Flüchtlingswelle: Papst warnt vor Import islamistischer Extremisten

Epoch Times14. September 2015 Aktualisiert: 14. September 2015 15:55
Unlängst rief der Papst Europa dazu auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Jetzt spricht Franziskus offen davon, dass sich IS-Terroristen unter den Flüchtlingen befinden könnten. Auch Rom wäre nicht vor Anschlägen gefeit. Der Vatikan verstärkt seine Sicherheitsmaßnahmen.

Papst Franziskus hat nun vor der Gefahr gewarnt, Extremisten könnten sich unter den Flüchtlingen befinden. Muslimische Radikale könnten mit dem Flüchtlingsstrom das Mittelmeer in Richtung Europa überqueren.

"Es ist wahr, dass nur 400 Kilometer von Sizilien entfernt eine unglaublich grausame terroristische Gruppe sitzt", sagte der Papst am Montag dem portugiesischen Radiosender Renascenca mit Blick auf den Islamischen Staat in Libyen, berichtet "Reuters".

Demnach schloss es Franziskus nicht aus, dass Rom ein Ziel von Anschlägen werden könnte. "Ja, niemand hat gesagt, Rom sei immun gegen eine solche Bedrohung. Aber man kann sich schützen." 

Die Terroristen des Islamischen Staat sprachen schon mehrfach Drohungen aus, katholische Ziele in Rom anzugreifen. Im Namen Allahs töten die IS-Kämpfer alle Andersgläubigen die sich nicht zum Islam bekennen wollen. 

Papst ruft Europa auf mehr Flüchtlinge aufzunehmen

Anfang September rief der Papst in Rom zu mehr Solidarität und Hilfe für geflüchtete Menschen auf. 

"Ich appelliere an alle Pfarreien, religiösen Gemeinschaften, Klöster und Wallfahrtsorte in ganz Europa, eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Angesichts des Leids Zehntausender Menschen, die Krieg und Hunger zu entkommen versuchten, reiche es nicht, Mut und Geduld zu predigen, sagte der 78-Jährige. Er appellierte an Europas Bischöfe, seinen Aufruf in ihren Diözesen zu unterstützen. "Die verschlossene Familie, die verschlossene Pfarrgemeinde, das verschlossene Land, all das kommt von uns und hat nichts mit Gott zu tun", fügte er hinzu.

Im Vatikan sollen auch zwei Flüchtlingsfamilien aufgenommen werden. Wie die Unterbringung der Flüchtlinge genau vonstatten gehen soll, ist unklar. Welche Familien kommen dürfen, wird sehr genau ausgewählt. Nach Angaben eines Vatikan-Sprechers soll erst noch entschieden werden, welche Familien aufzunehmen sind, berichteten die Stuttgarter-Nachrichten.

Wegen der "Gefahr einer Infiltration" durch IS-Terroristen wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Vatikanstaat verschärft. (so) 

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