Die Funke-Mediengruppe Opfer eines Hackerangriffs.Foto: iStock

6.000 Rechner durch Hackerangriff infiziert

Epoch Times28. Dezember 2020 Aktualisiert: 28. Dezember 2020 7:45

Die Funke Mediengruppe kämpft weiter mit den Folgen des schweren Hackerangriffs, der kurz vor Weihnachten den Betrieb teilweise lahmgelegt hatte. Der Angriff selbst aber „hält unvermindert hart an“, teilte das Unternehmen mit. Derzeit werde versucht, ein neues, sicheres IT-Umfeld aufzubauen, „um unsere journalistische und geschäftliche Arbeit neu hochzufahren“, erklärte eine Sprecherin am Sonntag in Essen.

Diese Bemühungen seien inzwischen so weit fortgeschritten, dass die Funke-Tageszeitungen am Montag wieder „mit deutlich größeren Umfängen“ erscheinen könnten als am Mittwoch und Donnerstag. Zudem stünden den Lesern auch die Online-Angebote zur Verfügung, die dafür normalerweise geltenden Bezahlschranken blieben als Service für die Leser vorläufig ausgeschaltet.

6.000 Rechner an unterschiedlichen Standorten infiziert

Zur Funke-Mediengruppe gehören zwölf Regionalzeitungen, darunter die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, die „Berliner Morgenpost“, die „Thüringer Allgemeine“ und das „Hamburger Abendblatt“. Dazu kommen zahlreiche Zeitschriften und Anzeigenblätter.

Nach Unternehmensangaben wurden durch den Hackerangriff möglicherweise mehr als 6.000 Rechner an unterschiedlichen Standorten infiziert. Derzeit könnten die Zeitungen nur unter großem Aufwand ohne die normalen Redaktionssysteme „quasi von Hand“ produziert werden. Angaben über mögliche Hintergründe der Attacke gab es weiterhin zunächst nicht. Vorrang habe zunächst die Ermittlungsarbeit, hieß es dazu lediglich.

WAZ-Chefredakteur: „Normales Arbeiten ist aktuell nicht möglich“

WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock spricht in einem Artikel, gerichtet an die Leser, von einer „ungeheuren Dimension der Attacke, bei der die Täter die Daten auf den IT-Systemen verschlüsselten und vorerst unbrauchbar machten“. Die FUNKE Mediengruppe hätte nach dem Angriff sofort eine Taskforce aus Technik-Experten eingesetzt, die seitdem unter Hochdruck nach Lösungen suche.

Eingeschaltet wären auch Staatsanwaltschaft und die Datenschutz-Behörden. Das Landeskriminalamt leite die Ermittlungen. „Um weitere Schäden an der Technik zu verhindern, wurden sämtliche IT-Systeme heruntergefahren. Damit sind alle Redaktionssysteme und die gesamte Technik für die Zeitungsproduktion ausgeschaltet, ein ansatzweise normales Arbeiten ist aktuell nicht möglich“, so Tyrock. (afp/er)



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