„Heimatliebe ist kein Verbrechen“: Identitäre Aktivisten „empfangen“ Claudia Roth in Niederbayern

Epoch Times14. Januar 2018 Aktualisiert: 17. Januar 2018 13:42
Mitglieder der Identitären Bewegung demonstrierten am Samstag in Niederbayern. Dort fand die Wahl des Spitzenduos mit dem die Grünen-Partei in den Landtagswahlkampf starten wollen statt. Der Protest richtete sich hauptsächlich gegen Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth.

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth marschierte Ende November bei einer Anti-AfD-Demonstration mit, bei der „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ und „Deutschland verrecke“ skandiert wurde. Im Gegensatz zu anderen Beteiligten hat sich Roth nie von diesem Protest distanziert.

„Ich halte das für einen unhaltbaren Zustand, wenn die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags hinter Parolen wie ‚Deutschland, Du mieses Stück Scheiße‘ herläuft. Sie trägt damit zur Radikalisierung der Gesellschaft bei und macht sich mitschuldig, wenn sich das Klima in Deutschland hochschaukelt,“ sagte der CSU-Landtagsabgeordnete Florian Herrmann damals.

Auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt kritisierte Roth für ihre Teilnahme an dem Linken-Protest. Wendt meinte: „Mir würde es im Traum nicht einfallen, Linksextremisten hinterherzulaufen, selbst wenn sie für eine vermeintlich gute Sache auf die Straße gehen.“

„Heimatliebe ist kein Verbrechen“

Nun machte die Identitäre Bewegung erneut auf den damaligen Protest aufmerksam und übte Kritik an der Bundestagsvizepräsidentin.

Am Samstag demonstrierten Mitglieder der Bewegung in Niederbayern – wo die Wahl des Spitzenduos mit dem die Grünen-Partei in den Landtagswahlkampf starten wollen stattgefunden hat. Mit Slogans wie: „Integration ist eine Lüge!“ empfingen die Aktivsten die Grünen-Politikerin.

Auf ihrem Facebook-Account schrieben die Identitären:

„Claudia Roth, die nichts dabei findet, sich auch als Bundestagsvizepräsidentin hinter linksextremen Kampfparolen wie „Deutschland, Du mieses Stück Scheiße“ und „Deutschland verrecke“ einzureihen, besuchte heute ihre Parteikollegen in Deggendorf. Anlass dafür war die Wahl des Spitzenduos mit denen die Grünen in den Landtagswahlkampf starten wollen.

Die Grüne Partei hat aus ihrer Abneigung gegen deutsche Werte, Traditionen und Identität nie ein Geheimnis gemacht. Die tiefe Verachtung gegen das Eigene bestimmt ihre Politik.

Deshalb wollten es sich die identitären Aktivisten vor Ort natürlich nicht nehmen lassen, den Besuch mit einer kleinen Intervention zu bereichern: Heimatliebe ist kein Verbrechen!

Wir stehen für friedlichen patriotischen Widerstand gegen einen gesellschaftlichen Umbruch nie dagewesenen Ausmaßes und für den Erhalt und die Wiederbelebung unserer Identität.

Gleichgültigkeit und Beliebigkeit sind heute die prägenden Merkmale eines liberal-universalistisch geprägten Europas, in dem man sich der Ideologie der Multikultis unterwerfen soll. Diese Politik hat unsere Heimat nicht besser, schöner oder bunter gemacht. Im Gegenteil: Mit jedem weiteren Tag, der vergeht, sieht man deutlicher wie sehr sie gescheitert ist.“

Die Identitäre Bewegung ist eine Gruppierung mit französischen Wurzeln, die seit 2012 auch in Deutschland aktiv ist. Sie wendet sich eigenen Angaben zufolge gegen „Multikulti-Wahn“, „unkontrollierte Massenzuwanderung“ und den „Verlust der eigenen Identität durch Überfremdung“. Die Gruppe wird in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. (so/dpa)

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