Österreich stoppt Flüchtlingsansturm – Grenzschließung nach Ungarn bei Nickelsdorf, Flüchtlingslager Röszke (Ungarn) wird aufgelöst

Epoch Times14. September 2015 Aktualisiert: 14. September 2015 10:31
Nach der deutschen Grenzschließung kam Österreich in Zugzwang, um nicht als Staubecken für Flüchtlingsströme vor der deutschen Grenze zu enden. In sozialen Netzwerken wird berichtet, dass das ungarische Flüchtlingscamp Röszke aufgelöst werde. 60.000 Menschen warten dort auf eine Weiterreise...

Update: Jetzt ist es soweit: Am heutigen Montag Vormittag sperrte Österreich seine Grenze zu Ungarn in Nickelsdorf. Nachdem 20.000 Menschen am Sonntag und in der Nacht zum Montag in Nickelsdorf ankamen und den kleinen Grenzort mit 1.770 Einwohnern regelrecht überfluteten, hat Österreich auf Forderungen seines Außenministers Sebastian Kurz die Grenzen auf unbekannte Zeit geschlossen, wie der ORF meldet. Nachdem Ungarn eine verschärfte Grenzpolitik ankündigte, kam es noch einmal zu einem Rekord-Ansturm von Flüchtlingen. Weiterhin wird in sozialen Netzwerken berichtet, dass das ungarische Flüchtlingslager Röszke aufgelöst werde. Dort warten weitere 60.000 Menschen auf eine Weiterreise nach Norden…

"Verheerende Auswirkungen" abwenden

Nach dem Wiedereinführen der Grenzkontrollen durch Deutschland, sitzen nun Tausende Flüchtlinge in Österreich fest. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) forderte deshalb von Wien die Grenzschließung zu Ungarn, um "verheerende Auswirkungen" abzuwenden, da eine "totale Überforderung unseres Landes in nur wenigen Tagen" drohe, so Kurz am Sonntag Abend im österreichischen TV-Sender ORF. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hatte sich zuvor noch gegen verschärfte Grenzkontrollen ausgesprochen, meldeten die Deutschen Wirtschafts-Nachrichten.

20.000 Flüchtlinge sitzen in Österreich fest

Der Außenminister argumentierte, dass Österreich das letzte attraktive Ziel vor Deutschland sei und die Flüchtlinge seit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen in Deutschland nicht mehr nur als Durchreisende nach Österreich kämen. Am Sonntag hatten nach Polizeiangaben 15.000 Menschen das österreichische Nickelsdorf an der ungarischen Grenze überflutet. In der Nacht wurden dann weitere 5.000 Menschen erwartet, denen die direkte und unkontrollierte Weiterreise nach Deutschland nun verwehrt ist.  

SOS-Brief der Lokalregierung aus Nickelsdorf

Der Bürgermeister des österreichischen Grenzortes Nickelsdorf schickte am vergangenen Freitag einen öffentlichen SOS-Brief an die Regierung in Wien [siehe auch: Politiker handeln nicht: Flüchtlingsinvasion in Nickelsdorf]

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