Alstom zahlt weniger für deutsche Bombardier-Bahnsparte als erwartet

Epoch Times16. September 2020 Aktualisiert: 16. September 2020 19:21

Der französische Alstom-Konzern zahlt weniger für die in Deutschland ansässige Bahnsparte des kanadischen Herstellers Bombardier als zunächst vereinbart. In dem am Mittwoch unterzeichneten Kaufvertrag ist nach Angaben von Alstom ein Preis von „bis zu 5,3 Milliarden Euro“ festgehalten. Ursprünglich war von 5,8 bis 6,2 Milliarden Euro die Rede.

Mit der Übernahme entsteht der zweitgrößte Bahnhersteller der Welt. Der endgültige Abschluss des Geschäfts wird Alstom zufolge nun „im ersten Quartal 2021“ erwartet. Die EU-Kommission hatte die Übernahme Ende Juli unter Auflagen genehmigt, nachdem sie einen Zusammenschluss der Bahnsparten von Alstom und Siemens vor anderthalb Jahren verhindert hatte.

Vor gut einem Monat hatte Alstom auf „unerwartete und negative Entwicklungen“ bei der deutschen Sparte Bombardier Transportation verwiesen. Zuvor war deren Umsatz um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahresquartal eingebrochen. Als Grund nannte Bombardier zusätzliche Kosten für Projekte in Großbritannien und Deutschland.

Die Bahnsparte von Bombardier ist wichtigster Zulieferer der Deutschen Bahn. Neben dem Hauptsitz Berlin hat sie Werke an sieben deutschen Standorten: Bautzen, Görlitz, Braunschweig, Kassel, Mannheim, Hennigsdorf und Siegen. Alstom stellt unter anderem die französischen TGV-Hochgeschwindigkeitszüge her. (afp)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
Ihre Kommentare sind uns willkommen, bitte lesen Sie vorher die Netiquette HIER.
Die Kommentare durchlaufen eine stichprobenartige Moderation.
Beiträge können gelöscht oder Teilnehmer können gesperrt werden.
Bitte bleiben Sie respektvoll und sachlich.

Ihre Epoch Times-Redaktion