Moschee in DeutschlandFoto: TOBIAS SCHWARZ/Getty Images

Keine Flüchtlinge für Saudi Arabien stattdessen 200 Moscheen in Deutschland

Epoch Times10. September 2015 Aktualisiert: 10. September 2015 11:49
Saudi-Arabien und die Golfstaaten wollen keine Flüchtlinge aus Syrien und anderen Kriegsgebieten aufnehmen. Stattdessen bieten sie der Bundesregierung an, 200 Moscheen für die Flüchtlinge in Deutschland zu errichten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate weigern sich, Flüchtlinge aus den Krisengebieten aufzunehmen. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien ist es für Syrer sogar schwieriger geworden, nach Saudi Arabien und in die anderen Golfstaaten einzureisen, berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. 

In den arabischen Monarchien werden den syrischen Staatsbürgern in Zukunft auch keine bestehenden Aufenthaltsgenehmigungen mehr verlängert werden. Um sich solidarisch mit seinen Glaubensbrüdern zu zeigen, bot der König Saudi Arabiens der Bundesregierung nun an, 200 Moscheen für syrische Flüchtlinge in Deutschland zu errichten

Dazu schreibt die die Webseite Bayernkurier: "Ausgerechnet das wahhabitische Land mit seinem steinzeitlich anmutenden Islam, mit Steinigungen, Auspeitschungen und Handabhacken, mit total entrechteten Frauen, will bei uns Moscheen bauen? Ausgerechnet das Land, in dem viele Reiche und viele der zahlreichen Prinzlinge als Förderer des weltweiten Islamismus gelten?"

In der deutschen Politik löste das Angebot ebenfalls Empörung aus: Als "mehr als zynisch" bezeichnet der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer den Vorschlag Saudi-Arabiens.

"Das ist keine muslimische Brüderlichkeit. Wo bleibt die Solidarität in der arabischen Welt?", so der CSU-Politiker. Er fügte hinzu, dass Europa von der gesamten arabischen Welt einen echten Beitrag bei der humanitären Aufnahme der Flüchtlingsströme einfordern müsse.

Dabei wären sowohl Kapazitäten als auch Geld ausreichend vorhanden. Als Beispiel für ungenutzte muslimische Brüderlichkeit könnte die Zeltstadt im Tal von Mina, östlich des muslimischen Wallfahrtsortes Mekka gelten, in der drei Millionen Flüchtlinge in Zelten mit Küchen und Bädern unterkommen könnten. Diese Zelte stehen bis auf fünf Tage im Jahr, an denen sie für die Pilgerfahrt genutzt werden leer. (so/sm) 

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