Kongo startet Impfkampagne nach jüngstem Ebola-Ausbruch

Epoch Times8. August 2018 Aktualisiert: 8. August 2018 19:14
Goma (dpa) - Der Kongo will den jüngsten Ausbruch der lebensgefährlichen Ebola-Krankheit mit einer Impfkampagne unter Kontrolle bringen. Dafür sollen zunächst 3000 Dosen des Impfstoffs in den betroffenen Gebieten im Osten des…
Der Kongo will den jüngsten Ausbruch der lebensgefährlichen Ebola-Krankheit mit einer Impfkampagne unter Kontrolle bringen. Dafür sollen zunächst 3000 Dosen des Impfstoffs in den betroffenen Gebieten im Osten des zentralafrikanischen Landes verabreicht werden, wie Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga am Mittwoch sagte. Medizinisches Personal, das Ebola-Patienten behandle, werde zuerst geimpft, gefolgt von Menschen, die Kontakt zu Patienten hätten, sagte Kalenga weiter. «Diese Impfungen werden uns erlauben, das Schema der Übertragung zu durchbrechen», sagte er. Das hoch ansteckende Virus trat im Osten des Kongo Ende Juli auf und breitete sich bisher nach Zahlen der örtlichen Gesundheitsbehörden schnell aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von mindestens 43 bestätigten oder wahrscheinlichen Fällen aus. Von den 16 Patienten, bei denen das Virus bisher nachgewiesen wurde, starben nach Angaben der UN-Behörde neun. Die Krankheit sei in einem Konfliktgebiet ausgebrochen, was die Bekämpfung erschweren könnte, warnte die Weltgesundheitsorganisation. Die betroffene Gegend liegt in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri, sie grenzt an Ruanda und Uganda. Mehr als eine Million vertriebene Menschen haben dort Zuflucht gefunden. Im Osten des Kongos kämpfen mehrere Milizen. Erst am 24. Juni hatten die Behörden des Landes einen Ebola-Ausbruch 1500 Kilometer weiter westlich für beendet erklärt. Dabei gab es insgesamt 54 Verdachtsfälle, seit dem Ausbruch im Mai starben 33 Menschen. Ebola gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt, das Virus verursacht Fieber und oftmals massive innere Blutungen. Bei einer verheerenden Epidemie 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone mehr als 11 000 Menschen.

(dpa)
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