Profi-Tänzer: Bemerkenswerte technische Fertigkeiten bei Shen Yun

Von 11. Mai 2014 Aktualisiert: 11. Mai 2014 13:41
WIEN –  Zwei Vollprofis des Tanzes fanden ihren Weg am Samstagabend in die Wiener Stadthalle, um ihre Tänzer-Kollegen von Shen Yun aus der Nähe zu betrachten: Gabor Oberegger ist seit …

WIEN –  Zwei Vollprofis des Tanzes fanden ihren Weg am Samstagabend in die Wiener Stadthalle, um ihre Tänzer-Kollegen von Shen Yun aus der Nähe zu betrachten: Gabor Oberegger ist seit über 20 Jahren Mitglied im Ensemble des Wiener Staatsballetts. Er kam in Begleitung seiner Freundin Marianne Tarnowskij, die als Musicaltänzerin und -sängerin für die Vereinigten Bühnen Wiens tätig ist.

Das Gesamturteil der beiden über Shen Yun fiel sehr gut aus. „Mir gefällt wirklich alles. Die Show ist wirklich sehr vielseitig, angefangen mit der Trommelnummer am Beginn“, sagte Oberegger. „Ich finde die technischen Fertigkeiten bemerkenswert, die sie haben – wie sie verschiedene Dinge verbinden, die für uns eigentlich in dieser Form so nicht so üblich oder gewöhnlich sind, also ein bisschen das Folkloristische, dann den Tanz, … Ich find es sehr kurzweilig aufbereitet, wie sie all die Kurzgeschichten bringen. Das ist sehr sehr sympathisch!“
Der erfahrene Balletttänzer, der auch zum Betriebsrat des darstellenden künstlerischen Personals der Wiener Staatsoper gehört, empfand die Technik und die Synchronität der Shen Yun-Tänzer erstaunlich. „Technisch war es sehr gut, die Tricks sind wirklich herausragend. Und sie haben eine sehr ausgeprägte Dynamik. Diese Spritzigkeit gefällt mir, sie sehen alle sehr erfrischend und unverbraucht aus. Und die Synchronität war wirklich sehr gut.“
Für ihn und Marianne Tarnowskij war es die erste Begegnung mit klassischem chinesischem Tanz.  Die Musicaltänzerin, die in Musicals wie „The Producers“, „Mamma Mia“ und „Tanz der Vampire“ in Österreich und Deutschland auf der Bühne stand, empfand Shen Yun als „Bereicherung“.  Sie empfiehlt die Begegnung mit dem klassischen chinesischen Tanz auch anderen Kollegen.
Auf der Shen Yun-Webseite heißt es: „Shen Yun kann man sich heute in China nicht anschauen, da, wo die traditionelle Kultur nahezu verloren gegangen ist. Dennoch ist Shen Yun zu einem internationalen Phänomen geworden und bringt die Wunder der historischen chinesischen Kultur zu Millionen Menschen rund um die Welt.“
Musical-Sängerin und  -Tänzerin : Schöne Choreografien in Shen Yun
Über ihre Erfahrung mit der ursprünglichen chinesischen Kultur, die Shen Yun wieder zum Leben erweckt, sagte die auch im klassischen Ballett ausgebildete Marianne Tarnowskij: „Sehr weiche Bewegungen, und dieses typische „In-der-Ruhe-liegt-die-Kraft“, das sieht man auf der Bühne. Die Damen  haben eine andere Choreografie, dementsprechend wirken sie weicher, harmonischer, und die Bewegungen sind sehr fließend. Das liegt an der Choreografie. Es ist sehr schön.“
Über die alten Prinzipien in der chinesischen Kultur befragt, die in Shen Yun ihre Widerspiegelung finden, sagte sie:  „Das ist wirklich schön, das ist einfach eine andere Kultur.“ Vor allem in den Solo-Gesangseinlagen konnte sie auch eine tiefergehende Spiritualität entdecken. „Beim ersten Lied ist es noch gewöhnungsbedürftig, weil man das so ja nicht kennt und noch nicht gehört hat, aber ab der zweiten Gesangsnummer  ist es total beeindruckend und schön. Ich genieße die weiche Begleitung. Und was ich auch sehr beeindruckend finde: das Live-Orchester. Wenn andere auf Tournee gehen, ist es doch meistens so, dass es aus der Konserve kommt, und hier ist alles live, das macht schon was aus.
Über den Belcanto-Gesang in chinesischer Sprache befragt, sagte Frau Tarnowskij: „Das ist eine andere Gesangsform vom Musical, von Oper, und jetzt auf Chinesisch, auch die Gesangstechnik unterscheidet sich schon von den Vokalen her – die werden ganz anders gesungen als bei uns Europäern, das merkt man sofort. Was auch schön ist, dass man im Hintergrund den Text hat, damit man weiß, worum es geht. Das fand ich sehr nett.“
Auf die Frage, wie ihr das Zusammenspiel von östlichen und westlichen Instrumenten gefallen habe, sagte sie: „Wirklich sehr gut! Sehr interessant. Man hört immer das Asiatische sehr stark heraus, aber so soll es glaube ich auch sein für die Ohren. Und was mir auch gefallen hat: Die Kampfkunst ist eingeflossen und man sieht das auch. Das hat mir am meisten gefallen: Um das Schwert herum Saltos zu schlagen und wieder eine Auflösung gefunden zu haben, das war eine wirklich schöne Choreografie.

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