als Sinnbild für eine verfehlte Bildungspolitik in die Schlagzeilen gekommen war, illustriert nun die „Schule an der Köllnischen Heide“ die Folgen multiplen Polit-Versagens.

Die deutsche Sprache beherrscht hier nur noch eine Minderheit. Im Sommer, so schreibt „Bild“, seien 103 Erstklässler dort eingeschult worden, darunter ein einziges Kind mit deutschen Eltern. An zwei weiteren Schulen im Viertel sei das Verhältnis ähnlich: Nur in zwei von 109 Fällen ist demnach Deutsch die Mutter- und Familiensprache.

Schulleiterin Astrid-Sabine Busse wird mit den Worten zitiert: „Wir sind arabisiert!“ Die Mittelschicht ist aus der Gegend verschwunden. Wer nicht freiwillig ging, wurde vom Senat und dessen Fehlbelegungsabgabe dazu veranlasst. Mittlerweile gibt es kaum noch Eltern dort, die einem regulären Beruf nachgehen. Viele Kinder haben kein eigenes Bett.

Es gibt keine Tagesstruktur. Selbst die gemeinsamen Mahlzeiten sind weggebrochen. Bereits jetzt haben 88 Prozent der Kinder im Umfeld der „Köllnischen Heide“ eine Kita besucht. Daran, dass 70 Prozent Sprachdefizite haben, hat sich dadurch nichts geändert. Ausgebildete Pädagogen sind kaum vorhanden, die Bereitschaft auswärtiger Kandidaten, eine Herausforderung im Problemstadtteil zu suchen, ist enden wollend.

Die Schule will mit einem „Umgangs-ABC“ grundlegende Verhaltensregeln vermitteln. Dem Vorschlag, Kinder auf Schulen anderer Stadtbezirke zu verteilen, kann Busse nichts abgewinnen. Eine solche Maßnahme würde noch mehr besser gestellte Familien dazu veranlassen, ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken. Im Gegenzug müssten solche ja dann Schulen wie die an der Köllnischen Heide besuchen – aber: „Hier will doch keiner hin.“



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