Ärzte entfernten Niere statt Milz - Mann aus Bremen erhält 90.000 Euro Schadenersatz
Nach der Entnahme einer Niere bei einer Milzoperation erhält ein junger Mann Schadenersatz sowie einen Ausgleich für künftige Folgeschäden. Mit einem entsprechenden Vergleich endete ein Prozess vor dem Bremer Landgericht.

Operationssaal.
Foto: PHILIPPE HUGUEN/AFP/Symbolbild/Getty Images
Nach einer irrtümlichen Entnahme einer gesunden Niere bei einer Milzoperation erhält ein junger Mann aus Bremen laut einer Gerichtsentscheidung 90.000 Euro Schadenersatz sowie einen Ausgleich für alle künftig noch entstehenden Folgeschäden. Mit einem entsprechenden Vergleich endete am Mittwoch vor dem Bremer Landgericht ein Rechtsstreit zwischen dem Geschädigten sowie dem verantwortlichen Arzt und der Betreibergesellschaft der Klinik.
Laut Gericht sollte dem damals 18-Jährigen vor rund drei Jahren bei einem Eingriff in dem Krankenhaus operativ die Milz entfernt werden. Die Ärzte entnahmen aber dessen linke, gesunde Niere. In dem Verfahren ging es um die Höhe des Schmerzensgelds und zudem darum, ob der Behandlungsfehlers als „grob“ einzustufen sei.
Nach Angaben eines Gerichtssprechers einigten sich die Parteien auf einen sogenannten Widerrufsvergleich. Es war ein sogenannter Gütetermin, bei dem die Richter zum Auftakt eines Verfahren die Möglichkeiten einer Verständigung ausloten. Beide Seiten können die Vereinbarung innerhalb von drei Wochen aber noch aufkündigen. (afp)
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