Absurditäten der fortgesetzten Finanzkrise: Kreditnehmer sollen bezahlt werden

Von 20. April 2015 Aktualisiert: 20. April 2015 9:50

Etwa 7 Jahre lodert die Finanzkrise nun schon in den Katakomben der Notenbanken vor sich hin. Unzählige – vor der Krise undenkbare – Maßnahmen wurden schon durchgeführt und erstaunlicherweise ist der große Flächenbrand bisher tatsächlich ausgeblieben. Von dieser trügerischen Ruhe sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen, einzig die Herzkreislaufmaschine – bestehend aus schier unendlicher Liquidität und Rechtsbrüchen – hält den toten Torso noch am Leben. Immer wenn man denkt, absurder geht es nicht mehr, kommt von irgendwo ein Banker her.

Am Anfang der Krise witzelten Webseiten wie meine noch herum, irgendwann müssten die Banken Kreditnehmern noch Prämien für die Aufnahme zahlen und dahin sind wir auf dem besten Wege. Bereits am 11 April machte eine Nachricht die Runde, die jeden gesunden Ökonomen schüttelte, erstmals bekam eine Frau zinsen auf den aufgenommen Kredit ausgezahlt. Dazu aus dem Handelsblatt:

Sexualtherapeutin bekommt Kredit – und Zinsen
Eva Christiansen ist berühmt geworden, weil sie die erste Bankkundin ist, die von ihrer Bank Geld geliehen hat und dafür Zinsen bekommt. Wie kann das sein und warum wird es das demnächst wohl auch hierzulande geben?[1]

Wie die Welt heute meldet, laufen in etlichen großen Finanzinstituten bereits Planspiele das nötigenfalls großflächig einzuführen. Spätestens nun müsste jedem aufgehen, dass unser Geldsystem kläglich gescheitert ist. Es ist ein Offenbarungseid der Banken um die Politik der Zentralbanken zu kontern. Am Ende kann und wird der Verbraucher der Verlierer sein, anders ist es nicht möglich. Aus dem Weltartikel:

Deutsche könnten bald für Schulden bezahlt werden
Das ist kein verspäteter Aprilscherz: Verbraucher könnten bald für die Aufnahme von Krediten bezahlt werden. Große Geldinstitute bereiten sich bereits auf den Tabubruch vor. Der Staat macht es vor.[2]

An dieser Stelle in einen frenetischen Freudentaumel auszubrechen wäre allerdings völlig falsch, auch wenn diese Aussicht natürlich verlockend klingt. Grundlegend wird irgendwer diesen Irrsinn bezahlen und das sind am Ende immer die Bürger. Geld kann nicht arbeiten, das müssen immer die Menschen erledigen. Wenn das Geld eines Investors “arbeitet”, meint das immer, dass ein anderer für die Erträge schuften muss. Im Prinzip der moderne Feudalismus.

In Gesprächen werde ich oft gefragt wann meiner Meinung nach der ganze Spuk ein Ende hat. Mittlerweile gibt es wenig was schwieriger zu beantworten ist. Dunkle Gewitterwolken hängen seit Jahren am Himmel und es könnte jederzeit der Jahrtausendsturm losbrechen. Wann aber dieser Punkt gekommen ist, das kann man mit Blick auf die korrupte Politik und die jämmerlichen Notenbanken unmöglich beantworten. Der eine “Schwarze Schwan” könnte eine Kette der Vernichtung auslösen, aber wann der nun um die Ecke gepaddelt kommt, das weiß nur noch der liebe Gott.

Im Prinzip ist der Tag lange überfällig, wie man aber an den neuen Planspielen sieht, sind Banken und Politik bereit die Reise nach Jerusalem so weit zu treiben, bis kein einziger Stuhl mehr steht. Vielleicht wird noch eine Runde Subprime-Ultra eingeschoben, das Bargeld abgeschafft oder anderweitig Unsinn verzapft um den hirntoten Patienten eben doch noch ein paar Jahre am “Leben” zu erhalten. Bleibt nur zu hoffen, dass dann vor dem Abschalten nicht noch der Patient als Organspender komplett ausgeräumt wird.

Carpe diem

[1] http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/verkehrte-finanzwelt-sexualtherapeutin-bekommt-kredit-und-zinsen/11621886.html
[2] http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article139745910/Deutsche-koennten-bald-fuer-Schulden-bezahlt-werden.html

Quelle:  Die "Crashpropheten" Weik und Friedrich: Der Sturm bricht los! Die Welt ist voller Warnungen! Ausblick 2015

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